Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0037797

Entscheidungsdatum

03.03.1977

Geschäftszahl

2Ob13/77; 2Ob543/77; 5Ob518/78; 4Ob162/77; 5Ob313/78; 6Ob582/79; 6Ob622/79 (6Ob623/79); 5Ob653/79; 8Ob87/79; 5Ob734/79; 4Ob397/79; 1Ob517/80; 1Ob556/80; 5Ob575/80; 7Ob19/80; 5Ob305/81; 8Ob151/81; 7Ob7/82; 1Ob541/82; 4Ob72/82; 5Ob677/82; 2Ob254/82; 7Ob648/82; 7Ob760/82; 8Ob87/83; 2Ob28/84; 6Ob1505/85; 8Ob79/84 (8Ob80/84); 3Ob570/85; 7Ob542/85; 1Ob20/85; 8ObS21/87; 2Ob519/87; 9ObA195/87; 2Ob630/87; 7Ob505/88; 1Ob536/88; 7Ob578/88; 2Ob8/88; 8Ob671/88; 8Ob670/88; 7Ob735/89; 2Ob507/90; 1Ob711/89; 1Ob597/91; 2Ob560/91; 1Ob28/92; 10ObS233/92; 10ObS161/91; 10ObS152/91; 10ObS36/93; 7Ob539/93; 9ObA213/93; 8Ob1630/93; 1Ob28/93; 8Ob502/95; 8Ob613/93; 4Ob1638/95; 4Ob583/95; 10Ob2018/96d; 8Ob2212/96v; 4Ob2025/96i; 10Ob2416/96h; 2Ob2394/96i; 1Ob2003/96g; 4Ob2365/96i; 8Ob2170/96t; 10Ob144/97t; 6Ob80/98b; 9Ob201/98v; 9ObA215/98b; 6Ob197/98h; 8Ob225/98s; 6Ob48/99y; 6Ob260/99z; 2Ob182/98y; 9ObA74/00y; 2Ob156/99a; 9Ob139/00g; 2Ob296/00v; 7Ob290/00y; 7Ob3/01v; 9Ob60/01s; 6Ob263/00w; 3Ob270/01d; 9ObA46/03k; 7Ob195/04h; 3Ob46/04t; 7Ob311/04t; 7Ob26/05g; 3Ob148/04t; 7Ob233/04x; 6Ob95/04w; 9ObA16/05a; 6Ob190/05t; 6Ob29/06t; 6Ob75/06g; 3Ob106/06v; 9Ob83/06f; 2Ob179/06x; 2Ob85/06y; 2Ob105/07s; 2Ob101/07b; 2Ob262/07d; 2Ob18/08y; 1Ob55/09h; 10Ob21/08y; 6Ob44/09b; 4Ob217/09d; 7Ob232/09g; 3Ob69/10h; 3Ob106/10z; 2Ob163/09y; 8ObA20/10i; 9Ob50/09g; 6Ob198/10a; 4Ob199/10h; 7Ob165/10f; 9Ob48/10i; 2Ob186/10g; 2Ob152/11h; 7Ob222/11i; 1Ob240/11t; 8Ob65/12k; 7Ob94/12t; 1Ob125/12g; 8Ob73/12m; 10Ob13/13d; 3Ob126/13w; 3Ob125/13y; 4Ob169/13a; 2Ob243/12t; 7Ob41/14a; 9ObA44/14g; 4Ob200/14m; 1Ob161/14d; 8ObA9/15d; 6Ob20/15g; 10Ob43/15v; 1Ob192/15i; 1Ob12/16w; 1Ob54/16x; 2Ob35/16k; 1Ob218/15p; 2Ob140/16a; 1Ob69/16b; 7Ob158/16k; 3Ob256/16t; 1Ob14/17s; 2Ob130/16f; 9ObA103/17p; 1Ob113/17z; 8ObS9/17g; 8ObA11/18b; 9Ob8/18v; 7Ob210/17h; 7Ob189/17w; 6Ob170/18w; 9Ob50/18w

Norm

ZPO §226 IIIA; ZPO §266 B; ZPO §272 C; ZPO §503 E4c/3

Rechtssatz

Grundsätzlich hat jede Partei die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Tatsachen zu beweisen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1977-03-03 2 Ob 13/77

TE OGH 1977-09-15 2 Ob 543/77

TE OGH 1978-02-14 5 Ob 518/78

TE OGH 1978-03-14 4 Ob 162/77

Veröff: EvBl 1978/145 S 467 = Arb 9672 = IndS 1978 H5,1113

TE OGH 1979-03-20 5 Ob 313/78

TE OGH 1979-05-02 6 Ob 582/79

TE OGH 1979-07-11 6 Ob 622/79

TE OGH 1979-08-28 5 Ob 653/79

Beisatz: Voraussetzungen für Verjährungseinrede des Beklagten. (T1)

TE OGH 1979-09-13 8 Ob 87/79

TE OGH 1979-12-04 5 Ob 734/79

TE OGH 1980-01-15 4 Ob 397/79

TE OGH 1980-03-05 1 Ob 517/80

TE OGH 1980-03-26 1 Ob 556/80

Veröff: SZ 53/54

TE OGH 1980-07-08 5 Ob 575/80

TE OGH 1980-11-13 7 Ob 19/80

Bem: Der ursprüngliche Beisatz T2 wurde zur Vermeidung von Missverständnissen im Zuge einer Nachbearbeitung des Rechtssatzdokuments im Juni 2009 entfernt (T2a)

Veröff: SZ 53/151 = JBl 1982,213

TE OGH 1981-09-29 5 Ob 305/81

Auch

TE OGH 1981-10-15 8 Ob 151/81

Beisatz: Hinsichtlich Verjährung. (T3)

TE OGH 1982-02-11 7 Ob 7/82

Beisatz: Hier: Anspruchskürzung bei nicht ausreichender Versicherungssumme. (T4)

TE OGH 1982-04-21 1 Ob 541/82

Beisatz: Höhe des Kaufpreises. (T5)

TE OGH 1982-06-15 4 Ob 72/82

Veröff: Arb 10143

TE OGH 1982-09-14 5 Ob 677/82

Beisatz: Allerdings ist im Falle eines Beweisnotstandes der Gegner verpflichtet, ihm zur Verfügung stehende Beweismittel dem Beweispflichtigen nicht vorzuenthalten. Hier: Sittenwidrigkeit. (T6)

TE OGH 1982-12-14 2 Ob 254/82

TE OGH 1983-01-13 7 Ob 648/82

Veröff: SZ 56/6 = GesRZ 1983,99 = JBl 1984,436

TE OGH 1983-07-07 7 Ob 760/82

TE OGH 1983-09-22 8 Ob 87/83

Beisatz: Hier: Voraussetzungen für Hemmung der Verjährung. (T7)

TE OGH 1984-05-08 2 Ob 28/84

TE OGH 1985-02-21 6 Ob 1505/85

Auch; Beisatz: Die Behauptungslast und Beweislast trifft denjenigen, der aus dem betreffenden Tatumstand für seinen Standpunkt etwas abzuleiten gedenkt. (T8)

TE OGH 1985-03-21 8 Ob 79/84

Beis wie T3

TE OGH 1985-06-12 3 Ob 570/85

Beisatz: Wer ein subjektives Recht geltend macht, trägt also die Beweislast für den (normalen) Entstehungstatbestand, nicht aber für das Fehlen anomaler Hinderungsgründe und erst recht nicht für den ungestörten Fortbestand des einmal entstandenen Rechtes. (T9)

TE OGH 1985-05-09 7 Ob 542/85

TE OGH 1986-01-15 1 Ob 20/85

Beis wie T1; Veröff: NZ 1986,188

TE OGH 1987-09-02 8 ObS 21/87

TE OGH 1988-02-11 2 Ob 519/87

TE OGH 1988-01-27 9 ObA 195/87

Beisatz: Wer sich darauf beruft, dass ein Recht nicht wirksam geworden oder beseitigt worden sei, muss die rechtshemmenden und rechtsvernichtenden Tatsachen beweisen. (T10)

TE OGH 1988-03-23 2 Ob 630/87

TE OGH 1988-03-24 7 Ob 505/88

TE OGH 1988-04-13 1 Ob 536/88

Veröff: SZ 61/89

TE OGH 1988-05-19 7 Ob 578/88

Auch; Beisatz: Hier: Der Kläger hat die Schadenshöhe zu beweisen, in einem Fall wie dem vorliegenden zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit; Schadenersatz bei Exekutionsvereitelung. (T11)

TE OGH 1988-06-14 2 Ob 8/88

Veröff: ZVR 1989/114 S 189

TE OGH 1989-04-06 8 Ob 671/88

Veröff: RZ 1990/105 S 280

TE OGH 1989-11-30 8 Ob 670/88

Auch; Veröff: SZ 62/191

TE OGH 1990-01-25 7 Ob 735/89

Auch; Beis wie T10

TE OGH 1990-01-31 2 Ob 507/90

Auch; Beis wie T10

TE OGH 1990-11-14 1 Ob 711/89

TE OGH 1991-09-18 1 Ob 597/91

Auch; Beisatz: Auch in Verfahren, die vom Untersuchungsgrundsatz beherrscht werden. (T12)

TE OGH 1991-10-23 2 Ob 560/91

Vgl auch; Beis wie T10

Veröff: SZ 64/147

TE OGH 1992-09-15 1 Ob 28/92

Auch; Beisatz: Soweit nicht abweichende Regeln eingreifen, trägt der Anspruchsteller die Beweislast für alle rechtsbegründenden Tatsachen. (T13)

Veröff: SZ 65/117

TE OGH 1993-03-30 10 ObS 233/92

Beisatz: Der Versicherungsträger, der sich auf einen Rechtsmissbrauch des Versicherten beruft, muss diesen nach der auch in Sozialrechtssachen geltenden Grundregel beweisen. (T14)

Veröff: SZ 66/45

TE OGH 1993-02-23 10 ObS 161/91

Beis wie T14

Veröff: DRdA 1994,47 (Binder)

TE OGH 1993-03-04 10 ObS 152/91

Beis wie T14

Veröff: JBl 1994,191

TE OGH 1993-04-27 10 ObS 36/93

Auch; Beis wie T14

TE OGH 1993-06-30 7 Ob 539/93

Auch; Beis wie T8

TE OGH 1993-09-08 9 ObA 213/93

Beisatz: Dabei ist jedoch hilfsweise darauf Bedacht zu nehmen, dass die Beweislast letztlich wieder die Partei trifft, die den Beweis wegen ihrer "Nähe zum Beweis" leichter erbringen kann. (T15)

TE OGH 1993-10-28 8 Ob 1630/93

Beis wie T12

TE OGH 1994-01-25 1 Ob 28/93

Auch; Beisatz: Derjenige, der ein Recht für sich in Anspruch nimmt, hat auch die rechtsbegründenden Tatsachen (zu behaupten und) zu beweisen. (T16)

TE OGH 1995-01-26 8 Ob 502/95

Auch; Beis wie T10

TE OGH 1995-02-23 8 Ob 613/93

Auch; Beis wie T9; Beis wie T13

TE OGH 1995-10-10 4 Ob 1638/95

Beisatz: Sind Tatfragen zu klären, die tief in die Sphäre einer Partei hineinführen, so gibt die Nähe zum Beweis den Ausschlag für die Zuteilung der Beweislast. Voraussetzung ist aber, dass derjenige, den die Beweislast nach der allgemeinen Regel trifft, seiner Beweispflicht in dem ihm zumutbaren Ausmaß nachkommt. (T17)

TE OGH 1995-10-24 4 Ob 583/95

Beis wie T12

TE OGH 1996-04-23 10 Ob 2018/96d

Auch

TE OGH 1996-08-29 8 Ob 2212/96v

Auch

TE OGH 1996-05-14 4 Ob 2025/96i

Beis wie T15

TE OGH 1996-12-13 10 Ob 2416/96h

Beisatz: In Detailfragen der Unterhaltsbemessung hat grundsätzlich der Unterhaltsschuldner die für seinen Rechtsstandpunkt günstigen Tatsachen ausreichend zu behaupten und zu beweisen. (T18)

TE OGH 1997-01-23 2 Ob 2394/96i

Auch; Beis wie T16

TE OGH 1996-11-26 1 Ob 2003/96g

TE OGH 1996-12-17 4 Ob 2365/96i

Auch; Beisatz: Zu einer Verschiebung der Beweislast kommt es dann, wenn der Kläger mangels genauer Kenntnis der Tatumstände ganz besondere, unverhältnismäßige Beweisschwierigkeiten hat, wogegen dem Beklagten diese Kenntnisse zur Verfügung stehen und es ihm daher nicht nur leicht möglich, sondern nach Treu und Glauben auch ohne weiteres zumutbar ist, die erforderlichen Aufklärungen zu geben. Der mangelnden Kenntnis des Klägers muss die Unzumutbarkeit der Offenbarung von Kenntnissen gleichgehalten werden. (T19)

Veröff: SZ 69/284

TE OGH 1997-04-17 8 Ob 2170/96t

Beis wie T9; Beis wie T10

TE OGH 1998-03-17 10 Ob 144/97t

TE OGH 1998-09-10 6 Ob 80/98b

Beisatz: Zur Beweislast im Prozess über eine actio negatioria. (T20)

TE OGH 1998-10-21 9 Ob 201/98v

Beis wie T8

TE OGH 1998-10-21 9 ObA 215/98b

Beis wie T17

TE OGH 1999-01-28 6 Ob 197/98h

Beis wie T17

TE OGH 1999-03-18 8 Ob 225/98s

Auch; Beis wie T16; Beisatz: Der Schadenersatz begehrende Diskontnehmer hat den Beweis, dass er ohne Abschluss des Diskontvertrags seine Forderung gegen die Akzeptantin noch hätte eintreiben können, zu erbringen (so schon 1 Ob 791/79 = SZ 53/13). (T21)

TE OGH 1999-06-24 6 Ob 48/99y

Beisatz: Der Beklagte ist für den Wegfall der den Räumungsanspruch begründenden Umstände behauptungs- und beweispflichtig. (T22)

TE OGH 1999-11-11 6 Ob 260/99z

Beisatz: Für die fehlerhafte Erfüllung eines Werkvertrages. (T23)

Beis wie T19 nur: Zu einer Verschiebung der Beweislast kommt es dann, wenn der Kläger mangels genauer Kenntnis der Tatumstände ganz besondere, unverhältnismäßige Beweisschwierigkeiten hat, wogegen dem Beklagten diese Kenntnisse zur Verfügung stehen und es ihm daher nicht nur leicht möglich, sondern nach Treu und Glauben auch ohne weiteres zumutbar ist, die erforderlichen Aufklärungen zu geben. (T24)

TE OGH 1999-12-23 2 Ob 182/98y

Beis wie T8; Beis wie T10; Beis wie T16

TE OGH 2000-03-15 9 ObA 74/00y

Vgl auch; Beis wie T10

TE OGH 2000-08-02 2 Ob 156/99a

Vgl auch; Beis wie T17 nur: Sind Tatfragen zu klären, die tief in die Sphäre einer Partei hineinführen, so gibt die Nähe zum Beweis den Ausschlag für die Zuteilung der Beweislast. (T25)

Beisatz: Eine Verschiebung der Beweislast aus dem Grund der "Nähe zum Beweis" kann nur ausnahmsweise eintreten. (T26)

TE OGH 2000-09-06 9 Ob 139/00g

Beis wie T1

TE OGH 2000-11-23 2 Ob 296/00v

TE OGH 2000-12-06 7 Ob 290/00y

Beis wie T8

Veröff: SZ 73/191

TE OGH 2001-01-23 7 Ob 3/01v

Beis wie T16

TE OGH 2001-04-11 9 Ob 60/01s

Vgl; Beisatz: Die Behauptungslast und Beweislast für Tatumstände, aus denen ein die Haftung begründendes Verschulden des Schädigers an der Zufügung eines Schadens abgeleitet wird, trifft denjenigen, der seinen Anspruch darauf stützt, sodass sämtliche in diesem Punkt verbleibende Unklarheiten zu seinen Lasten gehen, wobei dies auch für den Beweis des Kausalzusammenhangs und der Rechtswidrigkeit des Verhaltens gilt. (T27)

TE OGH 2001-07-05 6 Ob 263/00w

Vgl; Beisatz: Den Schuldner trifft die Behauptungslast und die Beweislast für die Erfüllung. (T28)

TE OGH 2002-05-24 3 Ob 270/01d

Vgl auch; Beis wie T28 nur: Den Schuldner trifft die Beweislast für die Erfüllung. (T29)

TE OGH 2003-04-23 9 ObA 46/03k

Beis wie T8

TE OGH 2004-09-08 7 Ob 195/04h

Auch

TE OGH 2004-12-22 3 Ob 46/04t

Beis wie T8; Beis wie T10; Beis wie T19; Beisatz: Hier: Behauptungs- und Beweislast dessen, der sich auf die Anwendung des § 1170a Abs 2 ABGB stützt und damit den Werklohnanspruch des Werkunternehmers auf einen die vorläufige Kostenschätzung übersteigenden Anspruch zum Erlöschen bringen will. (T30)

TE OGH 2005-03-16 7 Ob 311/04t

Beisatz: Grundsätzlich gilt das auch im Versicherungsrecht. (T31)

TE OGH 2005-03-02 7 Ob 26/05g

Beis wie T19; Beis wie T29

TE OGH 2005-03-31 3 Ob 148/04t

Beis wie T27 nur: Die Behauptungslast und Beweislast für Tatumstände, aus denen ein die Haftung begründendes Verschulden des Schädigers an der Zufügung eines Schadens abgeleitet wird, trifft denjenigen, der seinen Anspruch darauf stützt. (T32)

TE OGH 2005-04-20 7 Ob 233/04x

Beis wie T27

TE OGH 2005-06-23 6 Ob 95/04w

Vgl auch; Beisatz: Den Servitutsberechtigten, der sich auf eine auf der ersteigerten Liegenschaft zu seinen Gunsten lastende offenkundige, nichtverbücherte Servitut stützt, trifft, unabhängig davon, ob er den Ersteher mit Servitutenklage belangt oder von diesem mit Servitutenfreiheitsklage belangt wird, die Behauptungs- und Beweislast für alle das Aufrechtbleiben dieser Dienstbarkeit begründenden Tatsachen, insbesondere dass nach den im Zeitpunkt des Zuschlags gegebenen tatsächlichen Rang- und Belastungsverhältnissen die offenkundige Dienstbarkeit zu übernehmen war; Hier: Betrifft Rechtslage vor der EO-Novelle 2000. (T33)

TE OGH 2005-08-31 9 ObA 16/05a

TE OGH 2006-02-16 6 Ob 190/05t

Beisatz: Dies gilt auch für prozessuale Tatbestände wie die örtliche Zuständigkeit oder inländische Gerichtsbarkeit. (T34)

Beisatz: Hier: Besteht das als Anknüpfungsmoment für die internationale Zuständigkeit behauptete Vermögen in Forderungen, muss die Richtigkeit der Forderung erweislich sein. Sonst ist die Forderung kein geeignetes Vermögen. Demgegenüber trifft den Beklagten die Beweislast für die behauptete mangelnde Einbringlichkeit der Forderung. (T35)

TE OGH 2006-03-09 6 Ob 29/06t

Beisatz: Die Beweislast für eine verschuldensbedingte Anspruchsbegrenzung - und damit für das Verschulden des Anspruchswerbers - trifft damit dessen Gegner, im vorliegenden Fall also die Beklagte. Auch dafür, dass der Eintritt des Geschäftszweckes wider Treu und Glauben durch die Klägerin vereitelt wurde, ist als rechtsvernichtende Tatsache die Beklagte beweispflichtig. (T36)

Beisatz: Hier: Bereicherungsrechtliche Rückabwicklung nach § 1435 ABGB. (T37)

TE OGH 2006-04-06 6 Ob 75/06g

Auch

TE OGH 2006-07-26 3 Ob 106/06v

Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T15; Beis ähnlich wie T19; Beisatz: Kann eine Prozesspartei erst durch eine Operation ein Beweismittel schaffen, so wird ihr die tatsächliche Vornahme dieser Operation im Regelfall nicht zumutbar sein, weil es um die Unverletzlichkeit der Person geht. (T38)

Beisatz: Daraus lässt sich jedoch kein genereller Ausschluss einer prozessualen Mitwirkungspflicht durch Vornahme einer Operation ableiten, weil Umstände denkbar sind, die für eine Zumutbarkeit sprechen können (etwa dass die Operation in kurzer Zeit ohnehin unumgänglich sein wird). (T39)

TE OGH 2006-09-27 9 Ob 83/06f

Beisatz: Hier: Drittschuldnerklage. (T40)

TE OGH 2006-09-21 2 Ob 179/06x

Beisatz: In einem Verkehrsunfallprozess hat daher der Kläger vor allem seine Schäden, die Haltereigenschaft beziehungsweise die Lenkereigenschaft des Beklagten und - soferne das Klagebegehren nicht ausschließlich auf die Gefährdungshaftung des EKHG gestützt wird und die spezielle Beweislastregelung des § 9 EKHG zum Tragen kommt - auch alle Tatumstände zu behaupten und zu beweisen, aus denen ein die Haftung für die Unfallsfolgen begründendes Verschulden des Gegners abgeleitet wird. (T41)

Beisatz: Lassen sich aber die maßgeblichen Positionen der unfallbeteiligten Fahrzeuge erst durch das kfz-technische Sachverständigengutachten exakt ermitteln, wäre die Forderung an den Kläger, sein Tatsachenvorbringen entweder dem Sachverständigengutachten detailgetreu anzupassen oder bereits zuvor sämtliche Eventualitäten des möglichen Unfallgeschehens umfangreich darzulegen, überzogen. (T42)

TE OGH 2007-02-27 2 Ob 85/06y

Auch; Beis wie T9

TE OGH 2007-06-14 2 Ob 105/07s

Beis wie T34 nur: Dies gilt auch für prozessuale Tatbestände. (T43)

Beisatz: Hier: Urkundlicher Nachweis gemäß § 104 Abs 1 JN. (T44)

Veröff: SZ 2007/97

TE OGH 2007-11-15 2 Ob 101/07b

Vgl; Beis ähnlich wie T42

TE OGH 2008-01-24 2 Ob 262/07d

TE OGH 2008-09-24 2 Ob 18/08y

Vgl; Beis wie T27 nur: Die Behauptungslast und Beweislast für Tatumstände, aus denen ein die Haftung begründendes Verschulden des Schädigers an der Zufügung eines Schadens abgeleitet wird, trifft denjenigen, der seinen Anspruch darauf stützt, sodass sämtliche in diesem Punkt verbleibende Unklarheiten zu seinen Lasten gehen. (T45)

Veröff: SZ 2008/138

TE OGH 2009-03-31 1 Ob 55/09h

Auch; Beisatz: Der Verkehrssicherungspflichtige hat eine unzumutbare Ausweitung von Verkehrssicherungspflichten zu behaupten und zu beweisen. (T46)

TE OGH 2009-05-12 10 Ob 21/08y

Beis wie T17; Beisatz: Eine Beweislastverschiebung ist nach ständiger Rechtsprechung auf Ausnahmefälle beschränkt, in denen die „Nähe zum Beweis" - im Einzelfall- den Ausschlag für die Zuteilung der Beweislast gibt; etwa dann, wenn Tatfragen zu klären sind, die „tief in die Sphäre einer Partei hineinführen". (T47)

Beisatz: Zu einer Verschiebung der Beweislast kommt es also (nur) dann, wenn für die eine Partei mangels genauer Kenntnis der Tatumstände ganz besondere, unverhältnismäßige Beweisschwierigkeiten bestehen, während der anderen Partei diese Kenntnisse zur Verfügung stehen und es ihr daher nicht nur leicht möglich, sondern nach Treu und Glauben auch ohne weiteres zumutbar ist, die erforderlichen Aufklärungen zu geben; allein durch einen Beweisnotstand wegen der besonderen Umstände des Einzelfalls ist eine Verschiebung der Beweislast hingegen nicht gerechtfertigt. (T48)

Veröff: SZ 2009/66

TE OGH 2009-03-26 6 Ob 44/09b

Vgl; Beisatz: Beweisnähe ist grundsätzlich kein Sachgrund für eine Umkehrung der objektiven Beweislast. Es führt auch nicht grundsätzlich zur Beweislastumkehr, wenn mangels Kenntnis der Tatumstände unverhältnismäßige Beweisschwierigkeiten gegeben sind, dem Gegner hingegen diese Kenntnisse zur Verfügung stehen und es ihm daher nicht nur leicht möglich, sondern nach Treu und Glauben auch ohneweiteres zumutbar ist, die erforderlichen Aufklärungen zu geben. (T49)

Bem: Ebenso nunmehr 9 Ob 12/05p SZ 2005/73 = JBl 2005, 738; 4 Ob 180/07k). (T50)

TE OGH 2010-01-19 4 Ob 217/09d

Auch; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Beweislast für Grundlagen der Leistungsfestsetzung nach Möglichkeit und Billigkeit. (T51)

TE OGH 2010-06-30 7 Ob 232/09g

Beisatz: Hier: Nachweis eines aus einer Bankgarantie Begünstigten, dass die Nichterfüllung der Garantiebedingung nicht seiner Sphäre zuzurechnen ist. (T52)

TE OGH 2010-06-30 3 Ob 69/10h

TE OGH 2010-06-30 3 Ob 106/10z

Vgl auch; Beis wie T48

TE OGH 2010-05-27 2 Ob 163/09y

Beis wie T42; Beisatz: In einem Prozess wegen eines Verkehrsunfalls sind an die Behauptungspflicht grundsätzlich keine übertriebenen Anforderungen zu stellen. (T53)

TE OGH 2010-07-22 8 ObA 20/10i

TE OGH 2010-06-30 9 Ob 50/09g

Auch; Beisatz: Hier: Entschädigung von Anlegern eines Wertpapierdienstleistungsunternehmen. (T54)

Veröff: SZ 2010/76

TE OGH 2010-10-11 6 Ob 198/10a

TE OGH 2010-12-15 4 Ob 199/10h

Auch; Beis wie T17

Veröff: SZ 2010/157

TE OGH 2011-04-27 7 Ob 165/10f

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2011-03-30 9 Ob 48/10i

Auch; Beisatz: Hier: Vorliegen der Ausnahme des § 785 Abs 3 ABGB. (T55)

TE OGH 2011-09-29 2 Ob 186/10g

Veröff: SZ 2011/122

TE OGH 2011-10-20 2 Ob 152/11h

Vgl; Auch Beis wie T27

TE OGH 2012-03-28 7 Ob 222/11i

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2012-04-26 1 Ob 240/11t

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2012-06-28 8 Ob 65/12k

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2012-07-04 7 Ob 94/12t

TE OGH 2012-08-01 1 Ob 125/12g

Vgl auch; Beis wie T54

TE OGH 2012-12-19 8 Ob 73/12m

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2013-04-16 10 Ob 13/13d

TE OGH 2013-08-21 3 Ob 126/13w

Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass der ordre public verletzt wurde und dass sich daraus ein Anerkennungshindernis ergibt, trifft auch im Anwendungsbereich der EuInsVO denjenigen, der sich der Anerkennung widersetzt. (T56)

TE OGH 2013-08-21 3 Ob 125/13y

Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass der ordre public verletzt wurde und dass sich daraus ein Anerkennungshindernis ergibt, trifft auch im Anwendungsbereich der EuInsVO denjenigen, der sich der Anerkennung widersetzt. Im gegenständlichen Oppositionsstreit traf die Behauptungs‑ und Beweislast dafür, dass dem englischen Insolvenzverfahren eine die Anerkennung hindernde Gehörverletzung anhaftete, die beklagte Partei. Diesen Nachweis hat die beklagte Partei hier auf Tatsachenebene nicht erbracht. Es steht gerade nicht fest, dass ihr die Verständigung nach Art 40 EuInsVO nicht zugegangen ist. (T57)

TE OGH 2013-11-19 4 Ob 169/13a

Auch; Beis wie T17

TE OGH 2013-11-27 2 Ob 243/12t

Beisatz: Hier: Auch im Anwendungsbereich der AEUV werden bei Verfahren zwischen privaten Rechtssubjekten die in Judikaten des EuGH zu Verwaltungs- bzw Strafverfahren getroffenen Aussagen über die Darlegungspflicht des Staates nicht heranzuziehen sein, sondern wird nach den allgemeinen Regeln der Beweislastverteilung im Zivilprozess davon auszugehen sein, dass jede Partei die für ihren Rechtsstandpunkt günstigen Tatsachen zu beweisen hat. (T58); Veröff: SZ 2013/115

TE OGH 2014-04-22 7 Ob 41/14a

TE OGH 2014-05-27 9 ObA 44/14g

Auch; Beisatz: Hier: Einwand der Arbeitnehmerin, dass der Dienstgeber, der sich zur Abwehr von Ansprüchen auf eine kollektivvertragliche Verfallsfrist beruft, die Geltendmachung der Ansprüche durch die Arbeitnehmerin vereitelt oder erschwert hätte. (T59)

TE OGH 2015-01-20 4 Ob 200/14m

Auch; Beisatz: Hier: GSpG. (T60)

TE OGH 2014-11-27 1 Ob 161/14d

Beis wie T8

TE OGH 2015-04-28 8 ObA 9/15d

Beis wie T48; Veröff: SZ 2015/41

TE OGH 2015-03-19 6 Ob 20/15g

Auch; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Beweislastverteilung hinsichtlich der fiktiven Selbsterhaltungsfähigkeit eines Kindes im Unterhaltsverfahren. (T60)

TE OGH 2015-09-02 10 Ob 43/15v

Beis wie T45

TE OGH 2015-11-24 1 Ob 192/15i

TE OGH 2016-02-25 1 Ob 12/16w

Beis wie T1

TE OGH 2016-04-28 1 Ob 54/16x

Vgl; Beis wie T8; Beis wie T16

TE OGH 2016-05-25 2 Ob 35/16k

Auch; Beis wie T24; Veröff: SZ 2016/60

TE OGH 2016-05-24 1 Ob 218/15p

TE OGH 2016-08-05 2 Ob 140/16a

Auch; Beisatz: Hier: Mitverschulden. (T61)

TE OGH 2016-08-30 1 Ob 69/16b

TE OGH 2016-09-28 7 Ob 158/16k

Auch

TE OGH 2017-01-26 3 Ob 256/16t

TE OGH 2017-03-16 1 Ob 14/17s

TE OGH 2017-06-20 2 Ob 130/16f

Vgl auch; Beis wie T53

TE OGH 2017-09-27 9 ObA 103/17p

Beis wie T8; Beis wie T16

TE OGH 2017-08-30 1 Ob 113/17z

TE OGH 2018-01-26 8 ObS 9/17g

Beisatz: Hier: Vereitelung oder Erschwernis der rechtzeitigen Geltendmachung von Ansprüchen bei Berufung auf eine kollektivvertragliche Verfallsklausel. (T62); Veröff: SZ 2018/5

TE OGH 2018-03-23 8 ObA 11/18b

TE OGH 2018-04-25 9 Ob 8/18v

TE OGH 2018-03-21 7 Ob 210/17h

TE OGH 2018-08-29 7 Ob 189/17w

Auch; Beis wie T25; Beis wie T47

TE OGH 2018-10-25 6 Ob 170/18w

Vgl; Beisatz: Hier: Zum erheblich nachteiligen Gebrauch eines Mietgegenstands. (T63)

TE OGH 2018-11-28 9 Ob 50/18w

Auch; Beisatz: Hier: § 94 Abs 2 ABGB. (T64)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0037797