Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0023482

Entscheidungsdatum

25.04.1978

Geschäftszahl

5Ob555/78; 7Ob524/90; 1Ob127/07v; 1Ob150/09d; 8Ob63/17y; 4Ob116/19s

Norm

ABGB §1295 römisch zwei e; ABGB §1313a römisch eins; ABGB §1313a römisch drei b

Rechtssatz

Greift die unerlaubte Handlung des Gehilfen in den Aufgabenbereich, zu dessen Wahrnehmung er vom Schuldner bestimmt worden ist, ein, dann hat der Schuldner nach Paragraph 1313, a ABGB dafür einzustehen, wenn die Handlung des Gehilfen und die sich daraus ergebende Gefahr vorauszusehen war. (Hier: Gastwirtin fordert Gehilfen auf, wegen eines betrunkenen und randalierenden Gastes "nachzusehen"; Gehilfe wirft Gast aus dem Lokal, der dabei verletzt wird).

Entscheidungstexte

TE OGH 1978-04-25 5 Ob 555/78

Veröff: SZ 51/55

TE OGH 1990-06-28 7 Ob 524/90

Veröff: JBl 1991,387 = VersR 1991,1163

TE OGH 2007-11-29 1 Ob 127/07v

Auch; nur: Greift die unerlaubte Handlung des Gehilfen in den Aufgabenbereich, zu dessen Wahrnehmung er vom Schuldner bestimmt worden ist, ein, dann hat der Schuldner nach Paragraph 1313, a ABGB dafür einzustehen, wenn die Handlung des Gehilfen und die sich daraus ergebende Gefahr vorauszusehen war. (T1); Beisatz: Aus der bloßen Erteilung des Auftrags, bei betrunkenen Gästen gleich zu kassieren, kann keine Vorhersehbarkeit von Straftaten gegen Leib und Leben durch den Gehilfen abgeleitet werden. (T2)

TE OGH 2009-09-08 1 Ob 150/09d

Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Verletzung eines Gastes durch den Türsteher. (T3)

TE OGH 2017-09-28 8 Ob 63/17y

Auch; nur T1

TE OGH 2019-11-26 4 Ob 116/19s

Beisatz: Hier: Verletzung eines Zeltfestbesuchers durch einen Ordner. (T4); Veröff: SZ 2019/106

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0023482