Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0084899

Entscheidungsdatum

10.03.1983

Geschäftszahl

8Ob171/82; 8Ob43/83; 8Ob17/84; 2Ob11/88; 10ObS28/94; 2Ob163/08x; 8ObA88/21f

Norm

ASVG §172 Abs1; ASVG §198; ASVG §300; ASVG §301; ASVG §332 A; ASVG §332 Abs1 B

Rechtssatz

Es handelt sich bei Rehabilitationsmaßnahmen des Sozialversicherungsträgers im Sinne der Paragraphen 302 bis 304 ASVG nicht um freiwillige Leistungen, sondern um Pflichtleistungen, die im Sinne des Paragraphen 332, Absatz eins, ASVG den Übergang sachlich und zeitlich kongruenter Ersatzansprüche des Verletzten gegen den Schädiger auf den Sozialversicherungsträger bewirken (mit ausführlicher Begründung).

Entscheidungstexte

TE OGH 1983-03-10 8 Ob 171/82

Veröff: SZ 56/44 = EvBl 1983/119 S 444

TE OGH 1983-09-08 8 Ob 43/83

TE OGH 1984-07-04 8 Ob 17/84

Vgl auch; Beisatz: Bei freiwilligen Leistungen tritt keine Legalzession ein. (T1)

Veröff: ZVR 1985/48 S 90

TE OGH 1988-08-30 2 Ob 11/88

Beisatz: Auch bei Rehabilitationsmaßnahmen des Sozialversicherungsträgers im Rahmen der Unfallversicherung handelt es sich um Pflichtleistungen. (T2)

Veröff: JBl 1989,46 = VersRdSch 1989,157

TE OGH 1994-04-14 10 ObS 28/94

nur: Es handelt sich bei Rehabilitationsmaßnahmen des Sozialversicherungsträgers im Sinne der Paragraphen 302 bis 304 ASVG nicht um freiwillige Leistungen, sondern um Pflichtleistungen. (T3)

TE OGH 2008-09-24 2 Ob 163/08x

Beis wie T2; Beisatz: Bei diesen „typisierten freiwilligen" Leistungen, die im pflichtgemäßen Ermessen der Sozialversicherungsträger liegen, tritt die Legalzession erst mit tatsächlicher Leistungserbringung ein. (T4)

Veröff: SZ 2008/139

TE OGH 2022-05-25 8 ObA 88/21f

Vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0084899