OGH
28.11.1978
11Os172/77; 11Os137/78; 12Os138/81; 13Os182/81; 9Os8/82; 9Os16/84; 14Os120/89; 14Os127/90
FinStrG §55; StPO §5 A
Im Gerichtsverfahren ist, - über den Bereich des Paragraph 55, FinStrG hinaus - vom Bestand der sich aus der bescheidmäßig (rechtskräftig) endgültigen Abgabenfestsetzung ergebenden Abgabenschuld und der sich daraus ergebenden Abgabenverkürzung, als abgabenrechtliche " Vorfrage" auszugehen.
TE OGH 1978/11/28 11 Os 172/77
TE OGH 1979/02/13 11 Os 137/78
TE OGH 1981/12/10 12 Os 138/81
Vgl; Beisatz: Mangels rechtskräftiger Abgabenbescheide ist diese Vorfrage vom Gericht zu lösen. (T1) Veröff: EvBl 1982/122 S 404
TE OGH 1982/04/15 13 Os 182/81
Vgl; Beisatz: Im Fall von durch Nichtabgabe von Steuererklärungen bescheidmäßig zu niedrig festgesetzten Abgaben ist die Verkürzung keineswegs gleich der schließlich bescheidmäßig festgestellten Abgabenschuld. (T2) Veröff: EvBl 1982/123 S 405
TE OGH 1982/04/23 9 Os 8/82
nur: Im Gerichtsverfahren ist, - über den Bereich des Paragraph 55, FinStrG hinaus - vom Bestand der sich aus der bescheidmäßig (rückwirkend) endgültigen Abgabenfestsetzung ergebenden Abgabenschuld auszugehen. (T3)
TE OGH 1984/05/22 9 Os 16/84
Vgl auch
TE OGH 1989/11/15 14 Os 120/89
TE OGH 1991/11/21 14 Os 127/90
Gegenteilig; Verstärkter Senat; Beisatz: Keine Bindungswirkung von Abgabenbescheiden. (T4) Veröff: EvBl 1992/26 S 93 = JBl 1992,656 (zustimmend Seiler) = RZ 1993/47 S 142
RS0087275