OGH
RS0060878
14.04.2026
5Ob29/74; 5Ob28/75; 5Ob35/77; 5Ob8/79; 5Ob8/80; 5Ob27/81; 5Ob4/82; 5Ob7/82; 5Ob56/85; 5Ob79/85; 5Ob145/86; 5Ob162/86; 5Ob5/88; 5Ob35/88; 5Ob2/89; 5Ob15/89; 5Ob116/89; 5Ob24/90; 5Ob45/90; 5Ob55/90; 5Ob1003/91; 5Ob39/91; 5Ob34/92; 5Ob1024/92; 5Ob153/92; 5Ob115/92; 5Ob141/94; 5Ob1003/96; 5Ob2084/96y; 5Ob2249/96p; 5Ob2299/96s; 5Ob281/98d; 5Ob122/99y; 5Ob135/99k; 5Ob195/99h; 5Ob13/00y; 5Ob278/99i; 5Ob223/00f; 5Ob105/00b; 5Ob234/00y; 5Ob317/00d; 5Ob316/00g; 5Ob219/01v; 5Ob67/02t; 5Ob166/02a; 5Ob10/03m; 5Ob170/03s; 5Ob189/03k; 5Ob158/03a; 5Ob195/04v; 5Ob292/04h; 5Ob5/06f; 5Ob187/06w; 5Ob130/07i; 5Ob255/07x; 5Ob292/07p; 5Ob74/08f; 5Ob82/08g; 5Ob102/08y; 5Ob227/08f; 5Ob172/08t; 5Ob184/08g; 5Ob251/08k; 5Ob214/09w; 5Ob141/09k; 5Ob258/09s; 3Ob78/10g; 5Ob15/10g; 5Ob203/10d; 5Ob190/10t; 5Ob6/11k; 5Ob171/10y; 5Ob89/11s; 5Ob107/11p; 5Ob106/11s; 5Ob72/12t; 5Ob32/12k; 5Ob54/12w; 5Ob240/12y; 5Ob64/13t; 5Ob109/13k; 5Ob113/13y; 5Ob206/13z; 5Ob235/13i; 5Ob21/14w; 5Ob74/14i; 5Ob39/14t; 5Ob192/14t; 5Ob227/14i; 5Ob17/15h; 5Ob82/15t; 5Ob95/15d; 5Ob193/15s; 5Ob172/15b; 5Ob92/15p; 5Ob179/15g; 5Ob181/15a; 5Ob8/16m; 5Ob47/16x; 5Ob141/16w; 5Ob125/17v; 5Ob19/18g; 5Ob35/18k; 5Ob77/19p; 5Ob111/19p; 5Ob160/19v; 5Ob142/20y; 5Ob113/21k; 5Ob72/21f; 5Ob113/22m; 5Ob10/23s; 5Nc12/23v; 5Ob106/24k; 5Ob88/24p; 5Ob98/24h; 5Ob33/25a; 5Ob13/25k; 5Ob135/25a
GBG §94 Abs1
GBG §94 Abs1 Z3
Gemäß Paragraph 94, Absatz eins, GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3, GBG). Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt.
TE OGH 1974-05-15 5 Ob 29/74
Veröff: RPflSlgG 1517
TE OGH 1975-03-18 5 Ob 28/75
Beisatz: Daher zu prüfen, ob die Bestellung einer Reallast nicht der Umgehung der Pfandvorschriften dienen soll. (T1)
Veröff: EvBl 1976/13 S 20 = NZ 1976,95
TE OGH 1978-01-10 5 Ob 35/77
nur: Gemäß Paragraph 94, Absatz eins, GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3, GBG). (T2)
Beisatz: Es handelt sich um eine Sachentscheidung, wenn das Grundbuchsansuchen nicht positiv erledigt wird, weil das Gericht der Ansicht ist, dass die nach Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3 und 4 GBG erforderlichen Urkunden nicht vorliegen. (T3)
TE OGH 1979-04-24 5 Ob 8/79
Beisatz: Der streng formelle Charakter des Grundbuchsrechts verbietet es dem Grundbuchsgericht, eine grundbücherliche Eintragung bloß auf Grund von Schlussfolgerungen aus vorliegenden Urkunden zu bewilligen. (T4)
Veröff: NZ 1980,56
TE OGH 1980-05-06 5 Ob 8/80
nur: Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt. (T5)
Beis wie T4
TE OGH 1981-10-20 5 Ob 27/81
Vgl auch; Beisatz: Nachweis des behaupteten eingeschränkten Umfangs eines der Eintragung entgegenstehenden Vorkaufsrechts. (T6)
TE OGH 1982-03-02 5 Ob 4/82
Beisatz: Die Klärung gegründeter Bedenken und Zweifel im Sinne des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 2, oder 3 GBG ist dem Rechtsweg überlassen. (T7)
Veröff: JBl 1984,315
TE OGH 1982-06-22 5 Ob 7/82
Vgl auch; Beisatz: Umstände, die sich urkundlich nicht dartun lassen, müssen auf dem Rechtsweg geklärt werden. (T8)
Veröff: SZ 55/91 = MietSlg 34531(22)
TE OGH 1985-09-10 5 Ob 56/85
Beis wie T4; Veröff: NZ 1986,41
TE OGH 1985-10-01 5 Ob 79/85
nur T5; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zweifel, ob zur Rechtswirksamkeit eines Kaufvertrages nach dessen Inhalt die Genehmigung des Konkursgerichtes erforderlich ist. (T9)
TE OGH 1986-10-21 5 Ob 145/86
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Das Vorliegen eines Schenkungswillens. (T10)
Veröff: SZ 59/174 = NZ 1987,161 (Hofmeister)
TE OGH 1986-11-04 5 Ob 162/86
Beisatz: Bleibt über das Grundbuchsansuchen kein Zweifel und ist eine Auslassung so offenkundig und von jedermann sofort erkennbar, hindert dies die Bewilligung nicht. (T11)
Veröff: NZ 1987, 105 (hiezu Hofmeister, 109)
TE OGH 1988-02-09 5 Ob 5/88
TE OGH 1988-04-19 5 Ob 35/88
nur T5; Veröff: NZ 1988,289 (Anmerkung von Hofmeister)
TE OGH 1989-01-24 5 Ob 2/89
Veröff: NZ 1989,162 (Anmerkung von Hofmeister)
TE OGH 1989-02-21 5 Ob 15/89
Veröff: NZ 1989,226 (Hofmeister)
TE OGH 1989-11-21 5 Ob 116/89
nur T5
TE OGH 1990-05-29 5 Ob 24/90
Beisatz: Bleibt zweifelhaft, ob es sich nicht doch um einem landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betrieb gewidmete Grundstücke handelt und daher das Rechtsgeschäft der Genehmigung durch die Grundverkehrskommission bedarf kann dies nicht durch das Grundbuchsgericht selbst, bei dem ein reines Urkundenverfahren stattfinden, beseitigt werden, sondern nur durch von den Antragstellern beizubringende Urkunden. (T12)
TE OGH 1990-06-26 5 Ob 45/90
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Einräumung eines lebenslänglichen alleinigen Nutzungsrechtes und Wohnrechtes an Haus samt Garten ohne nähere Spezifizierung. (T13)
TE OGH 1990-10-09 5 Ob 55/90
Beis wie T4
TE OGH 1991-01-29 5 Ob 1003/91
Beis wie T4
TE OGH 1991-06-11 5 Ob 39/91
Beis wie T4; Veröff: SZ 64/74 = NZ 1991,320 (Hofmeister, 323)
TE OGH 1992-03-24 5 Ob 34/92
Veröff: NZ 1993,19 (Hofmeister, 22)
TE OGH 1992-09-01 5 Ob 1024/92
nur T5
TE OGH 1992-12-15 5 Ob 153/92
nur T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Es stellt ein Eintragungshindernis dar, wenn die Einräumung des Rechtes in der Urkunde von Umständen abhängig gemacht wird, die der Urkunde selbst nicht zu entnehmen sind. (T14)
Veröff: ÖBA 1993,570 (Hoyer) = NZ 1993,241 (Hofmeister, 243)
TE OGH 1992-09-29 5 Ob 115/92
Veröff: SZ 65/123
TE OGH 1994-12-13 5 Ob 141/94
Auch; Beis wie T10
TE OGH 1996-01-16 5 Ob 1003/96
Auch; Beisatz: Fragen bezüglich eines Rücktritts des Masseverwalters von einer geschlossenen Vereinbarung und der Bindung an eine seinerzeitige Treuhandabwicklung sind im Grundbuchsverfahren nicht zu untersuchen. (T15)
TE OGH 1996-04-30 5 Ob 2084/96y
Vgl auch; Beisatz: Im Grundbuchsverfahren kann ein vom Urkundenwortlaut abweichender Parteiwille nicht ermittelt werden. (T16)
TE OGH 1996-09-24 5 Ob 2249/96p
Vgl auch; nur T2; Beisatz: Das bei einem Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragspartner über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T17)
Beisatz: Kein ausreichender Anhaltspunkt für das Vorliegen eines Schenkungswillens gegeben; es ist daher von einem entgeltlichen Rechtsgeschäft auf den Todesfall auszugehen. (T18)
TE OGH 1997-05-27 5 Ob 2299/96s
Auch; nur T2; Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen einer "anderen Veräußerungsart" gemäß Paragraph 1078, ABGB trifft den Antragsteller (infolge der allgemeinen Beweislastverteilung sowie der Beweisnähe), weil über die wertbestimmenden Kriterien von Leistung und Gegenleistung nur die Vertragsteile Aufschluss geben können. (T19)
TE OGH 1998-11-10 5 Ob 281/98d
nur T5
TE OGH 1999-04-23 5 Ob 122/99y
TE OGH 1999-05-11 5 Ob 135/99k
Auch; Beisatz: Das einzutragende Recht muss aus den Urkunden selbst hervorgehen, es reicht nicht aus, wenn es bloß aus Folgerungen erschlossen werden kann (NZ 1990/192; NZ 1993/250 = WoBl 1993, 79; NZ 1998/306). (T20)
TE OGH 1999-07-13 5 Ob 195/99h
TE OGH 2000-02-15 5 Ob 13/00y
nur T5
TE OGH 2000-05-16 5 Ob 278/99i
Auch; Beis wie T4; nur T5; Beis wie T16; Beis wie T20
TE OGH 2000-09-26 5 Ob 223/00f
nur T5
TE OGH 2000-10-24 5 Ob 105/00b
Beis wie T20
TE OGH 2000-10-11 5 Ob 234/00y
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Eine ergänzende oder gar vom Wortsinn der vorgelegten Grundbuchsurkunde abweichende Auslegung rechtsgeschäftlicher Erklärungen ist dem Grundbuchsrichter verwehrt. (T21)
Beisatz: Hier: Verzicht auf das Vorkaufsrecht durch den Vorkaufsberechtigten auf Grund von Nachträgen zum Kaufvertrag. (T22)
TE OGH 2001-01-16 5 Ob 317/00d
Auch; Beis wie T21; Veröff: SZ 74/7
TE OGH 2001-01-30 5 Ob 316/00g
TE OGH 2001-09-27 5 Ob 219/01v
Beis wie T21
TE OGH 2002-05-14 5 Ob 67/02t
Beisatz: Eine Berücksichtigung von Umständen, die erst außerhalb des Urkundeninhalts liegende Tatsachen durch eine bestimmte Auslegung ergeben, sowie eine Bedachtnahme auf einen nicht urkundlich erwiesenen, sondern allenfalls zu erschließenden Willen der Vertragsteile kommt nicht in Betracht. (T23)
TE OGH 2002-08-27 5 Ob 166/02a
Vgl auch; nur T5; Beisatz: Die Auslegung zweifelhafter Vertragsbestimmungen ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T24)
TE OGH 2003-03-11 5 Ob 10/03m
Vgl auch; Beisatz: Eine Auslegung, die wertend zwischen mehreren vernünftig in Betracht zu ziehenden Möglichkeiten abwägt, ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T25)
TE OGH 2003-09-09 5 Ob 170/03s
Vgl auch; Beis ähnlich wie T21; Beisatz: Hier: Auslegung der Einantwortungsurkunde. (T26)
TE OGH 2003-10-07 5 Ob 189/03k
Vgl auch; Beisatz: Die eingeschränkte richterliche Kognition in Grundbuchsachen schließt zwar die Entscheidung von Zweifelsfragen bei der Auslegung von Urkunden oder Anträgen aus, nicht jedoch den logischen Schluss auf das nach juristischer Wertung einzig mögliche Ergebnis. (T27)
TE OGH 2003-09-09 5 Ob 158/03a
Vgl auch; Beisatz: Das Grundbuchgericht darf eine grundbücherliche Eintragung nur bewilligen, wenn die Urkunden auch den landesgesetzlichen Bestimmungen über den Grundverkehr entsprechen. (T28)
Veröff: SZ 2003/101
TE OGH 2004-09-28 5 Ob 195/04v
Beisatz: Die Frage der Gutgläubigkeit des Erwerbs ist keinesfalls eine bei der Bewilligung eines Grundbuchsgesuchs zu überprüfende Voraussetzung. (T29)
TE OGH 2005-02-28 5 Ob 292/04h
Beisatz: Besteht zwischen dem beurkundenden Notar/Substitut und einer Partei des Kaufvertrages Namensgleichheit, so kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die vorgelegten Notariatsurkunden nicht die Kraft öffentlicher Urkunde haben, weil die Vermutung naheliegt, dass in Sachen einer in Paragraph 33, Absatz eins, NO genannten Person Amtshandlungen vorgenommen wurden. Ein derartiger Zweifel besteht nur dann nicht, wenn der Notar bei Namensgleichheit ausdrücklich erklärt, dass er mit der gleichnamigen Person in keiner Beziehung im Sinn des Paragraph 33, Absatz eins, NO steht. (T30)
TE OGH 2006-01-24 5 Ob 5/06f
Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T23; Beisatz: Bei einem als solchen bezeichneten Kaufvertrag, der die Erklärung der Parteien enthält, mehrere Anteile um einen bestimmten Gesamtkaufpreis kaufen/verkaufen zu wollen, kann mangels irgendeinem Anhaltspunkt in der Urkunde selbst nicht auf einen Schenkungswillen geschlossen werden. (T31)
Veröff: SZ 2006/3
TE OGH 2006-08-29 5 Ob 187/06w
nur T5; Beisatz: Um in materiellrechtlicher Hinsicht am Zustandekommen eines Kaufvertrages keine Zweifel aufkommen zu lassen, bedarf es des urkundlichen Nachweises einer Einigung der Parteien über Kaufgegenstand und Preis, der in einer bestimmten oder bestimmbaren Gegenleistung bestehen kann. (T32)
TE OGH 2007-07-13 5 Ob 130/07i
Beis wie T16; Beis wie T21; Veröff: SZ 2007/114
TE OGH 2007-12-11 5 Ob 255/07x
Auch; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Hier: Eine Auslegung zu finden, die eine unklare „Bedingung" sinnvoll erscheinen lässt, ist nicht Aufgabe des Grundbuchgerichts. (T33)
Veröff: SZ 2007/195
TE OGH 2008-03-04 5 Ob 292/07p
Vgl auch; Beis wie T27; Beisatz: Das bedeutet, dass ein Grundbuchantrag nur dann abgewiesen werden muss, wenn die Gefahr einer Verwechslung des Eintragungsobjekts oder einer Fehlinterpretation des Begehrens gegeben ist. (T34)
TE OGH 2008-06-03 5 Ob 74/08f
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Anmerkung der Übertragung des Rechts auf Wohnungseigentumseinräumung im Sinn des Paragraph 40, Absatz 2, Satz 4 WEG 2002 erfordert den zweifelsfreien Nachweis der Übertragung auch der betreffenden Anwartschaftsrechte als materielle Voraussetzung. (T35)
TE OGH 2008-07-14 5 Ob 82/08g
Vgl auch; Beis wie T21; Beisatz: Das hindert den Grundbuchsrichter zwar nicht daran, aus Urkunden unmittelbare logische Schlussfolgerungen zu ziehen; in Spekulationen oder gar Beweisaufnahmen darüber, wie eine beurkundete Erklärung tatsächlich gewollt war, hat sich der Grundbuchsrichter aber nicht einzulassen. (T36)
Beisatz: Diese Einschränkung der grundbuchsrichterlichen Kognitionsmöglichkeit und -befugnis gilt allerdings für jeden Aspekt der Prüfung eines Eintragungsbegehrens, also auch für die Wahrnehmung von Eintragungshindernissen (so schon 5 Ob 234/00y). (T37)
Bem: Hier: Annahme eines Eintragungshindernisses (Kollision von Wohnungsgebrauchsrechten) aufgrund einer dem klaren und eindeutigen Wortlaut diametral widersprechenden Auslegung der Urkunde durch die Vorinstanzen. (T38)
TE OGH 2008-08-26 5 Ob 102/08y
Auch; Beisatz: Aus außervertraglichen Umständen abgeleiteten Bedenken in Richtung der Sittenwidrigkeit eines Vertrags kann im grundbuchrechtlichen Urkundenverfahren nicht nachgegangen werden. (T39)
TE OGH 2008-10-21 5 Ob 227/08f
Auch; Beisatz: Wenn auch Paragraph 32, Absatz eins, Litera a, GBG die genaue Angabe der Liegenschaft, auf der die Einverleibung erfolgen soll, nur für Privaturkunden fordert und Paragraph 33, Absatz eins, Litera a, GBG diese Erfordernisse nur für Rechtsgeschäfte vor einer öffentlichen Behörde oder einem Notar statuiert, muss doch jedenfalls nach Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3, GBG das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunde begründet erscheinen. Enthält also eine Amtsbestätigung nach Paragraph 182, Absatz 3, AußStrG keine genaue Angabe der Liegenschaft, auf der eine Einverleibung erfolgen soll, vermag die Urkunde das Begehren auf Einverleibung auf einer bestimmten Liegenschaft nicht zu begründen. (T40)
Beisatz: Anders läge der Fall nur, wenn die Amtsbestätigung auf eine weitere Urkunde Bezug nähme, die die Voraussetzungen des Paragraph 32, GBG aufweist und in grundbuchsfähiger Form vorgelegt wird. (T41)
TE OGH 2008-11-25 5 Ob 172/08t
Vgl; Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat sich bei der Prüfung eines Gesuchs auf die Auslegung des Wortlauts eines Vertrags zu beschränken. (T42)
Veröff: SZ 2008/175
TE OGH 2008-12-09 5 Ob 184/08g
Auch; Beisatz: Kann allein aus Wortlaut und Regelungsgehalt der Urkunde nicht einmal das auf diesen Vertrag anzuwendende Recht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, schließt dies allein schon die materielle Prüfung seiner Tauglichkeit als Eintragungsgrundlage aus und muss Bedenken über das Vorliegen der Voraussetzung des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3, GBG begründen. (T43)
Beisatz: Hat der Antragsteller die schriftliche Pfandbestellungsurkunde erst rund 16 Jahre nach der Liegenschaftseigentümerin unterfertigt, ist es jedenfalls zweifelhaft, dass dies im Lichte des Paragraph 862, ABGB wirksam gewesen sein könnte. (T44)
TE OGH 2009-03-03 5 Ob 251/08k
Beis wie T21; Beis wie T25; Beis wie T27; Beis wie T36; Beis wie T37
TE OGH 2009-10-13 5 Ob 214/09w
nur T5; Veröff: SZ 2009/140
TE OGH 2009-11-10 5 Ob 141/09k
nur T2; Beis wie T16; Beis wie T42; Beis ähnlich wie T36; Beisatz: Es sind nicht komplizierte Erwägungen tatsächlicher und rechtlicher Natur anzustellen, um den wahren Willen der Vertragsteile zu ergründen. (T45)
TE OGH 2010-02-11 5 Ob 258/09s
Auch
TE OGH 2010-05-26 3 Ob 78/10g
Auch
TE OGH 2010-06-22 5 Ob 15/10g
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Rechenoperationen. (T46)
TE OGH 2010-11-16 5 Ob 203/10d
Vgl auch; Beisatz: Für die Schaffung der Eintragungsgrundlagen durch ein „unaufwendiges Beweisverfahren“ fehlt im Grundbuchsverfahren als einem reinen Urkundenverfahren jede gesetzliche Grundlage. (T47)
TE OGH 2011-01-24 5 Ob 190/10t
Vgl; Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T20; Auch Beis wie T45
TE OGH 2011-02-09 5 Ob 6/11k
Vgl auch; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T21; Beis ähnlich wie T42
TE OGH 2011-02-09 5 Ob 171/10y
Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Interpretation einer Generalklausel. (T48)
TE OGH 2011-05-26 5 Ob 89/11s
Auch; Beis wie T41
TE OGH 2011-06-07 5 Ob 107/11p
Auch; Beis wie T4; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Interpretation eines nicht Paragraph 178, Absatz 2, Ziffer 2, AußStrG entsprechenden Einantwortungsbeschlusses. (T49)
TE OGH 2011-07-07 5 Ob 106/11s
Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T36, Beis ähnlich wie T37
TE OGH 2012-04-24 5 Ob 72/12t
Auch; Beis auch wie T25
TE OGH 2012-03-20 5 Ob 32/12k
Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Rechtskraftbestätigung auf einer Bestätigung nach Paragraph 25 a, Absatz 2, TGVG. (T50)
TE OGH 2012-07-04 5 Ob 54/12w
Auch; Beis auch wie T27; Beis auch wie T37
TE OGH 2013-01-24 5 Ob 240/12y
Auch; nur T5; Auch Beis wie T27
TE OGH 2013-05-16 5 Ob 64/13t
TE OGH 2013-06-20 5 Ob 109/13k
nur T2; Auch Beis wie T25
TE OGH 2013-09-20 5 Ob 113/13y
nur T5; Beis wie T4
TE OGH 2013-11-27 5 Ob 206/13z
Vgl auch; Beis wie T14; Beis wie T23; Beis ähnlich wie T27
TE OGH 2014-01-21 5 Ob 235/13i
Vgl auch; Beisatz: Das bei einem (gemischten) Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragsparteien über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T51)
TE OGH 2014-05-20 5 Ob 21/14w
Auch
TE OGH 2014-07-25 5 Ob 74/14i
Auch; Beis wie T23
TE OGH 2014-09-04 5 Ob 39/14t
Vgl; Beis wie T18; Veröff: SZ 2014/75
TE OGH 2014-12-16 5 Ob 192/14t
Auch; Beis wie T23
TE OGH 2015-03-24 5 Ob 227/14i
Vgl auch; Beis wie T42
TE OGH 2015-06-19 5 Ob 17/15h
Auch
TE OGH 2015-06-19 5 Ob 82/15t
Vgl auch; Beis wie T16; Beis wie T36
TE OGH 2015-08-25 5 Ob 95/15d
Vgl auch; Beisatz: Das aus einem Zivilrechtsstreit resultierende, gegen die im Grundbuchsverfahren einschreitende Antragstellerin gerichtete Verbot nach Paragraph 382, Absatz eins, Ziffer 5, EO, die Rechtfertigung des Eigentumsrechts vornehmen zu lassen, das zum Zeitpunkt der Gesuchseinbringung nach der Aktenlage mangels Zustellung überdies noch nicht wirksam war, begründet keine Bedenken im Sinn des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 2, 1. Fall GBG. (T52)
TE OGH 2015-09-25 5 Ob 193/15s
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2015-09-25 5 Ob 172/15b
Beisatz: Zweifel an einer tatsächlichen Übergabe können bestehen, wenn sich die Geschenkgeber ausdrücklich vorbehalten, an der geschenkten aber weiter benützten Eigentumswohnung sowie an allgemeinen Teilen nach Gutdünken bauliche Veränderungen vornehmen zu können, somit in ihrer Stellung in tatsächlicher Hinsicht keine wesentliche Veränderung erkennbar ist. (T53)
TE OGH 2015-09-25 5 Ob 92/15p
Auch
TE OGH 2015-09-25 5 Ob 179/15g
Auch; Beis wie T18
TE OGH 2015-10-30 5 Ob 181/15a
Auch; Beis wie T36
TE OGH 2016-01-25 5 Ob 8/16m
nur T5
TE OGH 2016-08-25 5 Ob 47/16x
Vgl auch
TE OGH 2017-05-04 5 Ob 141/16w
Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat auch die Wohnungseigentumstauglichkeit eines Objekts, bei dem die Einverleibung des Wohnungseigentums beantragt wird, selbständig zu prüfen. (T54)
TE OGH 2017-08-29 5 Ob 125/17v
Auch; Beis wie T54
TE OGH 2018-03-13 5 Ob 19/18g
Beisatz: Ob die dem Grundbuchsgesuch angeschlossenen Urkunden im Lichte des Paragraph 94, Absatz eins, Ziffer 3, GBG zu Zweifeln Anlass geben, ist eine Frage des Einzelfalls, die nur dann eine erhebliche Rechtsfrage begründen könnte, wenn dem Rekursgericht eine grobe Fehlbeurteilung unterlaufen ist. (T55)
TE OGH 2018-05-15 5 Ob 35/18k
Veröff: SZ 2018/36
TE OGH 2019-07-31 5 Ob 77/19p
TE OGH 2019-09-24 5 Ob 111/19p
TE OGH 2019-10-22 5 Ob 160/19v
Beis wie T55
TE OGH 2021-01-25 5 Ob 142/20y
Vgl; Beis wie T55
TE OGH 2021-07-15 5 Ob 113/21k
Beis wie T16; Beis wie T21
TE OGH 2021-11-30 5 Ob 72/21f
Beis wie T4; Beis wie T23
TE OGH 2022-08-29 5 Ob 113/22m
Beis wie T4
TE OGH 2023-03-30 5 Ob 10/23s
Beisatz wie T55
TE OGH 2023-07-24 5 Nc 12/23v
TE OGH 2024-07-04 5 Ob 106/24k
Beisatz: Beisatz: Hier: Nachweis der Widmung zum Gemeingebrauch (T56)
TE OGH 2024-12-18 5 Ob 88/24p
TE OGH 2025-01-30 5 Ob 98/24h
vgl
TE OGH 2025-06-03 5 Ob 33/25a
TE OGH 2025-09-23 5 Ob 13/25k
Beisatz wie T25
TE OGH 2026-04-14 5 Ob 135/25a
nur T5; Beisatz wie T20; Beisatz wie T55
ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0060878