OGH
RS0014374
26.06.2024
1Ob747/76; 5Ob627/78; 4Ob521/80; 6Ob747/81; 6Ob813/83; 8Ob644/93; 4Ob113/94; 7Ob537/95; 9ObA45/98b; 9ObA175/02d; 6Ob127/05b; 8Ob56/06b; 1Ob205/06p; 1Ob70/11t; 6Ob29/13b; 2Ob207/12y; 8Ob45/14x; 7Ob226/14g; 7Ob140/17i; 8Ob130/17a; 5Ob178/20t; 4Ob204/21k; 4Ob97/23b; 9ObA46/24s
ABGB §863 EI
ABGB §1016
Die nachträgliche Zurechnung vollmachtslosen Handelns im Falle schlüssiger Genehmigung setzt voraus, dass entweder der Vertreter oder der Dritte nach den Umständen des Falles darauf vertrauen durfte und auch darauf vertraut hat, der vollmachtslos Vertretene wolle ihm gegenüber zum Ausdruck bringen, dass er mit dem ohne Vollmacht abgeschlossenen Geschäft einverstanden ist. Es durfte für den Vertreter oder den Dritten kein vernünftiger Grund daran zu zweifeln übrig sein, dass der unwirksam Vertretene ihm gegenüber einen solchen Willen äußern wollte.
TE OGH 1976-11-10 1 Ob 747/76
Veröff: SZ 49/133
TE OGH 1978-06-27 5 Ob 627/78
Vgl auch
TE OGH 1980-06-17 4 Ob 521/80
TE OGH 1982-05-12 6 Ob 747/81
Auch
TE OGH 1984-01-19 6 Ob 813/83
Veröff: SZ 57/12 = RdW 1984,309 = JBl 1985,105 = NZ 1985,151
TE OGH 1994-04-28 8 Ob 644/93
Vgl auch
TE OGH 1994-10-18 4 Ob 113/94
Auch; Beisatz: Die Erfüllung des vollmachtslos geschlossenen Geschäftes ist regelmäßig als Genehmigung zu deuten. (T1)
TE OGH 1995-10-18 7 Ob 537/95
nur: Die nachträgliche Zurechnung vollmachtslosen Handelns im Falle schlüssiger Genehmigung setzt voraus, dass entweder der Vertreter oder der Dritte nach den Umständen des Falles darauf vertrauen durfte und auch darauf vertraut hat, der vollmachtslos Vertretene wolle ihm gegenüber zum Ausdruck bringen, dass er mit dem ohne Vollmacht abgeschlossenen Geschäft einverstanden ist. (T2)
TE OGH 1998-02-25 9 ObA 45/98b
TE OGH 2003-02-12 9 ObA 175/02d
nur T2
TE OGH 2005-12-01 6 Ob 127/05b
Beis wie T1
TE OGH 2006-05-11 8 Ob 56/06b
TE OGH 2007-02-27 1 Ob 205/06p
Auch
TE OGH 2011-07-21 1 Ob 70/11t
Beis wie T1
TE OGH 2013-02-27 6 Ob 29/13b
Beisatz: Ob diese Voraussetzungen vorliegen, kann regelmäßig nur unter Bedachtnahme auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls beantwortet werden und stellt daher in der Regel keine erhebliche Rechtsfrage iSd Paragraph 502, Absatz eins, ZPO dar. (T3)
TE OGH 2013-11-14 2 Ob 207/12y
TE OGH 2014-05-26 8 Ob 45/14x
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2015-09-02 7 Ob 226/14g
TE OGH 2017-09-21 7 Ob 140/17i
TE OGH 2018-05-29 8 Ob 130/17a
Auch
TE OGH 2021-05-04 5 Ob 178/20t
TE OGH 2021-12-16 4 Ob 204/21k
TE OGH 2023-10-17 4 Ob 97/23b
TE OGH 2024-06-26 9 ObA 46/24s
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0014374