Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0057852

Entscheidungsdatum

05.03.2024

Geschäftszahl

6Ob535/80; 7Ob524/81; 5Ob788/81; 5Ob589/81; 3Ob664/81; 5Ob23/81; 1Ob534/82; 5Ob669/81; 3Ob614/82; 5Ob776/82 (5Ob777/82); 5Ob677/83; 2Ob555/82; 1Ob527/84; 1Ob525/84; 7Ob551/84; 1Ob610/84; 2Ob644/84; 8Ob579/84 (8Ob580/84); 7Ob515/84; 7Ob564/85; 8Ob586/85; 3Ob624/85; 5Ob574/85; 2Ob547/86 (2Ob548/86); 2Ob704/86; 6Ob710/87; 1Ob716/87; 3Ob544/87; 3Ob517/88; 8Ob519/88; 8Ob579/88; 1Ob631/88; 1Ob669/88; 7Ob687/88; 2Ob506/89; 8Ob704/89; 1Ob595/91; 7Ob530/93; 4Ob78/97t; 4Ob11/99t; 3Ob108/97x; 1Ob256/97x; 3Ob264/98i; 9Ob35/00p; 9ObA201/01a; 1Ob149/02x; 8Ob143/03t; 3Ob107/06s; 1Ob241/22f; 1Ob254/22t; 1Ob197/23m

Norm

EheG §83 Abs1

Rechtssatz

Im Rahmen der Billigkeitserwägungen soll der Richter darauf achten, dass die Folgen der Scheidung in wirtschaftlicher Hinsicht in einer für beide Ehegatten möglichst ausgeglichenen Weise geregelt werden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1980-06-18 6 Ob 535/80

Veröff: JBl 1981,429

TE OGH 1981-02-12 7 Ob 524/81

TE OGH 1982-01-26 5 Ob 788/81

TE OGH 1982-02-23 5 Ob 589/81

Auch

TE OGH 1982-02-24 3 Ob 664/81

Veröff: EvBl 1982/113 S 395

TE OGH 1982-02-23 5 Ob 23/81

TE OGH 1982-02-17 1 Ob 534/82

Veröff: RZ 1983/16 S 66

TE OGH 1982-03-30 5 Ob 669/81

Veröff: SZ 55/45 = JBl 1983,598

TE OGH 1982-07-28 3 Ob 614/82

Beisatz: Das bedeutet nicht, dass das Gesetz eine nach freiem Ermessen zu treffende mit möglichst geringem Aufwand verbundene Billigkeitsentscheidung wünscht. (T1)

TE OGH 1983-03-01 5 Ob 776/82

TE OGH 1983-09-27 5 Ob 677/83

TE OGH 1983-12-13 2 Ob 555/82

TE OGH 1984-04-04 1 Ob 527/84

TE OGH 1984-04-04 1 Ob 525/84

TE OGH 1984-04-19 7 Ob 551/84

Beisatz: Wenn auch eine allzu drastische Verminderung der Lebensverhältnisse der ehemaligen Ehegatten vermieden werden soll, kann dies doch nicht soweit gehen, dass ein Ehegatte unter Hinweis auf die Vermögenslosigkeit und Einkommenslosigkeit des anderen Ehegatten nahezu entschädigungslos zur Aufgabe seiner Wohnung verhalten werden soll. (T2)

TE OGH 1984-08-31 1 Ob 610/84

TE OGH 1984-10-30 2 Ob 644/84

Vgl auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Einfamilienhaus. (T3)

TE OGH 1984-11-08 8 Ob 579/84

TE OGH 1984-11-29 7 Ob 515/84

Auch; Veröff: JBl 1986,116

TE OGH 1985-05-09 7 Ob 564/85

TE OGH 1985-10-24 8 Ob 586/85

TE OGH 1985-12-18 3 Ob 624/85

Veröff: EvBl 1986/112 S 403

TE OGH 1986-10-14 5 Ob 574/85

TE OGH 1986-12-02 2 Ob 547/86

TE OGH 1987-05-12 2 Ob 704/86

TE OGH 1988-01-14 6 Ob 710/87

Veröff: SZ 61/4

TE OGH 1988-01-20 1 Ob 716/87

TE OGH 1988-03-23 3 Ob 544/87

TE OGH 1988-05-27 3 Ob 517/88

TE OGH 1988-07-07 8 Ob 519/88

Auch; Beisatz: Die Aufteilung nach Billigkeit hat die Anpassung der Rechtsfolgen an die besondere Lage des Einzelfalles zum Ziel, damit die durch die Vielgestaltigkeit der Lebensverhältnisse notwendige Differenzierung vorgenommen und eine dem natürlichen Gerechtigkeitsempfinden entsprechende Entscheidung gefällt wird. (T4)

TE OGH 1988-07-14 8 Ob 579/88

TE OGH 1988-09-28 1 Ob 631/88

TE OGH 1988-11-09 1 Ob 669/88

TE OGH 1988-11-10 7 Ob 687/88

Ähnlich; Beisatz: Die Zuweisung der alleinigen Mietrechte an der Ehewohnung an den Antragsgegner würde nicht der Billigkeit entsprechen, wenn damit die an der Ehescheidung schuldlose Antragstellerin in unzumutbare wirtschaftliche Schwierigkeiten kommen würde. (T5)

TE OGH 1989-07-05 2 Ob 506/89

TE OGH 1989-11-30 8 Ob 704/89

Auch; Beisatz: Oberster Grundsatz bei der Aufteilung ist gemäß Paragraph 83, Absatz eins, EheG deren Vornahme nach Billigkeit. (T6)

TE OGH 1991-09-18 1 Ob 595/91

Auch

TE OGH 1994-03-09 7 Ob 530/93

Auch; Beis wie T4; Veröff. SZ 67/38

TE OGH 1997-03-18 4 Ob 78/97t

TE OGH 1999-02-04 4 Ob 11/99t

Auch

TE OGH 1999-01-27 3 Ob 108/97x

Vgl auch; Beisatz: Die Vermögenslosigkeit und geringeres Einkommen eines Ehegatten darf nicht dazu führen, dass der andere Gatte sein Eigentum entschädigungslos oder gegen unverhältnismäßig geringe Gegenleistung aufgeben muss. (T7)

TE OGH 1998-01-27 1 Ob 256/97x

Beisatz: Es soll beiden Ehegatten die bisherigen Lebensgrundlagen bewahrt, der Beginn eines neuen Lebensabschnitts erleichtert und eine allzu drastische Verminderung der Lebensverhältnisse der ehemaligen Ehegatten vermieden werden. (T8)

TE OGH 2000-03-22 3 Ob 264/98i

Beis wie T2 nur: Eine allzu drastische Verminderung der Lebensverhältnisse der ehemaligen Ehegatten soll vermieden werden. (T9)

TE OGH 2000-05-31 9 Ob 35/00p

Beis wie T7

TE OGH 2002-02-20 9 ObA 201/01a

Auch; Beis wie T4; Beis wie T6

TE OGH 2002-09-30 1 Ob 149/02x

Vgl auch; Beisatz: Eine Entschädigung ist vielmehr erst dann als billig anzusehen, wenn sie von der Gemeinschaft der Normunterworfenen auf der Grundlage tragender Grundsätze der gesamten Rechtsordnung und der Umstände des Einzelfalls als gerecht empfunden wird. Diesem Maßstab im jeweiligen Einzelfall gerecht zu werden, ist eine Aufgabe, die der Gesetzgeber den Gerichten in vielen Einzelfragen der staatlichen Vollziehung anvertraut, weil sich das in den unterschiedlichen Einzelfällen Billige eben nicht im abstrakten Korsett generalisierender gesetzlicher Tatbestände definieren lässt. (T10); Veröff: SZ 2002/124

TE OGH 2003-12-18 8 Ob 143/03t

Vgl auch; Beis wie T7

TE OGH 2006-07-26 3 Ob 107/06s

Auch; Beis wie T7

TE OGH 2023-01-27 1 Ob 241/22f

vgl; Beisatz: Hier: Berücksichtigung der Wertsteigerung der Ehewohnung, die dadurch eingetreten ist, dass das an der Ehewohnung zugunsten der Mutter der Frau verbücherte Wohnrecht sowie Belastungs- und Veräußerungsverbot gelöscht und im Gegenzug auf einer im Hälfteeigentum der ehemaligen Ehegatten stehenden Liegenschaft einverleibt wurde. (T11)

TE OGH 2023-01-27 1 Ob 254/22t

Beisatz: Bei Haustieren entspricht dem Grundsatz der Billigkeit mangels maßgeblicher wirtschaftlicher Kriterien für die Zuteilung des Tieres auf die stärkere oder schwächere emotionale Beziehung der Gatten zu diesem abzustellen. (T12)

Beisatz: hier: Aufteilung eines während der Ehe angeschafften „Familienhaustieres“ (Katze). (T13)

TE OGH 2024-03-05 1 Ob 197/23m

Beisatz: Es bestehen keine Bedenken gegen die Nichtberücksichtigung eines künftigen „Pensionsnachteils“ aufgrund von Kinderbetreuungszeiten. Der (Eigen-)Pensionsbezug der Antragsgegnerin wäre auch bei Weiterbestand der Ehe nicht höher ausgefallen. (T14)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0057852