Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

27.10.1977

Geschäftszahl

12Os131/77; 13Os51/80; 13Os36/82; 12Os79/82; 12Os20/85; 13Os154/88; 13Os114/92; 14Os128/00

Norm

StGB §14 B;

StGB §302;

Rechtssatz

Ein Tatbeitrag im Sinn Paragraph 12, dritter Fall StGB zu Paragraph 302, StGB verlangt auf der subjektiven Seite des Beteiligten die Gewißheit (Paragraph 5, Absatz 3, StGB) vom Befugnismißbrauch durch den Beamten.

Entscheidungstexte

TE OGH 1977/10/27 12 Os 131/77

Veröff: SSt 48/81

TE OGH 1980/06/12 13 Os 51/80

Vgl auch; Veröff: EvBl 1981/34 S 101

TE OGH 1982/04/29 13 Os 36/82

Veröff: SSt 53/23 = EvBl 1982/200 S 668 = ZVR 1983/43 S 53 (mit Anmerkung von Liebscher)

TE OGH 1982/07/01 12 Os 79/82

TE OGH 1985/06/13 12 Os 20/85

Vgl auch; Beisatz: Hier: Zur Anstiftung zur Untreue. (T1)

TE OGH 1988/12/15 13 Os 154/88

Vgl auch; Beisatz: Anstiftung (dolus ex re). (T2)

TE OGH 1992/11/18 13 Os 114/92

Vgl auch; Beisatz: Der extrane Beteiligte muß einen (zumindest) vorsätzlichen Befugnismißbrauch durch den als unmittelbaren Täter agierenden Beamten für gewiß halten. (T3)

TE OGH 2000/11/14 14 Os 128/00

Auch; Beisatz: Als Beteiligter am Sonderdelikt des Paragraph 302, StGB, dessen Unrecht im Sinne des Paragraph 14, Absatz eins, zweiter Satz StGB davon abhängt, dass der Beamte in bestimmter Weise an der Tat des Beteiligten mitwirkt, also seine Befugnis missbraucht, mit anderen Worten, ihr zumindest bedingt vorsätzlich zuwiderhandelt, ist nur derjenige strafbar, der bezüglich dieses Befugnismissbrauchs wissentlich handelt. (T4)

Rechtssatznummer

RS0096275