OGH
RS0040288
19.11.2024
1Ob502/84; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob119/88; 10ObS56/90; 8Ob615/92; 5Ob133/92; 1Ob5/96; 1Ob2029/96f; 1Ob2051/96s; 8Ob174/97i; 6Ob2100/96h; 6Ob226/97x; 9Ob114/98z; 7Ob237/01f; 10ObS343/02t; 10ObS70/03x; 10ObS125/04m; 7Ob220/04k; 4Ob110/06i; 2Ob108/07g; 6Ob58/08k; 9ObA177/07f; 10Ob13/13d; 9Ob26/14k; 6Ob216/15f; 6Ob98/15b; 10ObS38/18p; 10ObS134/19g; 2Ob95/19p; 5Ob239/21i; 6Ob173/22t; 2Ob76/23z; 9Ob48/23h; 1Ob39/24b; 10Ob35/24f; 2Ob248/23v
ZPO §272 D
Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum.
TE OGH 1984-01-25 1 Ob 502/84
Veröff: SZ 57/20 = EvBl 1984/129 S 514 = JBl 1985,36
TE OGH 1985-10-24 8 Ob 22/85
Auch
TE OGH 1989-01-10 2 Ob 119/88
TE OGH 1990-03-27 10 ObS 56/90
nur: Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. (T1) Veröff: SSV-NF 4/50
TE OGH 1992-10-15 8 Ob 615/92
nur T1; Veröff: SZ 65/132
TE OGH 1993-03-09 5 Ob 133/92
Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/29 = WoBl 1993,187 (Strobl)
TE OGH 1996-01-30 1 Ob 5/96
nur T1; Beisatz: Hier: Inbesitznahme eines soeben verlandeten Grundstreifens durch den Anrainer. (T2)
TE OGH 1996-03-11 1 Ob 2029/96f
nur T1
TE OGH 1996-06-04 1 Ob 2051/96s
nur: Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum. (T3)
TE OGH 1997-09-18 8 Ob 174/97i
nur T3
TE OGH 1997-09-11 6 Ob 2100/96h
nur T1; Veröff SZ 70/179
TE OGH 1998-02-12 6 Ob 226/97x
nur T1; Beisatz: Hier: Kein Anscheinsbeweis in der Frage des Kausalitätszusammenhanges zwischen der unterlassenen Rückfrage des Rechtsanwaltes nach einem Ersuchen um Weisung und der entsprechenden Weisung des Sachwalters des Mandanten zur Erstattung eines Rechtsmittels. (T4)
TE OGH 1998-06-10 9 Ob 114/98z
Beisatz: Unaufgeklärt bleibende Umstände gehen dann zu Lasten des Geschädigten. (T5)
TE OGH 2001-10-17 7 Ob 237/01f
nur T3
TE OGH 2002-10-22 10 ObS 343/02t
Auch; nur T3
TE OGH 2003-03-18 10 ObS 70/03x
nur T3
TE OGH 2004-09-14 10 ObS 125/04m
TE OGH 2004-10-20 7 Ob 220/04k
TE OGH 2006-08-09 4 Ob 110/06i
TE OGH 2007-11-29 2 Ob 108/07g
Veröff: SZ 2007/190
TE OGH 2008-04-10 6 Ob 58/08k
TE OGH 2008-07-09 9 ObA 177/07f
nur T1; Veröff: SZ 2008/101
TE OGH 2013-04-16 10 Ob 13/13d
Auch; nur T1
TE OGH 2015-03-20 9 Ob 26/14k
Auch; Beisatz: Ein Anleger befindet sich in Bezug auf seine Willensentscheidung in keinem ein herabgesetztes Beweismaß rechtfertigenden Beweisnotstand. (T6)
TE OGH 2015-11-26 6 Ob 216/15f
Beisatz: Hier: Zudem Vorliegen ausdrücklicher Feststellungen zu den Gründen der Nichtverlängerung des Arbeitsvertrags des Klägers, sodass schon deshalb kein Raum für einen Anscheinsbeweis einer Diskriminierung besteht. (T7)
TE OGH 2016-01-14 6 Ob 98/15b
Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Die Feststellung zur Willensentscheidung des Anlegers ist nach dem Regelbeweismaß zu treffen. (T8)
TE OGH 2018-05-23 10 ObS 38/18p
Beis wie T5
TE OGH 2020-04-16 10 ObS 134/19g
Vgl; nur T3; Beis wie T5
TE OGH 2020-06-29 2 Ob 95/19p
Beisatz: Hier: Abhängigkeit des Kausalablaufs von der Willensbildung eines Entscheidungsträgers einer Behörde. (T9)
TE OGH 2022-04-21 5 Ob 239/21i
nur T3
TE OGH 2022-10-17 6 Ob 173/22t
Vgl; nur T3
TE OGH 2023-04-20 2 Ob 76/23z
vgl; Beisatz: Die Ausführungen im Rechtsmittel zum Anscheinsbeweis gehen schon deshalb ins Leere, weil sie an eine hier verneinte Pflicht der Beklagten anknüpfen. (T10)
TE OGH 2023-12-18 9 Ob 48/23h
TE OGH 2024-05-27 1 Ob 39/24b
vergleiche aber; Beisatz: Das gilt jedoch nicht bei der Beurteilung der Frage, ob sich ein Gefährder an ein Betretungs- oder Annäherungsverbot nach Paragraph 38 a, SPG gehalten hätte. (T10a)
TE OGH 2024-09-10 10 Ob 35/24f
TE OGH 2024-11-19 2 Ob 248/23v
vergleiche aber; Beisatz: Bejaht zugunsten des Pflichtteilsberechtigten für das Vorliegen von Schenkungsabsicht bei krassem Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung. (T11)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040288