Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0087024

Entscheidungsdatum

09.06.1982

Geschäftszahl

6Ob660/82; 6Ob624/84; 7Ob642/84; 1Ob701/84; 7Ob624/85; 1Ob564/86; 7Ob628/86; 1Ob528/87; 6Ob561/87; 8Ob572/87; 7Ob697/87; 1Ob691/87; 6Ob560/88; 2Ob537/88; 8Ob685/88; 3Ob543/89; 8Ob558/89; 7Ob645/89; 8Ob637/89; 1Ob696/89; 7Ob718/89; 7Ob505/90; 6Ob171/05y; 3Ob36/06z; 4Ob131/06b; 7Ob202/06s; 1Ob207/10p; 2Ob19/11z; 5Ob212/11d; 1Ob179/11x; 9Ob55/11w; 5Ob153/12d; 1Ob94/14a; 3Ob226/14b; 6Ob86/15p; 1Ob155/15y; 10Ob32/16b; 3Ob127/16x; 4Ob225/16s; 6Ob19/17p; 1Ob101/17k; 5Ob10/18h; 5Ob55/18a; 8Ob139/18a; 4Ob246/18g; 5Ob90/19z

Norm

ABGB §148 Abs1 A; ABGB idF KindNamRÄG 2013 §186; ABGB idF KindNamRÄG 2013 §187; AußStrG §16 BIII2b; AußStrG 2005 §62 B1d1

Rechtssatz

Bei der Entscheidung gemäß § 148 Abs 1 ABGB handelt es sich um eine Ermessensentscheidung, bei welcher das Wohl des Kindes ausschlaggebend ist.

Entscheidungstexte

TE OGH 1982-06-09 6 Ob 660/82

TE OGH 1984-08-30 6 Ob 624/84

Vgl; Beisatz: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben, ob die Einräumung eines Besuchsrechtes an die Rechtsmittelwerberin dem Wohl des Kindes entspräche (hier: § 148 Abs 2 ABGB). (T1)

TE OGH 1984-09-13 7 Ob 642/84

Auch

TE OGH 1984-12-12 1 Ob 701/84

Beis wie T1 nur: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben, ob die Einräumung eines Besuchsrechtes an die Rechtsmittelwerberin dem Wohl des Kindes entspräche. (T2)

TE OGH 1985-10-03 7 Ob 624/85

TE OGH 1986-04-23 1 Ob 564/86

Auch

TE OGH 1986-07-30 7 Ob 628/86

Auch

TE OGH 1987-04-08 1 Ob 528/87

TE OGH 1987-05-14 6 Ob 561/87

Auch

TE OGH 1987-05-21 8 Ob 572/87

Auch

TE OGH 1987-10-29 7 Ob 697/87

Ähnlich; Beis wie T1 nur: Von einer Außerachtlassung des Wohles des Kindes kann keine Rede sein, wenn beide Vorinstanzen sich damit auseinandergesetzt haben. (T3)

Beisatz: Hier: Entscheidung gemäß § 154 Abs 3 ABGB. (T4)

TE OGH 1987-12-21 1 Ob 691/87

Auch; Beis wie T1

TE OGH 1988-04-14 6 Ob 560/88

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 1988-04-12 2 Ob 537/88

Auch

TE OGH 1988-12-15 8 Ob 685/88

Auch; Beisatz: Es stellt keine dem Anfechtungsgrund des § 16 AußStrG zu unterstellende Vorgangsweise der Vorinstanzen dar, wenn sie bei ihren Erwägungen allein das Interesse der beiden minderjährigen Nacherben als maßgeblich erachteten und dem Standpunkt der vom Rechtsmittelwerber angestrebten "Ausgewogenheit gegenüber allen vier Familienmitgliedern" nicht Rechnung trugen. (T5)

TE OGH 1989-05-24 3 Ob 543/89

Beis wie T2

TE OGH 1989-04-19 8 Ob 558/89

TE OGH 1989-09-07 7 Ob 645/89

Auch; Beis wie T1

TE OGH 1989-09-21 8 Ob 637/89

Beis wie T1

TE OGH 1989-11-29 1 Ob 696/89

Auch

TE OGH 1989-12-14 7 Ob 718/89

Auch

TE OGH 1990-03-08 7 Ob 505/90

TE OGH 2005-08-25 6 Ob 171/05y

Auch; Beisatz: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil unter Bedachtnahme auf Persönlichkeit, Eigenschaften und Lebensumstände das Besuchsrecht eingeräumt, eingeschränkt oder sogar entzogen werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T6)

TE OGH 2006-02-15 3 Ob 36/06z

Auch; Beisatz: Der Inhalt einer gerichtlichen Regelung des Besuchsrechts hängt nicht von bisherigen Gepflogenheiten zwischen den Eltern ab. (T7)

TE OGH 2006-08-09 4 Ob 131/06b

Beis wie T6

TE OGH 2006-09-13 7 Ob 202/06s

Beisatz: Wenn die Mutter ein Alkoholproblem des Vaters behauptet und vorbringt, dass er das Kind „in Lokale, in denen ein Kind dieses Alters nichts zu suchen hat", mitnehme, hat das Erstgericht die entsprechenden Nachforschungen zu pflegen und sodann auf gesicherter Basis entsprechende Feststellungen zu treffen. (T8)

TE OGH 2010-12-15 1 Ob 207/10p

Vgl auch; vgl auch Beis wie T6 nur: Die nach pflichtgemäßem Ermessen zu treffende Entscheidung, inwieweit einem Elternteil das Besuchsrecht eingeräumt werden soll, ist grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls abhängig. Es kann ihr daher keine Bedeutung im Sinne des § 62 Abs 1 AußStrG 2005 zuerkannt werden, wenn nicht leitende Grundsätze der Rechtsprechung verletzt wurden. (T9)

TE OGH 2011-05-30 2 Ob 19/11z

Auch

TE OGH 2011-11-09 5 Ob 212/11d

Vgl; Beis ähnlich wie T6; Beis auch wie T9

TE OGH 2011-10-13 1 Ob 179/11x

Auch; Beis wie T6

TE OGH 2011-12-21 9 Ob 55/11w

Auch

TE OGH 2012-10-02 5 Ob 153/12d

Auch; Ähnlich Beis wie T9

TE OGH 2014-07-24 1 Ob 94/14a

Auch

TE OGH 2015-02-18 3 Ob 226/14b

Auch; Beisatz: Wenn jedoch ein persönlicher Kontakt der Kinder zum Vater derzeit dem Kindeswohl widerspricht, ist es auch nicht angezeigt, die Familiengerichtshilfe zum Zweck einer Besuchsmittlung einzuschalten. (T10)

TE OGH 2015-05-27 6 Ob 86/15p

Auch; Beis wie T9; Beisatz: Ein genereller Grundsatz dahin, dass das Pflegschaftsgericht im Verfahren über die Festsetzung des Kontaktrechts stets einen Sachverständigen beizuziehen hätte, besteht nicht. (T11)

Beisatz: Die Stellungnahme eines Psychologen der Familiengerichtshilfe ist zwar nicht mit einem Sachverständigengutachten iSd §§ 351 ff ZPO gleichzusetzen. Dies schließt jedoch im Einzelfall nicht aus, dass eine derartige Stellungnahme im Zusammenhalt mit anderen Beweismitteln eine ausreichende Entscheidungsgrundlage darstellt. (T12)

TE OGH 2015-08-27 1 Ob 155/15y

Beis wie T9

TE OGH 2016-06-28 10 Ob 32/16b

Auch

TE OGH 2016-09-22 3 Ob 127/16x

Auch

TE OGH 2016-12-20 4 Ob 225/16s

Auch

TE OGH 2017-02-27 6 Ob 19/17p

Beis wie T6

TE OGH 2017-06-28 1 Ob 101/17k

Auch; Beisatz: Hier: Keine unbegleiteten Kontakte. (T13)

TE OGH 2018-02-13 5 Ob 10/18h

Auch; Beis wie T12

TE OGH 2018-04-10 5 Ob 55/18a

Beis wie T6; Beis wie T9

TE OGH 2018-11-26 8 Ob 139/18a

Auch; Beis wie T6

TE OGH 2019-01-29 4 Ob 246/18g

TE OGH 2019-07-31 5 Ob 90/19z

Auch; Beis wie T6

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0087024