OGH
RS0094991
20.02.2024
11Os12/82; 11Os32/94; 2Ob240/05s; 14Os168/10b; 12Os93/21z; 2Ob200/23k
StGB §166
ABGB §539
Ein Handeln zum Nachteil des Nachlasses nach einem Angehörigen wird von der Privilegierung des Paragraph 166, StGB ebensowenig umfaßt wie ein Handeln zum Nachteil eines Nachlasses vor der Abgabe von Erbserklärungen durch Angehörige des Täters.
TE OGH 1982-03-31 11 Os 12/82
Veröff: EvBl 1982/134 S 440 = SSt 53/18
TE OGH 1994-04-19 11 Os 32/94
Vgl auch
TE OGH 2007-03-08 2 Ob 240/05s
Auch; nur: Ein Handeln zum Nachteil des Nachlasses nach einem Angehörigen wird von der Privilegierung des Paragraph 166, StGB nicht umfaßt. (T1)
TE OGH 2011-01-25 14 Os 168/10b
nur T1
TE OGH 2021-09-16 12 Os 93/21z
Vgl
TE OGH 2024-02-20 2 Ob 200/23k
vergleiche aber; Beisatz: Paragraph 539, ABGB ist im Fall der Begehung einer gerichtlich strafbaren Handlung gegen die Verlassenschaft zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen dahin teleologisch zu reduzieren, dass Erbunwürdigkeit nur dann eintritt, wenn auch die Tatbegehung zum unmittelbare Nachteil des Erblassers unter Beachtung des Paragraph 166, StGB zur Erbunwürdigkeit führen würde. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0094991