OGH
RS0093431
18.03.1976
10Os23/76; 9Os20/76; 10Os49/76; 12Os9/78; 10Os110/78; 12Os87/80; 9Os97/80; 12Os116/84; 11Os104/87; 13Os76/89; 15Os35/12d (15Os36/12a)
StGB §94
Der in Paragraph 94, Absatz eins, StGB normierten Pflicht wird nicht schon entsprochen, wenn der Täter oder ein Dritter die Rettung verständigt oder ärztliche Hilfe anfordert; der primär hilfeleistungspflichtige Täter ist dieser gesetzlichen Verpflichtung erst dann entbunden, wenn der Verletzte sachkundige Hilfe von anderer Seite tatsächlich erhält.
TE OGH 1976-03-18 10 Os 23/76
Veröff: SSt 47/17 = EvBl 1976/235 S 497 = ZVR 1976/160 S 149
TE OGH 1976-04-14 9 Os 20/76
Beisatz: Bei Beurteilung der Erforderlichkeit einer Hilfeleistung ist eine von anderen Personen zu erwartende zweckentsprechende Hilfe, ohne daß diese zu Gunsten des Verletzten bereits erfolgt ist, nicht zu berücksichtigen. (T1) Veröff: ZVR 1976/306 S 317
TE OGH 1976-08-24 10 Os 49/76
Beisatz: Hier: Zu Paragraph 95, StGB. (T2) Veröff: SSt 47/42 = ZVR 1977/46 S 54 (Anmerkung von Liebscher)
TE OGH 1978-02-23 12 Os 9/78
Veröff: ZVR 1978/249 S 285
TE OGH 1978-07-19 10 Os 110/78
TE OGH 1980-09-04 12 Os 87/80
nur: Der primär hilfeleistungspflichtige Täter ist dieser gesetzlichen Verpflichtung erst dann entbunden, wenn der Verletzte sachkundige Hilfe von anderer Seite tatsächlich erhält. (T3) Veröff: SSt 51/42
TE OGH 1980-09-23 9 Os 97/80
Vgl auch; Veröff: ZVR 1981/68 S 89
TE OGH 1984-09-13 12 Os 116/84
Ähnlich; Veröff: SSt 55/61 = ZVR 1985/120 S 218
TE OGH 1987-09-22 11 Os 104/87
Vgl auch; nur T3
TE OGH 1989-09-14 13 Os 76/89
Vgl auch; nur T3
TE OGH 2012-04-25 15 Os 35/12d