Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0097183

Entscheidungsdatum

25.03.2025

Geschäftszahl

11Os33/74 (11Os34/74); 10Os61/78; 11Os120/84; 2Ob615/85; 6Ob72/98a; 4Ob210/15h; 4Ob37/16v; 9ObA64/16a; 1Ob97/24g

Norm

StPO §86

Rechtssatz

In einer Strafanzeige enthaltene, objektiv unrichtige Beschuldigungen sind, sofern sie den Rahmen eines sachdienlichen Vorbringens nicht überschreiten, nur dann rechtswidrig, wenn sie vom Anzeiger wider besseres Wissen erhoben wurden. Da jedermann das Recht zusteht, tatsächliche oder vermeintliche Pflichtwidrigkeit einer Behörde deren vorgesetzten Behörde anzuzeigen und von letzterer Abhilfe zu verlangen, haben auch für Aufsichtsbeschwerden die gleichen Grundsätze zu gelten wie für Behauptungen anlässlich der Erstattung von Strafanzeigen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1974-04-19 11 Os 33/74

Veröff: EvBl 1975/37 S 72 = SSt 45/11

TE OGH 1978-05-31 10 Os 61/78

nur: In einer Strafanzeige enthaltene, objektiv unrichtige Beschuldigungen sind, sofern sie den Rahmen eines sachdienlichen Vorbringens nicht überschreiten, nur dann rechtswidrig, wenn sie vom Anzeiger wider besseres Wissen erhoben wurden. (T1)

TE OGH 1984-10-31 11 Os 120/84

Vgl auch; nur T1; Veröff: EvBl 1985/55 S 245 = JBl 1985,432 = RZ 1985/30 S 91

TE OGH 1986-10-28 2 Ob 615/85

nur T1; Veröff: SZ 59/190 = JBl 1987,324 = RdW 1987,50

TE OGH 1998-03-19 6 Ob 72/98a

nur T1

TE OGH 2015-12-15 4 Ob 210/15h

nur T1

TE OGH 2016-03-30 4 Ob 37/16v

TE OGH 2016-06-24 9 ObA 64/16a

Vgl auch; nur T1

TE OGH 2025-03-25 1 Ob 97/24g

vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0097183