Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0060878

Entscheidungsdatum

15.05.1974

Geschäftszahl

5Ob29/74; 5Ob28/75; 5Ob35/77; 5Ob8/79; 5Ob8/80; 5Ob27/81; 5Ob4/82; 5Ob7/82; 5Ob56/85; 5Ob79/85; 5Ob145/86; 5Ob162/86; 5Ob5/88; 5Ob35/88; 5Ob2/89; 5Ob15/89; 5Ob116/89; 5Ob24/90; 5Ob45/90; 5Ob55/90; 5Ob1003/91; 5Ob39/91; 5Ob34/92; 5Ob1024/92; 5Ob153/92; 5Ob115/92; 5Ob141/94; 5Ob1003/96; 5Ob2084/96y; 5Ob2249/96p; 5Ob2299/96s; 5Ob281/98d; 5Ob122/99y; 5Ob135/99k; 5Ob195/99h; 5Ob13/00y; 5Ob278/99i; 5Ob223/00f; 5Ob105/00b; 5Ob234/00y; 5Ob317/00d; 5Ob316/00g; 5Ob219/01v; 5Ob67/02t; 5Ob166/02a; 5Ob10/03m; 5Ob170/03s; 5Ob189/03k; 5Ob158/03a; 5Ob195/04v; 5Ob292/04h; 5Ob5/06f; 5Ob187/06w; 5Ob130/07i; 5Ob255/07x; 5Ob292/07p; 5Ob74/08f; 5Ob82/08g; 5Ob102/08y; 5Ob227/08f; 5Ob172/08t; 5Ob184/08g; 5Ob251/08k; 5Ob214/09w; 5Ob141/09k; 5Ob258/09s; 3Ob78/10g; 5Ob15/10g; 5Ob203/10d; 5Ob190/10t; 5Ob6/11k; 5Ob171/10y; 5Ob89/11s; 5Ob107/11p; 5Ob106/11s; 5Ob72/12t; 5Ob32/12k; 5Ob54/12w; 5Ob240/12y; 5Ob64/13t; 5Ob109/13k; 5Ob113/13y; 5Ob206/13z; 5Ob235/13i; 5Ob21/14w; 5Ob74/14i; 5Ob39/14t; 5Ob192/14t; 5Ob227/14i; 5Ob17/15h; 5Ob82/15t; 5Ob95/15d; 5Ob193/15s; 5Ob172/15b; 5Ob92/15p; 5Ob179/15g; 5Ob181/15a; 5Ob8/16m; 5Ob47/16x; 5Ob141/16w; 5Ob125/17v; 5Ob19/18g; 5Ob35/18k; 5Ob77/19p; 5Ob111/19p; 5Ob160/19v

Norm

GBG §94 Abs1 A; GBG §94 Abs1 Z3 D

Rechtssatz

Gemäß § 94 Abs 1 GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (§ 94 Abs 1 Z 3 GBG). Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt.

Entscheidungstexte

TE OGH 1974-05-15 5 Ob 29/74

Veröff: RPflSlgG 1517

TE OGH 1975-03-18 5 Ob 28/75

Beisatz: Daher zu prüfen, ob die Bestellung einer Reallast nicht der Umgehung der Pfandvorschriften dienen soll. (T1)

Veröff: EvBl 1976/13 S 20 = NZ 1976,95

TE OGH 1978-01-10 5 Ob 35/77

nur: Gemäß § 94 Abs 1 GBG hat das Grundbuchsgericht das Ansuchen und dessen Beilagen einer genauen Prüfung zu unterziehen. Es darf eine grundbücherliche Eintragung unter anderem nur dann bewilligen, wenn das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunden begründet erscheint (§ 94 Abs 1 Z 3 GBG). (T2)

Beisatz: Es handelt sich um eine Sachentscheidung, wenn das Grundbuchsansuchen nicht positiv erledigt wird, weil das Gericht der Ansicht ist, dass die nach § 94 Abs 1 Z 3 und 4 GBG erforderlichen Urkunden nicht vorliegen. (T3)

TE OGH 1979-04-24 5 Ob 8/79

Beisatz: Der streng formelle Charakter des Grundbuchsrechts verbietet es dem Grundbuchsgericht, eine grundbücherliche Eintragung bloß auf Grund von Schlussfolgerungen aus vorliegenden Urkunden zu bewilligen. (T4)

Veröff: NZ 1980,56

TE OGH 1980-05-06 5 Ob 8/80

nur: Das Ansuchen kann somit nur dann bewilligt werden, wenn der Urkundeninhalt ein derartiger ist, dass er nicht nur in formaler Beziehung unbedenklich erscheint, sondern auch bezüglich der materiell-rechtlichen Frage irgendwelche Zweifel nicht aufkommen lässt. (T5)

Beis wie T4

TE OGH 1981-10-20 5 Ob 27/81

Vgl auch; Beisatz: Nachweis des behaupteten eingeschränkten Umfangs eines der Eintragung entgegenstehenden Vorkaufsrechts. (T6)

TE OGH 1982-03-02 5 Ob 4/82

Beisatz: Die Klärung gegründeter Bedenken und Zweifel im Sinne des § 94 Abs 1 Z 2 oder 3 GBG ist dem Rechtsweg überlassen. (T7)

Veröff: JBl 1984,315

TE OGH 1982-06-22 5 Ob 7/82

Vgl auch; Beisatz: Umstände, die sich urkundlich nicht dartun lassen, müssen auf dem Rechtsweg geklärt werden. (T8)

Veröff: SZ 55/91 = MietSlg 34531(22)

TE OGH 1985-09-10 5 Ob 56/85

Beis wie T4; Veröff: NZ 1986,41

TE OGH 1985-10-01 5 Ob 79/85

nur T5; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Zweifel, ob zur Rechtswirksamkeit eines Kaufvertrages nach dessen Inhalt die Genehmigung des Konkursgerichtes erforderlich ist. (T9)

TE OGH 1986-10-21 5 Ob 145/86

Auch; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Das Vorliegen eines Schenkungswillens. (T10)

Veröff: SZ 59/174 = NZ 1987,161 (Hofmeister)

TE OGH 1986-11-04 5 Ob 162/86

Beisatz: Bleibt über das Grundbuchsansuchen kein Zweifel und ist eine Auslassung so offenkundig und von jedermann sofort erkennbar, hindert dies die Bewilligung nicht. (T11)

Veröff: NZ 1987, 105 (hiezu Hofmeister, 109)

TE OGH 1988-02-09 5 Ob 5/88

TE OGH 1988-04-19 5 Ob 35/88

nur T5; Veröff: NZ 1988,289 (Anmerkung von Hofmeister)

TE OGH 1989-01-24 5 Ob 2/89

Veröff: NZ 1989,162 (Anmerkung von Hofmeister)

TE OGH 1989-02-21 5 Ob 15/89

Veröff: NZ 1989,226 (Hofmeister)

TE OGH 1989-11-21 5 Ob 116/89

nur T5

TE OGH 1990-05-29 5 Ob 24/90

Beisatz: Bleibt zweifelhaft, ob es sich nicht doch um einem landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Betrieb gewidmete Grundstücke handelt und daher das Rechtsgeschäft der Genehmigung durch die Grundverkehrskommission bedarf kann dies nicht durch das Grundbuchsgericht selbst, bei dem ein reines Urkundenverfahren stattfinden, beseitigt werden, sondern nur durch von den Antragstellern beizubringende Urkunden. (T12)

TE OGH 1990-06-26 5 Ob 45/90

Beis wie T4; Beisatz: Hier: Einräumung eines lebenslänglichen alleinigen Nutzungsrechtes und Wohnrechtes an Haus samt Garten ohne nähere Spezifizierung. (T13)

TE OGH 1990-10-09 5 Ob 55/90

Beis wie T4

TE OGH 1991-01-29 5 Ob 1003/91

Beis wie T4

TE OGH 1991-06-11 5 Ob 39/91

Beis wie T4; Veröff: SZ 64/74 = NZ 1991,320 (Hofmeister, 323)

TE OGH 1992-03-24 5 Ob 34/92

Veröff: NZ 1993,19 (Hofmeister, 22)

TE OGH 1992-09-01 5 Ob 1024/92

nur T5

TE OGH 1992-12-15 5 Ob 153/92

nur T5; Beis wie T7; Beisatz: Hier: Es stellt ein Eintragungshindernis dar, wenn die Einräumung des Rechtes in der Urkunde von Umständen abhängig gemacht wird, die der Urkunde selbst nicht zu entnehmen sind. (T14)

Veröff: ÖBA 1993,570 (Hoyer) = NZ 1993,241 (Hofmeister, 243)

TE OGH 1992-09-29 5 Ob 115/92

Veröff: SZ 65/123

TE OGH 1994-12-13 5 Ob 141/94

Auch; Beis wie T10

TE OGH 1996-01-16 5 Ob 1003/96

Auch; Beisatz: Fragen bezüglich eines Rücktritts des Masseverwalters von einer geschlossenen Vereinbarung und der Bindung an eine seinerzeitige Treuhandabwicklung sind im Grundbuchsverfahren nicht zu untersuchen. (T15)

TE OGH 1996-04-30 5 Ob 2084/96y

Vgl auch; Beisatz: Im Grundbuchsverfahren kann ein vom Urkundenwortlaut abweichender Parteiwille nicht ermittelt werden. (T16)

TE OGH 1996-09-24 5 Ob 2249/96p

Vgl auch; nur T2; Beisatz: Das bei einem Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragspartner über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T17)

Beisatz: Kein ausreichender Anhaltspunkt für das Vorliegen eines Schenkungswillens gegeben; es ist daher von einem entgeltlichen Rechtsgeschäft auf den Todesfall auszugehen. (T18)

TE OGH 1997-05-27 5 Ob 2299/96s

Auch; nur T2; Beisatz: Die Beweislast für das Vorliegen einer "anderen Veräußerungsart" gemäß § 1078 ABGB trifft den Antragsteller (infolge der allgemeinen Beweislastverteilung sowie der Beweisnähe), weil über die wertbestimmenden Kriterien von Leistung und Gegenleistung nur die Vertragsteile Aufschluss geben können. (T19)

TE OGH 1998-11-10 5 Ob 281/98d

nur T5

TE OGH 1999-04-23 5 Ob 122/99y

TE OGH 1999-05-11 5 Ob 135/99k

Auch; Beisatz: Das einzutragende Recht muss aus den Urkunden selbst hervorgehen, es reicht nicht aus, wenn es bloß aus Folgerungen erschlossen werden kann (NZ 1990/192; NZ 1993/250 = WoBl 1993, 79; NZ 1998/306). (T20)

TE OGH 1999-07-13 5 Ob 195/99h

TE OGH 2000-02-15 5 Ob 13/00y

nur T5

TE OGH 2000-05-16 5 Ob 278/99i

Auch; Beis wie T4; nur T5; Beis wie T16; Beis wie T20

TE OGH 2000-09-26 5 Ob 223/00f

nur T5

TE OGH 2000-10-24 5 Ob 105/00b

Beis wie T20

TE OGH 2000-10-11 5 Ob 234/00y

Auch; Beis wie T7; Beisatz: Eine ergänzende oder gar vom Wortsinn der vorgelegten Grundbuchsurkunde abweichende Auslegung rechtsgeschäftlicher Erklärungen ist dem Grundbuchsrichter verwehrt. (T21)

Beisatz: Hier: Verzicht auf das Vorkaufsrecht durch den Vorkaufsberechtigten auf Grund von Nachträgen zum Kaufvertrag. (T22)

TE OGH 2001-01-16 5 Ob 317/00d

Auch; Beis wie T21; Veröff: SZ 74/7

TE OGH 2001-01-30 5 Ob 316/00g

TE OGH 2001-09-27 5 Ob 219/01v

Beis wie T21

TE OGH 2002-05-14 5 Ob 67/02t

Beisatz: Eine Berücksichtigung von Umständen, die erst außerhalb des Urkundeninhalts liegende Tatsachen durch eine bestimmte Auslegung ergeben, sowie eine Bedachtnahme auf einen nicht urkundlich erwiesenen, sondern allenfalls zu erschließenden Willen der Vertragsteile kommt nicht in Betracht. (T23)

TE OGH 2002-08-27 5 Ob 166/02a

Vgl auch; nur T5; Beisatz: Die Auslegung zweifelhafter Vertragsbestimmungen ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T24)

TE OGH 2003-03-11 5 Ob 10/03m

Vgl auch; Beisatz: Eine Auslegung, die wertend zwischen mehreren vernünftig in Betracht zu ziehenden Möglichkeiten abwägt, ist dem Grundbuchsgericht verwehrt. (T25)

TE OGH 2003-09-09 5 Ob 170/03s

Vgl auch; Beis ähnlich wie T21; Beisatz: Hier: Auslegung der Einantwortungsurkunde. (T26)

TE OGH 2003-10-07 5 Ob 189/03k

Vgl auch; Beisatz: Die eingeschränkte richterliche Kognition in Grundbuchsachen schließt zwar die Entscheidung von Zweifelsfragen bei der Auslegung von Urkunden oder Anträgen aus, nicht jedoch den logischen Schluss auf das nach juristischer Wertung einzig mögliche Ergebnis. (T27)

TE OGH 2003-09-09 5 Ob 158/03a

Vgl auch; Beisatz: Das Grundbuchgericht darf eine grundbücherliche Eintragung nur bewilligen, wenn die Urkunden auch den landesgesetzlichen Bestimmungen über den Grundverkehr entsprechen. (T28)

Veröff: SZ 2003/101

TE OGH 2004-09-28 5 Ob 195/04v

Beisatz: Die Frage der Gutgläubigkeit des Erwerbs ist keinesfalls eine bei der Bewilligung eines Grundbuchsgesuchs zu überprüfende Voraussetzung. (T29)

TE OGH 2005-02-28 5 Ob 292/04h

Beisatz: Besteht zwischen dem beurkundenden Notar/Substitut und einer Partei des Kaufvertrages Namensgleichheit, so kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass die vorgelegten Notariatsurkunden nicht die Kraft öffentlicher Urkunde haben, weil die Vermutung naheliegt, dass in Sachen einer in § 33 Abs 1 NO genannten Person Amtshandlungen vorgenommen wurden. Ein derartiger Zweifel besteht nur dann nicht, wenn der Notar bei Namensgleichheit ausdrücklich erklärt, dass er mit der gleichnamigen Person in keiner Beziehung im Sinn des § 33 Abs 1 NO steht. (T30)

TE OGH 2006-01-24 5 Ob 5/06f

Beis wie T16; Beis wie T21; Beis wie T23; Beisatz: Bei einem als solchen bezeichneten Kaufvertrag, der die Erklärung der Parteien enthält, mehrere Anteile um einen bestimmten Gesamtkaufpreis kaufen/verkaufen zu wollen, kann mangels irgendeinem Anhaltspunkt in der Urkunde selbst nicht auf einen Schenkungswillen geschlossen werden. (T31)

Veröff: SZ 2006/3

TE OGH 2006-08-29 5 Ob 187/06w

nur T5; Beisatz: Um in materiellrechtlicher Hinsicht am Zustandekommen eines Kaufvertrages keine Zweifel aufkommen zu lassen, bedarf es des urkundlichen Nachweises einer Einigung der Parteien über Kaufgegenstand und Preis, der in einer bestimmten oder bestimmbaren Gegenleistung bestehen kann. (T32)

TE OGH 2007-07-13 5 Ob 130/07i

Beis wie T16; Beis wie T21; Veröff: SZ 2007/114

TE OGH 2007-12-11 5 Ob 255/07x

Auch; Beis ähnlich wie T24; Beisatz: Hier: Eine Auslegung zu finden, die eine unklare „Bedingung" sinnvoll erscheinen lässt, ist nicht Aufgabe des Grundbuchgerichts. (T33)

Veröff: SZ 2007/195

TE OGH 2008-03-04 5 Ob 292/07p

Vgl auch; Beis wie T27; Beisatz: Das bedeutet, dass ein Grundbuchantrag nur dann abgewiesen werden muss, wenn die Gefahr einer Verwechslung des Eintragungsobjekts oder einer Fehlinterpretation des Begehrens gegeben ist. (T34)

TE OGH 2008-06-03 5 Ob 74/08f

Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Anmerkung der Übertragung des Rechts auf Wohnungseigentumseinräumung im Sinn des § 40 Abs 2 Satz 4 WEG 2002 erfordert den zweifelsfreien Nachweis der Übertragung auch der betreffenden Anwartschaftsrechte als materielle Voraussetzung. (T35)

TE OGH 2008-07-14 5 Ob 82/08g

Vgl auch; Beis wie T21; Beisatz: Das hindert den Grundbuchsrichter zwar nicht daran, aus Urkunden unmittelbare logische Schlussfolgerungen zu ziehen; in Spekulationen oder gar Beweisaufnahmen darüber, wie eine beurkundete Erklärung tatsächlich gewollt war, hat sich der Grundbuchsrichter aber nicht einzulassen. (T36)

Beisatz: Diese Einschränkung der grundbuchsrichterlichen Kognitionsmöglichkeit und -befugnis gilt allerdings für jeden Aspekt der Prüfung eines Eintragungsbegehrens, also auch für die Wahrnehmung von Eintragungshindernissen (so schon 5 Ob 234/00y). (T37)

Bem: Hier: Annahme eines Eintragungshindernisses (Kollision von Wohnungsgebrauchsrechten) aufgrund einer dem klaren und eindeutigen Wortlaut diametral widersprechenden Auslegung der Urkunde durch die Vorinstanzen. (T38)

TE OGH 2008-08-26 5 Ob 102/08y

Auch; Beisatz: Aus außervertraglichen Umständen abgeleiteten Bedenken in Richtung der Sittenwidrigkeit eines Vertrags kann im grundbuchrechtlichen Urkundenverfahren nicht nachgegangen werden. (T39)

TE OGH 2008-10-21 5 Ob 227/08f

Auch; Beisatz: Wenn auch § 32 Abs 1 lit a GBG die genaue Angabe der Liegenschaft, auf der die Einverleibung erfolgen soll, nur für Privaturkunden fordert und § 33 Abs 1 lit a GBG diese Erfordernisse nur für Rechtsgeschäfte vor einer öffentlichen Behörde oder einem Notar statuiert, muss doch jedenfalls nach § 94 Abs 1 Z 3 GBG das Begehren durch den Inhalt der beigebrachten Urkunde begründet erscheinen. Enthält also eine Amtsbestätigung nach § 182 Abs 3 AußStrG keine genaue Angabe der Liegenschaft, auf der eine Einverleibung erfolgen soll, vermag die Urkunde das Begehren auf Einverleibung auf einer bestimmten Liegenschaft nicht zu begründen. (T40)

Beisatz: Anders läge der Fall nur, wenn die Amtsbestätigung auf eine weitere Urkunde Bezug nähme, die die Voraussetzungen des § 32 GBG aufweist und in grundbuchsfähiger Form vorgelegt wird. (T41)

TE OGH 2008-11-25 5 Ob 172/08t

Vgl; Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat sich bei der Prüfung eines Gesuchs auf die Auslegung des Wortlauts eines Vertrags zu beschränken. (T42)

Veröff: SZ 2008/175

TE OGH 2008-12-09 5 Ob 184/08g

Auch; Beisatz: Kann allein aus Wortlaut und Regelungsgehalt der Urkunde nicht einmal das auf diesen Vertrag anzuwendende Recht mit letzter Sicherheit ermittelt werden, schließt dies allein schon die materielle Prüfung seiner Tauglichkeit als Eintragungsgrundlage aus und muss Bedenken über das Vorliegen der Voraussetzung des § 94 Abs 1 Z 3 GBG begründen. (T43)

Beisatz: Hat der Antragsteller die schriftliche Pfandbestellungsurkunde erst rund 16 Jahre nach der Liegenschaftseigentümerin unterfertigt, ist es jedenfalls zweifelhaft, dass dies im Lichte des § 862 ABGB wirksam gewesen sein könnte. (T44)

TE OGH 2009-03-03 5 Ob 251/08k

Beis wie T21; Beis wie T25; Beis wie T27; Beis wie T36; Beis wie T37

TE OGH 2009-10-13 5 Ob 214/09w

nur T5; Veröff: SZ 2009/140

TE OGH 2009-11-10 5 Ob 141/09k

nur T2; Beis wie T16; Beis wie T42; Beis ähnlich wie T36; Beisatz: Es sind nicht komplizierte Erwägungen tatsächlicher und rechtlicher Natur anzustellen, um den wahren Willen der Vertragsteile zu ergründen. (T45)

TE OGH 2010-02-11 5 Ob 258/09s

Auch

TE OGH 2010-05-26 3 Ob 78/10g

Auch

TE OGH 2010-06-22 5 Ob 15/10g

Auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Rechenoperationen. (T46)

TE OGH 2010-11-16 5 Ob 203/10d

Vgl auch; Beisatz: Für die Schaffung der Eintragungsgrundlagen durch ein „unaufwendiges Beweisverfahren“ fehlt im Grundbuchsverfahren als einem reinen Urkundenverfahren jede gesetzliche Grundlage. (T47)

TE OGH 2011-01-24 5 Ob 190/10t

Vgl; Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T20; Auch Beis wie T45

TE OGH 2011-02-09 5 Ob 6/11k

Vgl auch; Beis ähnlich wie T20; Beis ähnlich wie T21; Beis ähnlich wie T42

TE OGH 2011-02-09 5 Ob 171/10y

Vgl auch; Beis wie T4; Beisatz: Hier: Interpretation einer Generalklausel. (T48)

TE OGH 2011-05-26 5 Ob 89/11s

Auch; Beis wie T41

TE OGH 2011-06-07 5 Ob 107/11p

Auch; Beis wie T4; Beis wie T26; Beisatz: Hier: Interpretation eines nicht § 178 Abs 2 Z 2 AußStrG entsprechenden Einantwortungsbeschlusses. (T49)

TE OGH 2011-07-07 5 Ob 106/11s

Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T36, Beis ähnlich wie T37

TE OGH 2012-04-24 5 Ob 72/12t

Auch; Beis auch wie T25

TE OGH 2012-03-20 5 Ob 32/12k

Auch; Beisatz: Hier: Fehlende Rechtskraftbestätigung auf einer Bestätigung nach § 25a Abs 2 TGVG. (T50)

TE OGH 2012-07-04 5 Ob 54/12w

Auch; Beis auch wie T27; Beis auch wie T37

TE OGH 2013-01-24 5 Ob 240/12y

Auch; nur T5; Auch Beis wie T27

TE OGH 2013-05-16 5 Ob 64/13t

TE OGH 2013-06-20 5 Ob 109/13k

nur T2; Auch Beis wie T25

TE OGH 2013-09-20 5 Ob 113/13y

nur T5; Beis wie T4

TE OGH 2013-11-27 5 Ob 206/13z

Vgl auch; Beis wie T14; Beis wie T23; Beis ähnlich wie T27

TE OGH 2014-01-21 5 Ob 235/13i

Vgl auch; Beisatz: Das bei einem (gemischten) Schenkungsvertrag unabdingbar notwendige Einverständnis der Vertragsparteien über die (teilweise) Unentgeltlichkeit der beabsichtigten Vermögensverschiebung kann im Grundbuchsverfahren nur dann angenommen werden, wenn es sich aus den beigebrachten Urkunden ergibt. (T51)

TE OGH 2014-05-20 5 Ob 21/14w

Auch

TE OGH 2014-07-25 5 Ob 74/14i

Auch; Beis wie T23

TE OGH 2014-09-04 5 Ob 39/14t

Vgl; Beis wie T18; Veröff: SZ 2014/75

TE OGH 2014-12-16 5 Ob 192/14t

Auch; Beis wie T23

TE OGH 2015-03-24 5 Ob 227/14i

Vgl auch; Beis wie T42

TE OGH 2015-06-19 5 Ob 17/15h

Auch

TE OGH 2015-06-19 5 Ob 82/15t

Vgl auch; Beis wie T16; Beis wie T36

TE OGH 2015-08-25 5 Ob 95/15d

Vgl auch; Beisatz: Das aus einem Zivilrechtsstreit resultierende, gegen die im Grundbuchsverfahren einschreitende Antragstellerin gerichtete Verbot nach § 382 Abs 1 Z 5 EO, die Rechtfertigung des Eigentumsrechts vornehmen zu lassen, das zum Zeitpunkt der Gesuchseinbringung nach der Aktenlage mangels Zustellung überdies noch nicht wirksam war, begründet keine Bedenken im Sinn des § 94 Abs 1 Z 2 1. Fall GBG. (T52)

TE OGH 2015-09-25 5 Ob 193/15s

Vgl auch; Beis wie T4

TE OGH 2015-09-25 5 Ob 172/15b

Beisatz: Zweifel an einer tatsächlichen Übergabe können bestehen, wenn sich die Geschenkgeber ausdrücklich vorbehalten, an der geschenkten aber weiter benützten Eigentumswohnung sowie an allgemeinen Teilen nach Gutdünken bauliche Veränderungen vornehmen zu können, somit in ihrer Stellung in tatsächlicher Hinsicht keine wesentliche Veränderung erkennbar ist. (T53)

TE OGH 2015-09-25 5 Ob 92/15p

Auch

TE OGH 2015-09-25 5 Ob 179/15g

Auch; Beis wie T18

TE OGH 2015-10-30 5 Ob 181/15a

Auch; Beis wie T36

TE OGH 2016-01-25 5 Ob 8/16m

nur T5

TE OGH 2016-08-25 5 Ob 47/16x

Vgl auch

TE OGH 2017-05-04 5 Ob 141/16w

Beisatz: Das Grundbuchsgericht hat auch die Wohnungseigentumstauglichkeit eines Objekts, bei dem die Einverleibung des Wohnungseigentums beantragt wird, selbständig zu prüfen. (T54)

TE OGH 2017-08-29 5 Ob 125/17v

Auch; Beis wie T54

TE OGH 2018-03-13 5 Ob 19/18g

Beisatz: Ob die dem Grundbuchsgesuch angeschlossenen Urkunden im Lichte des § 94 Abs 1 Z 3 GBG zu Zweifeln Anlass geben, ist eine Frage des Einzelfalls, die nur dann eine erhebliche Rechtsfrage begründen könnte, wenn dem Rekursgericht eine grobe Fehlbeurteilung unterlaufen ist. (T55)

TE OGH 2018-05-15 5 Ob 35/18k

Veröff: SZ 2018/36

TE OGH 2019-07-31 5 Ob 77/19p

TE OGH 2019-09-24 5 Ob 111/19p

TE OGH 2019-10-22 5 Ob 160/19v

Beis wie T55

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0060878