Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0020150

Entscheidungsdatum

02.03.1982

Geschäftszahl

4Ob406/81; 4Ob369/83; 7Ob710/87; 1Ob511/92; 1Ob607/95; 2Ob218/97s; 6Ob280/98i; 3Ob54/98g; 3Ob323/98s; 4Ob114/02x; 1Ob39/03x; 3Ob190/04v; 4Ob286/04v; 7Ob265/05d; 2Ob95/06v; 5Ob168/08d; 2Ob248/08x; 2Ob199/09t; 5Ob212/10b; 2Ob169/10g; 4Ob119/15a; 5Ob98/16x; 7Ob48/18m; 2Ob102/18s; 6Ob52/19v

Norm

ABGB §1041 A4

Rechtssatz

Die Höhe des zu leistenden Ersatzes hängt von der Redlichkeit oder Unredlichkeit des Bereicherten ab. Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. Dieser Vorteil orientiert sich in der Regel am gewöhnlichen Benützungsentgelt, das aber zugleich die Obergrenze des Ersatzes bildet.

Entscheidungstexte

TE OGH 1982-03-02 4 Ob 406/81

Veröff: SZ 55/12 = ÖBl 1983,118 = GRURInt 1984,367, hiezu siehe auch Nowakowski in ÖBl 1983,97

TE OGH 1983-09-06 4 Ob 369/83

Zweiter Rechtsgang zu 4 Ob 406/81; Veröff: ÖBl 1984,141 (Schönherr)

TE OGH 1987-11-12 7 Ob 710/87

nur: Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. Dieser Vorteil orientiert sich in der Regel am gewöhnlichen Benützungsentgelt. (T1)

TE OGH 1992-01-15 1 Ob 511/92

Vgl auch; nur: Die Höhe des zu leistenden Ersatzes hängt von der Redlichkeit oder Unredlichkeit des Bereicherten ab. (T2)

Beisatz: Der Wertersatz gemäß § 1041 richtet sich grundsätzlich nach § 1437 ABGB, der zwischen redlichem und unredlichem Bereicherten unterscheidet. (T3)

Veröff: SZ 65/5 = EvBl 1992/99 S 444 = RdW 1992,305 = JBl 1992,388

TE OGH 1996-01-30 1 Ob 607/95

Vgl auch; nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 69/19

TE OGH 1997-09-25 2 Ob 218/97s

Auch; Beis wie T3

TE OGH 1999-01-28 6 Ob 280/98i

nur T1; Beisatz: Bei wissentlicher Inanspruchnahme fremden Gutes ist ohne konkreten Nutzen des (im Gebrauch liegenden) Vorteils des Bereicherten ein angemessenes Entgelt zu zahlen. (T4)

Veröff: SZ 72/14

TE OGH 1999-08-25 3 Ob 54/98g

Vgl auch; Veröff: SZ 72/125

TE OGH 2000-05-24 3 Ob 323/98s

Auch

TE OGH 2002-05-28 4 Ob 114/02x

Auch; Veröff: SZ 2002/75

TE OGH 2003-02-28 1 Ob 39/03x

nur: Der redliche Benützer hat den Vorteil zu vergüten, der ihm nach seinen subjektiven Verhältnissen entstanden ist. (T5)

TE OGH 2004-12-22 3 Ob 190/04v

Vgl auch; nur T2; Beisatz: Entsprechend § 417 ABGB schuldet der Unredliche - und zwar ohne dass es auf die in § 417 ABGB nicht erwähnte Wissentlichkeit ankäme - das höchste erzielbare Benützungsentgelt. (T6)

TE OGH 2005-04-26 4 Ob 286/04v

nur T1; Beisatz: Benützungsentgelt ist daher nur für jenen Zeitraum zuzusprechen, in dem der Kläger die Anlage und die Kleingeräte tatsächlich genutzt hat. (T7)

TE OGH 2005-11-28 7 Ob 265/05d

Beis wie T4

TE OGH 2007-07-04 2 Ob 95/06v

nur T1; Veröff: SZ 2007/109

TE OGH 2008-12-09 5 Ob 168/08d

TE OGH 2009-06-25 2 Ob 248/08x

Veröff: SZ 2009/86

TE OGH 2010-05-27 2 Ob 199/09t

Beisatz: Neuerliche Bejahung bereicherungsrechtlicher Ansprüche gegen titellose, wenngleich redliche Benützer eines (ehemaligen) Bestandobjekts. (T8)

TE OGH 2011-05-26 5 Ob 212/10b

Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T8

TE OGH 2011-05-30 2 Ob 169/10g

Auch Beis wie T6

TE OGH 2016-01-27 4 Ob 119/15a

Auch; Beisatz: Instandhaltung eines öffentlichen Güterwegs; Anspruch verneint. (T9)

Veröff: SZ 2016/6

TE OGH 2017-03-01 5 Ob 98/16x

TE OGH 2018-06-20 7 Ob 48/18m

Auch

TE OGH 2018-11-29 2 Ob 102/18s

TE OGH 2019-08-29 6 Ob 52/19v

Beis wie T6; Beisatz: Beim redlichen Bereicherten bildet der objektive Wert die Grenze für die Herausgabe des Erlöses, den der Bereicherte aus der Sache durch ihre Veräußerung gezogen hat. (T10)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0020150