Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0012340

Entscheidungsdatum

08.11.1978

Geschäftszahl

1Ob728/78; 1Ob583/80; 7Ob675/80; 6Ob563/81; 5Ob685/81; 7Ob798/81; 5Ob523/82; 1Ob532/82; 6Ob1/82; 2Ob589/82; 4Ob520/83; 5Ob655/83; 6Ob577/83; 1Ob561/84; 8Ob629/84; 7Ob675/85; 2Ob709/86; 8Ob553/87; 2Ob590/89; 10Ob2335/96x; 6Ob189/98g; 7Ob189/99s; 4Ob151/02p; 2Ob308/01k; 5Ob158/04b; 7Ob185/05i; 6Ob18/06z; 10Ob16/07m; 8Ob127/08x; 8Ob112/08s; 2Ob128/10b; 2Ob20/12y; 2Ob41/11k; 8Ob69/14a; 2Ob220/17t

Norm

ABGB §552; ABGB §655; ZPO §503 Z4 E4c18

Rechtssatz

Die letztwillige Erklärung stellt nicht die einzige Quelle der Auslegung dar, es sind auch außerhalb dieser Anordnung liegende Umstände aller Art, sonstige mündliche oder schriftliche Äußerungen sowie ausdrückliche oder konkludente Erklärungen des Erblassers zur Auslegung heranzuziehen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1978-11-08 1 Ob 728/78

TE OGH 1980-06-04 1 Ob 583/80

Auch

TE OGH 1980-10-02 7 Ob 675/80

Auch

TE OGH 1981-03-30 6 Ob 563/81

TE OGH 1981-10-20 5 Ob 685/81

TE OGH 1982-01-21 7 Ob 798/81

TE OGH 1982-03-02 5 Ob 523/82

TE OGH 1982-04-21 1 Ob 532/82

TE OGH 1983-02-03 6 Ob 1/82

Auch

TE OGH 1983-02-22 2 Ob 589/82

TE OGH 1983-04-12 4 Ob 520/83

TE OGH 1983-12-06 5 Ob 655/83

NZ 1984,130

TE OGH 1984-04-26 6 Ob 577/83

Auch; Beisatz: Die Bedeutung einer Teststelle in einer letztwilligen Verfügung muss unter Heranziehung aller Tatumstände, die einen Rückschluss auf den wahren Willen des Erblassers im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erlauben, erforscht werden. (T1)

TE OGH 1984-05-23 1 Ob 561/84

NZ 1985,26

TE OGH 1985-02-28 8 Ob 629/84

TE OGH 1986-01-16 7 Ob 675/85

Auch; Beisatz hier: Berücksichtigung des korrespondierenden Testaments des Ehegatten. (T2)

TE OGH 1987-04-07 2 Ob 709/86

TE OGH 1987-07-08 8 Ob 553/87

TE OGH 1989-12-19 2 Ob 590/89

NZ 1991,315

TE OGH 1996-11-05 10 Ob 2335/96x

Auch; Beis wie T1; Beisatz: Die Auslegung soll möglichst so erfolgen, dass der vom Erblasser beabsichtigte Erfolg eintritt und er wenigstens teilweise aufrecht bleibt. (T3) Veröff: SZ 69/247

TE OGH 1998-10-15 6 Ob 189/98g

Veröff: SZ 71/166

TE OGH 1999-09-01 7 Ob 189/99s

TE OGH 2002-08-20 4 Ob 151/02p

Beisatz: Freilich muss nach ständiger Rechtsprechung die Auslegung in der letztwilligen Verfügung irgendeinen, wenn auch noch so geringen Anhaltspunkt finden und darf nicht völlig dem unzweideutig ausgedrückten Willen zuwiderlaufen. Den Vorzug verdient eine Auslegung, bei der die Verfügung aufrecht bleiben kann. (T4)

TE OGH 2003-02-13 2 Ob 308/01k

Beis wie T4 nur: Freilich muss nach ständiger Rechtsprechung die Auslegung in der letztwilligen Verfügung irgendeinen, wenn auch noch so geringen Anhaltspunkt finden und darf nicht völlig dem unzweideutig ausgedrückten Willen zuwiderlaufen. (T5)

TE OGH 2004-09-28 5 Ob 158/04b

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2005-08-31 7 Ob 185/05i

Vgl auch; Beisatz: Andere außerhalb der Urkunde liegende Umstände dürfen nicht zur Feststellung des Inhalts, sondern nur zur Auslegung des (leserlichen) Inhalts. (T6)

TE OGH 2006-04-06 6 Ob 18/06z

Auch; Beisatz: Der Grundsatz, wonach der Absicht des Erblassers nur gefolgt werden darf, wenn sie noch irgendeinen Anhaltspunkt im Wortlaut der letztwilligen Verfügung selbst finde („Andeutungstheorie), wird im österreichischen Recht traditionell weniger streng als in Deutschland gesehen. (T7); Veröff: SZ 2006/57

TE OGH 2007-03-20 10 Ob 16/07m

Auch; Beis wie T5

TE OGH 2008-10-14 8 Ob 127/08x

Auch; Beisatz: Zur Ermittlung des Willens des Erblassers sind alle Umstände, insbesondere mündliche und schriftliche Äußerungen des Erblassers sowie sein Verhalten gegenüber der bedachten Person zu berücksichtigen. (T8)

TE OGH 2009-02-23 8 Ob 112/08s

Beis wie T3; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T7; Beisatz: Außerhalb der Urkunde liegende Umstände, die einen Rückschluss auf den wahren Willen des Erblassers im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erlauben, dürfen nicht zur Feststellung eines nicht erklärten Inhalts, wohl aber zur Auslegung des Inhalts der Verfügung herangezogen werden. (T9)

TE OGH 2010-11-11 2 Ob 128/10b

Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9; Beisatz: Am Wortlaut einer letztwilligen Verfügung ist nicht haften zu bleiben. (T10); Veröff: SZ 2010/143

TE OGH 2012-03-08 2 Ob 20/12y

Vgl auch

TE OGH 2012-04-24 2 Ob 41/11k

Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10

Veröff: SZ 2012/49

TE OGH 2014-10-30 8 Ob 69/14a

Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T9

TE OGH 2018-12-17 2 Ob 220/17t

Auch

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0012340