Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

20.12.1979

Geschäftszahl

8Ob210/79; 2Ob146/80; 2Ob114/80; 2Ob110/81 (2Ob111/81); 8Ob86/85; 2Ob54/94; 7Ob33/98y; 2Ob333/01m; 2Ob238/07z; 6Ob75/08k

Norm

ABGB §1325 D2a; ABGB §1325 D6

Rechtssatz

Die wirtschaftlich eingesetzte Arbeitskraft stellt einen selbständigen Wert dar, der bei Vernichtung dieser Arbeitskraft (zeitweise oder dauernd, gänzlich oder teilweise) vom Schädiger zu ersetzen ist, auch wenn der Verletzte die bisher empfangene Gegenleistung weiterhin von jemanden nicht in der Absicht, damit den Schädiger zu entlasten, erhält. (hier: landwirtschaftlicher Facharbeiter und künftiger Hofübernehmer; die Minderung der Arbeitsleistung wird durch höheren persönlichen Einsatz seines Vater und durch Nachbarschaftshilfe gegen Entleihung von Maschinen zum Teil ausgeglichen.)

Entscheidungstexte

TE OGH 1979/12/20 8 Ob 210/79

Veröff: ZVR 1980/231 S 221

TE OGH 1980/11/04 2 Ob 146/80

Auch

TE OGH 1981/02/17 2 Ob 114/80

nur: Die wirtschaftlich eingesetzte Arbeitskraft stellt einen selbständigen Wert dar, der bei Vernichtung dieser Arbeitskraft (zeitweise oder dauernd, gänzlich oder teilweise) vom Schädiger zu ersetzen ist. (T1); Beisatz: Ehefrau des zukünftigen Hofübernehmers. (T2)

TE OGH 1981/12/01 2 Ob 110/81

Auch; Beisatz: Verhinderte Instandsetzungsarbeiten an dem mit Ehegattin gemeinsam bewohnten Haus. (T3) Veröff: ZVR 1982/188

TE OGH 1986/02/27 8 Ob 86/85

Beisatz: Hier: Bäuerin wird durch Verwandte und Nachbarschaftshilfe entlastet. (T4) Veröff: ZVR 1987/56 S 151

TE OGH 1994/06/30 2 Ob 54/94

TE OGH 1998/08/10 7 Ob 33/98y

Beisatz: Für solche Hilfskräfte kann der sonst übliche Bruttolohn in Rechnung gestellt werden. (T5)

TE OGH 2002/01/10 2 Ob 333/01m

nur T1

TE OGH 2008/02/14 2 Ob 238/07z

Beisatz: Der Schädiger soll durch Mehrleistungen des Verletzten oder unentgeltliche Hilfe von Dritten nicht entlastet werden. (T6)

TE OGH 2008/07/07 6 Ob 75/08k

Auch; Beisatz: Hier: Die Mitwirkung am Ausbau des Hauses war von vornherein geplant und entsprach der (Lebens-)Planung des Klägers. Daher Anspruch auf Ersatz der Beträge, die er seinem Sohn dafür bezahlen musste, dass dieser diejenigen Innenausbauarbeiten vornahm, die ohne den von der beklagten Partei zu vertretenden Kunstfehler der Kläger selbst vorgenommen hätte. (T7)

Rechtssatznummer

RS0030658