Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0041489

Entscheidungsdatum

19.12.2024

Geschäftszahl

6Ob569/79; 8Ob35/85; 2Ob131/88; 2Ob205/02i (2Ob206/02m); 9ObA29/05p; 3Ob78/05z; 4Ob34/08s; 5Ob283/08s; 1Ob227/08a; 6Ob8/10k; 2Ob197/10z; 7Ob125/12a; 9Ob39/15y; 9ObA53/17k; 6Ob176/17a; 9ObA68/17s; 9ObA15/19z; 6Ob71/20i (6Ob189/20t); 10ObS163/20y; 9ObA11/21i; 1Ob147/22g; 8Ob26/23s; 16Ok3/23m; 9Ob45/23t; 4Ob195/23i; 7Ob180/24g; 2Ob204/24z; 1Ob108/24z

Norm

FBG §26

ZPO §419 A

Rechtssatz

Die Urteilsberichtigung findet nach der Lehre ihre theoretische Grundlage in der Tatsache, dass der materielle Gehalt der Entscheidung durch den Entscheidungswillen des Gerichtes bestimmt wird. Die offenbare Unrichtigkeit, welche einer Berichtigung im Sinne des Paragraph 419, Absatz eins, ZPO zugänglich ist, darf daher nur die Wiedergabe des zur Zeit der Entscheidung bestehenden Entscheidungswillens des erkennenden Richters nach außen betreffen, es muss sich also um eine Diskrepanz zwischen Gewolltem und Erklärtem handeln.

Entscheidungstexte

TE OGH 1979-04-25 6 Ob 569/79

TE OGH 1985-06-19 8 Ob 35/85

TE OGH 1989-01-10 2 Ob 131/88

TE OGH 2002-09-05 2 Ob 205/02i

Auch

TE OGH 2006-02-22 9 ObA 29/05p

Auch

TE OGH 2006-01-25 3 Ob 78/05z

nur: Die offenbare Unrichtigkeit, welche einer Berichtigung im Sinne des Paragraph 419, Absatz eins, ZPO zugänglich ist, darf daher nur die Wiedergabe des zur Zeit der Entscheidung bestehenden Entscheidungswillens des erkennenden Richters nach außen betreffen. (T1)

Beisatz: Nicht der Inhalt des Entscheidungswillens, sondern nur Fehler bei der Wiedergabe des Entscheidungswillens sind berichtigungsfähig. Für eine Änderung des klar zum Ausdruck gebrachten Entscheidungswillens bleibt kein Raum. (T2)

TE OGH 2008-03-11 4 Ob 34/08s

Auch

TE OGH 2009-01-13 5 Ob 283/08s

Beisatz: Die Berichtigungsvorschriften der Paragraphen 419, 430, ZPO sollen dem Gericht die Anpassung der Entscheidungserklärung an den Entscheidungswillen ermöglichen. (T3)

Bem: Hier: In Verbindung mit Paragraph 41, AußStrG 2005. (T4)

TE OGH 2009-03-31 1 Ob 227/08a

Auch

TE OGH 2010-03-19 6 Ob 8/10k

nur: Die offenbare Unrichtigkeit, welche einer Berichtigung im Sinne des Paragraph 419, Absatz eins, ZPO zugänglich ist, darf daher nur die Wiedergabe des zur Zeit der Entscheidung bestehenden Entscheidungswillens des erkennenden Richters nach außen betreffen, es muss sich also um eine Diskrepanz zwischen Gewolltem und Erklärtem handeln. (T5)

Bem: Hier: Paragraph 26, Absatz eins, FBG. (T6)

TE OGH 2011-03-29 2 Ob 197/10z

Vgl auch; Beisatz: Keine Berichtigung eines Kostenzuspruchs, der dem Entscheidungswillen des Senats entsprach. (T7)

TE OGH 2012-09-26 7 Ob 125/12a

Auch; Auch Beis wie T2

TE OGH 2015-10-28 9 Ob 39/15y

TE OGH 2017-09-27 9 ObA 53/17k

TE OGH 2017-11-21 6 Ob 176/17a

Auch

TE OGH 2017-11-28 9 ObA 68/17s

TE OGH 2019-05-15 9 ObA 15/19z

nur T1

TE OGH 2020-09-09 6 Ob 71/20i

TE OGH 2021-01-19 10 ObS 163/20y

Beisatz: Eine Entscheidungsberichtigung iSd Paragraph 419, Absatz eins, ZPO ist bei einer Diskrepanz zwischen Erklärtem und Gewolltem zulässig. (T8)

TE OGH 2021-03-24 9 ObA 11/21i

Beisatz: Hier: Konkordanz zwischen dem geäußerten Entscheidungswillen und dem Spruch der Entscheidung des Berufungsgerichts wurde durch Berichtigungsbeschluss hergestellt; Berichtigung des Urteilsspruchs. (T9)

TE OGH 2022-10-12 1 Ob 147/22g

Vgl; Beisatz: Hier: Umfang des gerichtlichen Übergabsauftrags. (T10)

TE OGH 2023-05-24 8 Ob 26/23s

vgl

TE OGH 2023-05-11 16 Ok 3/23m

TE OGH 2023-10-18 9 Ob 45/23t

Beisatz wie T9

Beisatz: Entscheidungen der Vorinstanzen können insbesondere auch aus Anlass der Zurückweisung einer Revision berichtigt werden. (T11)

Anmerkung, vergleiche 8 ObA 31/21y sowie 1 Ob 147/22g

TE OGH 2024-01-25 4 Ob 195/23i

vgl

TE OGH 2024-12-18 7 Ob 180/24g

vgl

TE OGH 2024-12-12 2 Ob 204/24z

vgl; Beisatz: Hier: Offenkundige Verwechslung der bekämpften Feststellungen "F2" und "F3" durch das Berufungsgericht. (T12)

TE OGH 2024-12-19 1 Ob 108/24z

vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0041489