Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0053509

Entscheidungsdatum

26.06.2024

Geschäftszahl

1Ob548/79; 4Ob11/83; 7Ob589/83; 4Ob116/83 (4Ob117/83); 4Ob143/83; 4Ob123/84; 8Ob512/87; 4Ob364/87; 10ObS166/87; 9ObA101/88; 6Ob694/88; 10ObS237/88; 8Ob704/88; Okt2/89; Okt3/89; 10ObS10/90; 10ObS202/90; 10ObS259/90; 1Ob33/91; 10ObS253/93; 1Ob502/96; 10ObS2354/96s; 10ObS159/98z; 10ObS167/98a; 10ObS261/98z; 10ObS289/98t; 10ObS292/98h; 10ObS291/98m; 10ObS298/98s; 10ObS284/98g; 10ObS290/98i; 10ObS317/98k; 1Ob151/98g; 10ObS312/98z; 6Ob44/99k; 10ObS266/99m; 9ObA195/99p; 8ObS23/00s; 2Ob41/00v; 10ObS44/00v; 10ObS400/01y; 10ObS73/02m; 10ObS360/01s; 5Ob144/02s; 10ObS205/02y; 10ObS360/02t; 10ObS427/02w; 9ObA140/05m; 7Ob248/05d; 10ObS132/05t; 10ObS62/06z; 10ObS94/06f; 10ObS126/06m; 10ObS162/06f; 10ObS182/06x; 10ObS107/07v; 9ObA66/07g; 9ObA41/08g; 2Ob252/09m; 2Ob33/10g; 9ObA146/12d; 9ObA66/13s; 10ObS30/16h; 8ObA57/15p; 9ObA107/17a; 9ObA88/19k; 8ObA67/22v; 9Ob37/24t

Norm

ABGB §879 Abs1 CIIo1

BSVG §111

BSVG §111 Abs6 Z2

B-VG Art7

Rechtssatz

Der Gleichheitsgrund bindet auch den Bundesgesetzgeber (ständige Judikatur des VfGH seit VfGHSlg 1451). Der Gesetzgeber ist demnach verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen (VfGHSlg 2956, 5727). Unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen ihre Grundlage haben sind verfassungswidrig, weil sie nicht sachlich gerechtfertigt sind (VfGHSlg 3754, 4140, 4392, 7786, 7947; Walter - Mayer, Bundesverfassungsrecht 2. Auflage 331). Dabei ist es zulässig, von einer durchschnittlichen Betrachtung auszugehen und auf den Regelfall abzustellen (VfGHSlg 5318).

Entscheidungstexte

TE OGH 1979-03-14 1 Ob 548/79

TE OGH 1983-02-22 4 Ob 11/83

nur: Dabei ist es zulässig, von einer durchschnittlichen Betrachtung auszugehen und auf den Regelfall abzustellen. (T1)

Veröff: Arb 10221

TE OGH 1983-05-05 7 Ob 589/83

Auch

TE OGH 1984-11-27 4 Ob 116/83

Auch; nur T1; Veröff: JBl 1985,756

TE OGH 1985-02-05 4 Ob 143/83

nur: Der Gesetzgeber ist demnach verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen (VfGHSlg 2956, 5727). Unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen ihre Grundlage haben sind verfassungswidrig, weil sie nicht sachlich gerechtfertigt sind. (T2)

TE OGH 1986-01-14 4 Ob 123/84

nur T2; Beisatz: Der VfGH hat schon mehrfach ausgesprochen (Slg 5481, 5799, 7040, 7705 ua), dass es dem Gesetzgeber nicht verwehrt ist, von einem einmal gewählten Ordnungsprinzip abzugehen, sofern nur die betreffende Regelung in sich sachlich begründbar ist. (T3)

Veröff: Arb 10512

TE OGH 1987-03-26 8 Ob 512/87

Auch

TE OGH 1987-09-15 4 Ob 364/87

Auch; nur T2; Veröff: SZ 60/172 = JBl 1988,50

TE OGH 1988-02-09 10 ObS 166/87

Auch; nur: Der Gesetzgeber ist demnach verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen (VfGHSlg 2956, 5727). Unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen ihre Grundlage haben sind verfassungswidrig, weil sie nicht sachlich gerechtfertigt sind (VfGHSlg 3754, 4140, 4392. Dabei ist es zulässig, von einer durchschnittlichen Betrachtung auszugehen und auf den Regelfall abzustellen (VfGHSlg 5318). (T4)

Beis wie T3

Veröff: SSV-NF 2/14

TE OGH 1988-06-01 9 ObA 101/88

Auch; nur T2; Veröff: SZ 61/141 = JBl 1989,124 = ZAS 1988/25 S 197

TE OGH 1988-11-24 6 Ob 694/88

nur T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 61/261

TE OGH 1988-12-20 10 ObS 237/88

nur T1; Veröff: SSV-NF 2/138

TE OGH 1989-03-02 8 Ob 704/88

Auch; nur T2

TE OGH 1989-09-20 Okt 2/89

Vgl auch; nur T2; Beisatz: Der Gesetzgeber kann Unterschiede im Tatsächlichen auch unterschiedlich regeln. (Hier: Beschränkung auf Händler in Paragraph 3, a NahversG). (T5)

Veröff: WBl 1989,370

TE OGH 1989-09-20 Okt 3/89

Vgl auch; nur T2; Beis wie T5

TE OGH 1990-01-23 10 ObS 10/90

nur T2

TE OGH 1990-06-12 10 ObS 202/90

TE OGH 1990-09-18 10 ObS 259/90

TE OGH 1991-09-18 1 Ob 33/91

Auch; nur T2; Veröff: JBl 1992,249 = ZVR 1992/57 S 119

TE OGH 1994-01-18 10 ObS 253/93

nur T1; Beisatz: Dass dabei Härtefälle entstehen können, macht das Gesetz nicht gleichheitswidrig (zB VfSlg 3568, 9908, 10276). Dem Gesetzgeber muss es - insbesondere auch im Interesse der Verwaltungsökonomie - gestattet sein, eine einfache und leicht handhabbare Regelung zu treffen (VfSlg 10455). (T6)

TE OGH 1996-04-23 1 Ob 502/96

Vgl; nur T2; Beis wie T5

TE OGH 1996-11-05 10 ObS 2354/96s

Auch; nur T1; Beis wie T6 nur: Dass dabei Härtefälle entstehen können, macht das Gesetz nicht gleichheitswidrig. (T7)

TE OGH 1998-05-19 10 ObS 159/98z

nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-05-19 10 ObS 167/98a

nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-08-18 10 ObS 261/98z

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 289/98t

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 292/98h

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 291/98m

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 298/98s

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 284/98g

Auch; nur T1

TE OGH 1998-09-01 10 ObS 290/98i

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-10-13 10 ObS 317/98k

Auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 1998-11-24 1 Ob 151/98g

Vgl auch; nur: Der Gesetzgeber ist demnach verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen. (T8)

TE OGH 1999-01-12 10 ObS 312/98z

Vgl auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 72/1

TE OGH 1999-04-22 6 Ob 44/99k

Vgl auch; Beis wie T5; Beisatz: Rechtsmittelbeschränkung. (T9)

TE OGH 1999-11-09 10 ObS 266/99m

Vgl auch; nur T2; Beisatz: Eine Verlängerung der Anspruchsdauer des Karenzgeldes durch die Inanspruchnahme einer Teilzeitbeihilfe ist auch nach den im vorliegenden Fall bereits anzuwendenden Bestimmungen des KGG somit nicht vorgesehen. (T10)

TE OGH 2000-01-26 9 ObA 195/99p

nur T1; Beis wie T7

TE OGH 2000-02-24 8 ObS 23/00s

Auch; nur T1; Beis ähnlich T6

TE OGH 2000-03-16 2 Ob 41/00v

Vgl auch; nur T2

TE OGH 2000-03-21 10 ObS 44/00v

nur T1; Beis wie T6

TE OGH 2001-12-11 10 ObS 400/01y

Beis wie T6

TE OGH 2002-04-30 10 ObS 73/02m

Vgl auch; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Paragraph eins, KGEG. (T11)

TE OGH 2002-09-17 10 ObS 360/01s

Vgl auch; nur T1; Beis wie T7

TE OGH 2002-06-25 5 Ob 144/02s

Auch; nur T1

TE OGH 2002-11-12 10 ObS 205/02y

Vgl auch; Beisatz: Der Gleichheitssatz setzt dem Gesetzgeber insofern verfassungsrechtliche Schranken, als er ihm verbietet, sachlich nicht begründbare Regelungen zu treffen (VfSlg 13743, 11369 mwN ua). Dem einfachen Gesetzgeber ist es jedoch durch den Gleichheitssatz nicht verwehrt, seine jeweiligen rechtspolitischen Vorstellungen im Rahmen vertretbarer Zielsetzungen auf die ihm geeignet erscheinende Art zu verwirklichen (VfSlg 13743; 7973 mwN ua). (T12)

Veröff: SZ 2002/151

TE OGH 2002-11-12 10 ObS 360/02t

Vgl auch; Beis wie T12

TE OGH 2003-12-16 10 ObS 427/02w

Auch; nur T1; nur T5; Beis wie T6; Beis wie T7

TE OGH 2005-09-30 9 ObA 140/05m

Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Rechtsmittelbelehrung gemäß Paragraph 15 k, Absatz 6, MSchG. (T13)

TE OGH 2006-03-08 7 Ob 248/05d

Auch

TE OGH 2006-08-17 10 ObS 132/05t

Auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Paragraph 264, Absatz 2 und 3 ASVG in der Fassung BGBl römisch eins 2004/78. (T14)

TE OGH 2006-08-17 10 ObS 62/06z

Auch; Beis wie T6; Beis wie T14

TE OGH 2006-08-17 10 ObS 94/06f

Auch; Beis wie T6; Beis wie T14

TE OGH 2006-08-17 10 ObS 126/06m

Vgl auch; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Zur Frage, ob eine Betriebspension Erwerbseinkommen iSd Paragraph 91, Abs1 ASVG und daher auch iSd Paragraph 264, Absatz 5, ASVG sei. (T15)

TE OGH 2006-10-24 10 ObS 162/06f

Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T14

TE OGH 2006-11-14 10 ObS 182/06x

Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T14

TE OGH 2007-09-11 10 ObS 107/07v

Auch; Beis wie T7

TE OGH 2008-08-20 9 ObA 66/07g

nur T2

TE OGH 2009-06-29 9 ObA 41/08g

Beisatz: Hier: Zu Paragraph 22 a, Absatz 11, BEinstG. (T16)

TE OGH 2010-03-25 2 Ob 252/09m

Auch; nur T2; Beisatz: Nur sachlich gerechtfertigte Differenzierungen sind zulässig. (T17)

Beisatz: Hier: Paragraph 25, Absatz 3, GSpG. (T18)

TE OGH 2010-04-22 2 Ob 33/10g

Vgl; Auch Beis wie T7; Beisatz: Der Gleichheitssatz schließt einen rechtspolitischen Gestaltungsspielraum nicht aus. Unzulässig sind nur exzessive Regelungen. (T19)

Beisatz: Kann ein „vernünftiger“ Grund (für eine Ungleichbehandlung) bejaht werden, ist eine Norm gleichheitsrechtlich unbedenklich, wenn sie dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entspricht. (T20)

TE OGH 2013-03-19 9 ObA 146/12d

Auch

TE OGH 2013-08-27 9 ObA 66/13s

Auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Hier: Keine Bedenken gegen die Verfassungsmäßigkeit des Paragraph 24, Absatz 9, VBG. (T21)

TE OGH 2016-05-10 10 ObS 30/16h

Auch; Beis wie T7

TE OGH 2016-06-28 8 ObA 57/15p

nur: Der Gesetzgeber ist demnach verpflichtet, an gleiche Tatbestände gleiche Rechtsfolgen zu knüpfen (VfGHSlg 2956, 5727). Unterschiedliche Regelungen, die nicht in entsprechenden Unterschieden im Tatsächlichen ihre Grundlage haben sind verfassungswidrig, weil sie nicht sachlich gerechtfertigt sind (VfGHSlg 3754, 4140, 4392, 7786, 7947; Walter - Mayer, Bundesverfassungsrecht 2. Auflage 331). (T22)

TE OGH 2017-10-30 9 ObA 107/17a

Auch; Veröff: SZ 2017/124

TE OGH 2019-08-27 9 ObA 88/19k

Auch

TE OGH 2022-10-24 8 ObA 67/22v

nur T2; Beisatz: Hier: Provisionsvereinbarung. (T23)

TE OGH 2024-06-26 9 Ob 37/24t

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0053509