Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0021946

Entscheidungsdatum

29.09.1983

Geschäftszahl

6Ob760/82; 4Ob630/88; 8Ob508/89; 4Ob573/89 (4Ob1529/89); 1Ob509/94; 2Ob107/01a; 5Ob113/09t; 10Ob61/12m; 4Ob128/14y; 9Ob79/14d; 1Ob161/14d; 4Ob113/20a

Norm

ABGB §1170

Rechtssatz

Eine detaillierte Rechnung liegt vor, wenn unter Berücksichtigung der Art und des Umfanges des Werkes sowie des Einblickes des "Bestellers" dieser ausreichend über die Berechnungsunterlagen informiert wird, sodass er die Möglichkeit der Prüfung der Angemessenheit des Gesamtentgeltes besitzt. Ob diese Anforderungen erfüllt sind, ist nach den Umständen des Einzelfalles zu beurteilen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1983-09-29 6 Ob 760/82

TE OGH 1988-12-13 4 Ob 630/88

Vgl auch

TE OGH 1989-05-31 8 Ob 508/89

Beisatz: Diese allgemeinen Erwägungen haben insbesondere auch für die Honorarforderung eines Rechtsanwaltes zu gelten. (T1) Veröff: SZ 62/102 = AnwBl 1990,45 (Pritz)

TE OGH 1989-09-12 4 Ob 573/89

Vgl auch

TE OGH 1994-01-25 1 Ob 509/94

Auch; Beis wie T1

TE OGH 2002-06-27 2 Ob 107/01a

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2009-11-24 5 Ob 113/09t

Vgl

TE OGH 2013-02-26 10 Ob 61/12m

TE OGH 2014-09-17 4 Ob 128/14y

TE OGH 2014-11-27 9 Ob 79/14d

TE OGH 2014-11-27 1 Ob 161/14d

TE OGH 2020-08-11 4 Ob 113/20a

Beisatz: Betrifft die Rechnung Sanierungskosten, bei denen nicht nur die Angemessenheit, sondern vor allem die Schadensursache und die daraus resultierende Zuordnung der Schadensteile strittig sind, hat der Werkunternehmer mit seiner Rechnung nicht nur die Angemessenheit des Rechnungsbetrags darzulegen, sondern darüber hinaus den Nachweis zu erbringen, dass die abgerechneten Sanierungsmaßnahmen beauftragt und erforderlich waren und zur Gänze in den Verantwortungsbereich des beklagten Bestellers fallen, wenn diese Umstände bestritten werden. (T2)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0021946