Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0034343

Entscheidungsdatum

16.02.1982

Geschäftszahl

4Ob557/81; 5Ob639/82; 2Ob562/83; 4Ob6/84; 1Ob563/85; 1Ob606/94; 4Ob514/96; 4Ob2265/96h; 2Ob153/00i; 3Ob121/04x; 2Ob29/06p; 2Ob74/07g; 4Ob201/07y; 2Ob31/07h; 7Ob91/10y; 2Ob74/10m; 1Ob204/10x; 8ObA21/10m; 8ObA22/11k; 7Ob165/10f; 8ObA76/11a; 5Ob116/12p; 7Ob22/13f; 8ObA20/13v; 4Ob148/15s; 9ObA161/15i; 3Ob238/16w; 9ObA24/18x; 1Ob78/18d; 8ObA47/18x; 1Ob127/18k; 5Ob200/18z; 3Ob245/18b

Norm

ABGB §1478

Rechtssatz

Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis - zB mangelnde Fälligkeit - mehr entgegensteht (so schon SZ 38/44; Arb 8844 mit weiteren Nachweisen).

Entscheidungstexte

TE OGH 1982-02-16 4 Ob 557/81

TE OGH 1982-06-29 5 Ob 639/82

Beisatz: Hier: Architektenhonorar. (T1)

 

TE OGH 1984-02-29 2 Ob 562/83

TE OGH 1985-06-04 4 Ob 6/84

Veröff: DRdA 1986,307 (Apathy)

 

TE OGH 1985-07-10 1 Ob 563/85

Veröff: SZ 58/122 = JBl 1986,317 (Huber)

 

TE OGH 1994-09-23 1 Ob 606/94

TE OGH 1996-03-12 4 Ob 514/96

Veröff: SZ 69/60

 

TE OGH 1996-11-12 4 Ob 2265/96h

TE OGH 2000-08-02 2 Ob 153/00i

nur: Die Verjährung beginnt grundsätzlich mit dem Zeitpunkt zu laufen, in welchem das Recht "zuerst hätte ausgeübt werden können", seiner Geltendmachung also kein rechtliches Hindernis mehr entgegensteht. (T2)

 

TE OGH 2005-02-16 3 Ob 121/04x

nur T2

 

TE OGH 2007-06-14 2 Ob 29/06p

nur T2

 

TE OGH 2007-08-09 2 Ob 74/07g

Auch; nur T2; Beisatz: Der Beginn der Verjährung hängt grundsätzlich von der objektiven Möglichkeit der Geltendmachung des Rechtes ab. (T3)

 

TE OGH 2007-12-11 4 Ob 201/07y

Veröff: SZ 2007/193

 

TE OGH 2008-03-27 2 Ob 31/07h

Auch; Beis wie T3

 

TE OGH 2010-09-01 7 Ob 91/10y

Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/107

 

TE OGH 2010-11-11 2 Ob 74/10m

nur T2; Beisatz: Es kommt auf die objektive Möglichkeit zur Geltendmachung an. (T4)

Beisatz: Soweit das Gesetz ‑ anders als etwa bei Schadenersatzansprüchen ‑ keine Ausnahme macht, kommt es auf die Kenntnis des Berechtigten vom Bestehen des Anspruchs oder der Person des Verpflichteten nicht an. (T5)

 

TE OGH 2010-12-15 1 Ob 204/10x

nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/156

 

TE OGH 2011-02-22 8 ObA 21/10m

nur T2; Beis wie T3

 

TE OGH 2011-04-26 8 ObA 22/11k

Veröff: SZ 2011/53

 

TE OGH 2011-04-27 7 Ob 165/10f

Beisatz: Das gilt auch für die kurze Verjährungsfrist nach § 1489 Satz 1 ABGB. (T6)

 

TE OGH 2011-11-22 8 ObA 76/11a

nur T2

 

TE OGH 2012-11-20 5 Ob 116/12p

Auch; Beisatz: Hier: Verjährungszeitpunkt der Erbschaftsklage und Heimfall. (T7); Veröff: SZ 2012/122

 

TE OGH 2013-04-17 7 Ob 22/13f

Auch

 

TE OGH 2013-06-27 8 ObA 20/13v

TE OGH 2016-01-27 4 Ob 148/15s

Beisatz: Wird ein Wiederkaufsrecht vom Eintritt bestimmter (wirtschaftlicher) Bedingungen abhängig gemacht, kann die Verjährungsfrist frühestens mit Eintritt des vereinbarten Wiederkaufsfalls zu laufen beginnen. (T8)

 

 

TE OGH 2016-01-27 9 ObA 161/15i

TE OGH 2016-12-13 3 Ob 238/16w

TE OGH 2018-04-25 9 ObA 24/18x

Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verjährung nach § 42 NÖ LVBG. (T9)

 

TE OGH 2018-05-29 1 Ob 78/18d

nur T2; Beis wie T4; Beis wie T5

 

TE OGH 2018-08-28 8 ObA 47/18x

Auch; Beisatz: Der Beginn des Laufs der Verjährungsfrist des § 4 Abs 5 UrlG setzt – wie im allgemeinen Zivilrecht – die objektive Möglichkeit der Geltendmachung des Anspruchs voraus. (T10)

Beisatz: In der Zeit zwischen dem Ende der Kündigungsfrist und dem der Anfechtungsklage stattgebenden Urteil bestehen vorweg keine wechselseitigen Leistungs- und Entgeltpflichten, also aufgrund der Beendigung des Dienstverhältnisses auch kein Urlaubsanspruch des Dienstnehmers. Der Arbeitnehmer kann in dieser Zwischenzeit weder die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses noch die Weiterzahlung des Entgelts verlangen und keinen Urlaub beanspruchen. (T11)

 

TE OGH 2018-11-21 1 Ob 127/18k

Beis wie T3; Beis wie T4

 

TE OGH 2018-12-13 5 Ob 200/18z

TE OGH 2019-01-23 3 Ob 245/18b

Auch

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1982:RS0034343