Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

28.10.1975

Geschäftszahl

3Ob234/75; 3Ob6/77; 3Ob103/78; 3Ob43/79; 3Ob15/81; 3Ob41/81;

3Ob119/81; 3Ob142/83; 3Ob1021/84; 3Ob51/85; 3Ob1041/89; 3Ob119/93;

3Ob112/95; 3Ob197/97k; 3Ob161/01z; 3Ob19/03w

Norm

EO §37 Aa;

EO §37 P;

Rechtssatz

Damit eine auf das Eigentumsrecht an den gepfändeten Sachen gestützte Exszindierungsklage eines Dritten schlüssig ist, muß außer dem Eigentum auch Erwerbsart und Erwerbstitel behauptet werden (EvBl 1971/220, 3 Ob 61/71, SZ 44/155; EvBl 1972/27, 3 Ob 187/73).

Entscheidungstexte

TE OGH 1975/10/28 3 Ob 234/75

TE OGH 1977/02/01 3 Ob 6/77

Beisatz: Es bedarf auch noch der Behauptung, daß das Eigentumsrecht des Widerspruchswerbers (bzw. seines Rechtsvorgängers) bereits im Zeitpunkt der Pfändung bestanden hat und der Verpflichtete daher in diesem Zeitpunkt nicht Eigentümer der Pfandsachen war. (T1)

TE OGH 1978/09/12 3 Ob 103/78

TE OGH 1979/05/30 3 Ob 43/79

TE OGH 1981/03/11 3 Ob 15/81

TE OGH 1981/05/20 3 Ob 41/81

TE OGH 1981/11/18 3 Ob 119/81

Beisatz: Zur Erwerbungsart muß ein konkretes schlüssiges Tatsachenvorbringen erstattet werden. (T2)

TE OGH 1984/01/25 3 Ob 142/83

Beisatz: mit Ablehnung der Ansicht von Lenneis (AnwBl 1981,444). Am ehesten ist hinsichtlich der Übergangsmodalitäten eine gewisse Großzügigkeit am Platze, wenn der Erwerbstitel nicht für ein Scheingeschäft oder dergleich spricht und der Zeitpunkt des Erwerbes genannt ist. (T3)

TE OGH 1984/12/12 3 Ob 1021/84

TE OGH 1985/06/03 3 Ob 51/85

Auch; RdW 1986,39

TE OGH 1990/01/10 3 Ob 1041/89

Vgl: Beis wie T1

TE OGH 1994/04/13 3 Ob 119/93

Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Die vom Eigentümer eines Superädifikates erhobene Klage nach § 37 EO. (T4) Veröff: SZ 67/61

TE OGH 1995/10/11 3 Ob 112/95

TE OGH 1999/04/28 3 Ob 197/97k

TE OGH 2001/11/20 3 Ob 161/01z

Beisatz: Für einen nach § 929 dBGB zu beurteilenden Eigentumserwerb ist die Behauptung und der Nachweis des Erwerbstitels nicht erforderlich. Hinsichtlich der Behauptung (und in der Folge des Nachweises) der zum Eigentumserwerb führenden Vorgänge ist bei einem Alltagsgeschäft kein strengerer Maßstab anzulegen als nach österreichischem Recht. (T5)

TE OGH 2003/06/24 3 Ob 19/03w

Vgl auch; Beis ähnlich wie T1

Rechtssatznummer

RS0000697