Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0005944

Entscheidungsdatum

22.11.1981

Geschäftszahl

5Ob6/81; 5Ob55/82; 5Ob24/87; 5Ob1028/92; 5Ob95/93; 5Ob2435/96s; 5Ob218/00w; 5Ob153/00m; 5Ob207/01d; 5Ob86/03p; 5Ob306/03s; 5Ob143/04x; 6Ob304/05g; 4Ob109/11z; 5Ob53/15b; 5Ob38/15x; 5Ob198/16b; 5Ob84/18s; 5Ob45/19g; 5Ob72/19b

Norm

AußStrG §1 B1; JN §1 DVe1; WEG §13 Abs1; WEG §26 Abs1 Z2; WEG 2002 §16 Abs2; WEG 2002 §52 Abs1 Z2

Rechtssatz

Wer ohne Zustimmung der betroffenen Wohnungseigentümer und ohne eine die fehlende Zustimmung ersetzende Entscheidung des Außerstreitrichters eigenmächtig Änderungen iSd § 13 Abs 2 WEG vornimmt, ist ausnahmslos auf dem streitigen Rechtsweg in Anspruch zu nehmen: droht die Gefahr künftiger rechtswidriger Änderungen (sei es eines Ersteingriffes oder einer Eingriffswiederholung), dann ist gegen den rechtswidrig handelnden Wohnungseigentümer mit Unterlassungsklage vorzugehen, ist die rechtswidrige Änderung schon bewirkt, so kann der Beseitigungsanspruch geltend gemacht werden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1981-11-22 5 Ob 6/81

Veröff: SZ 54/129 = EvBl 1982/61 S 211 = MietSlg 33574 (19)

TE OGH 1983-03-08 5 Ob 55/82

TE OGH 1987-03-03 5 Ob 24/87

Veröff: ImmZ 1987,313 (Meinhart)

TE OGH 1992-06-30 5 Ob 1028/92

Auch; Beisatz: Zur Abwehr eigenmächtiger Änderungen am Wohnungseigentumsobjekt steht jedem einzelnen Wohnungseigentümer ein im streitigen Rechtsweg durchzusetzender Unterlassungsanspruch und Beseitigungsanspruch zu (MietSlg 33/19; MietSlg 39615 ua). (T1)

Veröff: WoBl 1993,61 (Call)

TE OGH 1993-12-21 5 Ob 95/93

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 1997-01-28 5 Ob 2435/96s

Vgl auch

TE OGH 2000-09-26 5 Ob 218/00w

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2000-12-19 5 Ob 153/00m

Vgl auch; Beis wie T1

TE OGH 2001-12-11 5 Ob 207/01d

Auch; nur: Wer ohne Zustimmung der betroffenen Wohnungseigentümer und ohne eine die fehlende Zustimmung ersetzende Entscheidung des Außerstreitrichters eigenmächtig Änderungen iSd § 13 Abs 2 WEG vornimmt, ist ausnahmslos auf dem streitigen Rechtsweg in Anspruch zu nehmen. (T2)

TE OGH 2003-05-13 5 Ob 86/03p

Auch

TE OGH 2004-01-20 5 Ob 306/03s

Auch; nur: Ist die rechtswidrige Änderung schon bewirkt, so kann der Beseitigungsanspruch geltend gemacht werden. (T3)

Beisatz: Eine gegen eigenmächtige Änderungen iSd § 13 Abs 2 WEG 1975 (§ 16 Abs 2 WEG 2002) gerichtete Klage kann auch ein Entfernungs- bzw Wiederherstellungsbegehren enthalten (insbesondere dann, wenn die Änderung allgemeine Teile der Liegenschaft betrifft oder Auswirkungen auf die Nutzwertfestsetzung haben könnte). (T4)

TE OGH 2004-06-29 5 Ob 143/04x

Vgl auch

TE OGH 2006-01-26 6 Ob 304/05g

Vgl auch; Beisatz: Hier: Bei Verletzung eines vertraglichen Belastungsverbotes kann der Beseitigungsanspruch im Vertrag über die Einräumung des Belastungs- und Veräußerungsverbots, nach den Umständen des Einzelfalles, insbesondere aufgrund des Vertragszwecks, seine rechtliche Grundlage haben. Entscheidend ist die Rechtslage, die mit dem Verbot gesichert werden soll. (T5) Veröff: SZ 2006/10

TE OGH 2011-09-20 4 Ob 109/11z

Auch

TE OGH 2015-05-19 5 Ob 53/15b

Vgl auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 2015/48

TE OGH 2015-05-19 5 Ob 38/15x

Auch

TE OGH 2016-11-22 5 Ob 198/16b

Auch

TE OGH 2018-07-18 5 Ob 84/18s

Vgl auch

TE OGH 2019-05-21 5 Ob 45/19g

Beis wie T1

TE OGH 2019-06-13 5 Ob 72/19b

Auch; Beis wie T1

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0005944