Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0080065

Entscheidungsdatum

26.03.1974

Geschäftszahl

4Ob306/74 (4Ob307/74); 4Ob307/77; 4Ob365/77; 4Ob307/78; 4Ob345/78; 4Ob400/78; 4Ob305/79; 4Ob307/79; 4Ob318/79; 4Ob322/79; 4Ob366/79; 4Ob406/79; 4Ob418/79; 4Ob312/80; 4Ob372/80; 4Ob377/80; 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob342/80 (4Ob343/80); 7Ob598/81; 4Ob375/81; 4Ob374/81; 4Ob380/81; 4Ob383/81; 4Ob317/82; 4Ob354/82; 4Ob404/82 (4Ob405/82, 4Ob406/82); 4Ob387/83; 4Ob322/84; 4Ob357/84; 4Ob362/84; 4Ob370/85; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob310/87; 4Ob336/87 (4Ob337/87); 4Ob360/87; 3Ob541/87; 4Ob395/87; 2Ob664/87; 4Ob28/88; 4Ob27/88; 4Ob49/89; 4Ob44/90 (4Ob45/90); 4Ob120/90; 4Ob155/90; 4Ob73/91; 4Ob130/93; 4Ob3/94; 4Ob164/93; 4Ob34/94; 4Ob74/94; 4Ob22/95; 4Ob74/95; 4Ob2051/96p; 4Ob2109/96t; 4Ob2062/96f; 4Ob2281/96m; 4Ob2264/96m; 4Ob163/97t; 4Ob320/97f; 4Ob270/97b; 4Ob158/98h; 4Ob290/98w; 10Ob416/98v; 1Ob296/98f; 4Ob192/99k; 4Ob168/99f; 4Ob310/99b; 4Ob111/00b; 4Ob220/00g; 4Ob193/00m; 4Ob283/00x; 4Ob145/01d; 4Ob82/02s; 4Ob131/02x; 4Ob169/03m; 4Ob177/03p; 4Ob185/04s; 8ObA134/04w; 4Ob154/06k; 4Ob6/07x; 17Ob18/07g; 17Ob1/08h; 4Ob171/08p; 4Ob34/09t; 6Ob27/09b; 4Ob124/09b; 4Ob225/09f; 4Ob201/10b; 4Ob88/11m; 4Ob139/11m; 4Ob4/12k; 4Ob192/12g; 4Ob199/12m; 10Ob33/13w; 4Ob62/14t; 4Ob127/14a; 1Ob150/14m; 4Ob175/17i; 4Ob179/18d

Norm

MschG §10 Abs1; UWG §14 A2

Rechtssatz

Für die Wiederholungsgefahr spricht die Vermutung, dass derjenige, welcher gegen das UWG verstoßen hat, hiezu neuerlich geneigt sein wird. Er hat daher jene besonderen Umstände darzutun, die eine Wiederholung seiner Handlung als völlig ausgeschlossen oder doch äußerst unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1974-03-26 4 Ob 306/74

TE OGH 1977-02-08 4 Ob 307/77

Veröff: ÖBl 1977,108

TE OGH 1977-09-27 4 Ob 365/77

nur: Er hat daher jene besonderen Umstände darzutun, die eine Wiederholung seiner Handlung als völlig ausgeschlossen oder doch äußerst unwahrscheinlich erscheinen lassen. (T1)

TE OGH 1978-03-07 4 Ob 307/78

nur T1

TE OGH 1978-07-04 4 Ob 345/78

nur T1

TE OGH 1978-12-19 4 Ob 400/78

nur T1

TE OGH 1979-01-30 4 Ob 305/79

nur T1; Veröff: ÖBl 1979,80

TE OGH 1979-03-13 4 Ob 307/79

nur T1

TE OGH 1979-03-27 4 Ob 318/79

TE OGH 1979-04-10 4 Ob 322/79

nur T1

TE OGH 1979-07-10 4 Ob 366/79

Veröff: JBl 1980,374

TE OGH 1980-01-15 4 Ob 406/79

Veröff: JBl 1980,65

TE OGH 1980-01-15 4 Ob 418/79

nur T1; Veröff: JBl 1980,128

TE OGH 1980-03-25 4 Ob 312/80

Beisatz: Griechenland - Reisen (T2) Veröff: JBl 1981,45

TE OGH 1980-09-23 4 Ob 372/80

nur T1

TE OGH 1980-11-04 4 Ob 377/80

nur: Für die Wiederholungsgefahr spricht die Vermutung, dass derjenige, welcher gegen das UWG verstoßen hat, hiezu neuerlich geneigt sein wird. (T3)

TE OGH 1981-03-17 4 Ob 340/80

nur T1

TE OGH 1981-05-05 4 Ob 342/80

nur T1; Veröff: ÖBl 1981,122

TE OGH 1981-06-11 7 Ob 598/81

nur T1

TE OGH 1981-07-07 4 Ob 375/81

nur T1

TE OGH 1981-09-15 4 Ob 374/81

nur T1

TE OGH 1981-09-29 4 Ob 380/81

TE OGH 1981-11-04 4 Ob 383/81

TE OGH 1982-03-30 4 Ob 317/82

TE OGH 1982-07-13 4 Ob 354/82

nur T1

TE OGH 1983-01-11 4 Ob 404/82

nur T1

TE OGH 1983-11-08 4 Ob 387/83

nur T1; Beisatz: Flüssiggasflaschenabfüllung (T4)

TE OGH 1984-04-17 4 Ob 322/84

nur T1; Veröff: MR 1984 H4, Archiv 13 (Korn, Archiv 10) = ÖBl 1984,135 = RdW 1984,372 = GRURInt 1985,58

TE OGH 1984-09-11 4 Ob 357/84

nur T1; Veröff: JBl 1985,430 = ÖBl 1984,161

TE OGH 1984-09-25 4 Ob 362/84

nur T1; Veröff: ÖBl 1985,43

TE OGH 1985-10-29 4 Ob 370/85

nur T1; Veröff: MR 1986,29

TE OGH 1986-05-13 4 Ob 331/86

TE OGH 1986-12-02 4 Ob 383/86

nur T1; Beisatz: Gilt auch bei einer einmaligen Gesetzesverletzung. (T5) Veröff: ÖBl 1988,79 (F Prunbauer, 63)

TE OGH 1987-06-30 4 Ob 310/87

Auch; Beisatz: Die Wiederholung muss ernstlich und greifbar zu besorgen sein, nicht nur bloß denkbar. (T6)

TE OGH 1987-06-30 4 Ob 336/87

TE OGH 1987-09-15 4 Ob 360/87

TE OGH 1987-10-07 3 Ob 541/87

Veröff: MR 1988,20 (Korn) = GesRZ 1988,107

TE OGH 1987-11-30 4 Ob 395/87

Veröff: ÖBl 1989,52

TE OGH 1988-01-26 2 Ob 664/87

nur T1; Beisatz: Eine Verurteilung wegen des Vergehens der üblen Nachrede nach § 111 Abs 1 und 2 StGB und der Umstand, dass seit dem Vorfall mehr als zwei Jahre vergingen, ohne dass ein neuerlicher Vorfall in dieser Richtung aufgezeigt worden wäre, lassen die Gefahr einer Wiederholung der verpönten Äußerungen äußerst unwahrscheinlich erscheinen. (T7) Veröff: MR 1988,87

TE OGH 1988-05-31 4 Ob 28/88

Veröff: MR 1988,205 = ÖBl 1989,56 = GRURInt 1990,74

TE OGH 1988-05-31 4 Ob 27/88

nur T1

TE OGH 1989-05-09 4 Ob 49/89

Beisatz: Die bloße Behauptung, er werde von künftigen Störungen Abstand nehmen, genügt nicht. (T8)

TE OGH 1990-04-03 4 Ob 44/90

TE OGH 1990-07-10 4 Ob 120/90

nur T1; Beisatz: Hier: Wegfall der Wiederholungsgefahr wegen Nichtfortführung des Unternehmens durch eintretenden Masseverwalter. (T9)

TE OGH 1990-11-06 4 Ob 155/90

Veröff: WBl 1991,138 = ÖBl 1991,134 = MR 1991,70 (M Walter)

TE OGH 1991-05-28 4 Ob 73/91

Beisatz: Ist die Wiederholungsgefahr auf Grund des vom Beklagten begangenen Wettbewerbsverstoßes zu vermuten, dann muss es genügen, wenn der Kläger den Wettbewerbsverstoß behauptet; damit wird die Vermutung, dass der Beklagte auch in Zukunft zu gleichartigen Verstößen neigen werde, ausgelöst. (T10) Veröff: ÖBl 1992,42

TE OGH 1993-10-19 4 Ob 130/93

TE OGH 1994-01-25 4 Ob 3/94

TE OGH 1994-01-11 4 Ob 164/93

nur T3; Beisatz: Haben die Beklagten die beanstandete Werbeankündigung zu einer Zeit versandt, da sie gesetzlich zulässig war, dann fehlt jede Grundlage für die Vermutung, sie würden, zur Begehung weiterer rechtswidriger Eingriffe geneigt sein, da sie ja schon vorher eine solche unlautere Wettbewerbshandlung begangen haben müssten. (T11)

TE OGH 1994-04-26 4 Ob 34/94

nur T1

TE OGH 1994-06-28 4 Ob 74/94

nur T3

TE OGH 1995-04-25 4 Ob 22/95

Beis wie T6; Beis wie T8; Beisatz: Der Beklagte muss ein Verhalten an den Tag legen, das wichtige Rückschlüsse auf seine Willensrichtung zulässt; oder es muss ein Sachverhalt eingetreten sein, der eine Wiederholung praktisch ausschließt. (T12)

TE OGH 1995-09-19 4 Ob 74/95

Auch; nur T1

TE OGH 1996-04-16 4 Ob 2051/96p

Beisatz: Hier: Dass der Beklagte die Gewerbeberechtigung in Zukunft verlieren, das Gewerbe aber dennoch ausüben würde, wurde als außerhalb jeder Wahrscheinlichkeit liegend beurteilt. (T13)

TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2109/96t

nur T1; Beis wie T8

TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2062/96f

nur T1

TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2281/96m

TE OGH 1996-09-17 4 Ob 2264/96m

Beisatz: Dabei kommt es vor allem darauf an, wie sich der Verletzer seit der Beanstandung verhalten hat und ob diesem Verhalten gewichtige Anhaltspunkte dafür entnommen werden können, dass er ernstlich gewillt ist, künftig Störungen zu vermeiden. (T14)

TE OGH 1997-05-27 4 Ob 163/97t

nur T1

TE OGH 1997-10-28 4 Ob 320/97f

nur T1; Veröff: SZ 70/227

TE OGH 1997-10-28 4 Ob 270/97b

nur T1

TE OGH 1998-06-30 4 Ob 158/98h

Vgl; Beis wie T8; Beisatz: Vor allem dann nicht, wenn die Erklärung unter dem Druck eines drohenden Prozesses abgegeben wird. (T15)

TE OGH 1998-11-10 4 Ob 290/98w

Auch; nur T3; Veröff: SZ 72/49

TE OGH 1999-01-26 10 Ob 416/98v

Vgl auch; Beis ähnlich wie T14

TE OGH 1999-03-23 1 Ob 296/98f

nur T1

TE OGH 1999-09-14 4 Ob 192/99k

Auch; Beis wie T14

TE OGH 1999-09-28 4 Ob 168/99f

Auch

TE OGH 1999-11-23 4 Ob 310/99b

Auch; nur T1

TE OGH 2000-04-12 4 Ob 111/00b

TE OGH 2000-09-13 4 Ob 220/00g

Auch; nur T1

TE OGH 2000-10-03 4 Ob 193/00m

Auch; nur T1

TE OGH 2000-11-14 4 Ob 283/00x

Auch; nur T1; Beis wie T14

TE OGH 2001-07-10 4 Ob 145/01d

Beisatz: Allein im Ausscheiden eines Gesellschafters als Geschäftsführer liegen noch keine solchen besonderen Umstände, hat es doch der zweite Gesellschafter dessen Gesellschaftsanteil mehr als die Hälfte des Stammkapitals beträgt, allein in der Hand, auf Grund eines entsprechenden Gesellschafterbeschlusses wieder in diese Position zurückzukehren. (T16)

TE OGH 2002-05-28 4 Ob 82/02s

Auch; Beisatz: Aufklärungsmaßnahmen können ein Indiz für den Sinneswandel sein. Die Abgabe der strafbewehrten Unterlassungserklärung durch die Beklagte ist eine Maßnahme in diesem Sinn; sie zeigt, dass es ihr mit ihrer Unterlassungsverpflichtung ernst ist, so dass keine Wiederholungsgefahr besteht. (T17)

TE OGH 2002-06-18 4 Ob 131/02x

Auch; Beisatz: Ob die Wiederholungsgefahr nicht verneint werden kann, wenn der Beklagte die behördliche Genehmigung erlangt, deren Fehlen den Vorwurf sittenwidrigen Handelns begründet, hängt davon ab, ob es wahrscheinlich ist, dass sich der Beklagte auch in Zukunft über die Genehmigungspflicht hinwegsetzen werde, sei es, weil die Genehmigung wieder aufgehoben werden kann, sei es, dass der Beklagte - wie bei der Genehmigungspflicht für bestimmte Tarifänderungen - auch in Zukunft jene Maßnahmen treffen wird, die genehmigungspflichtig sind. (T18)

TE OGH 2003-08-19 4 Ob 169/03m

Beis ähnlich wie T14

TE OGH 2003-09-23 4 Ob 177/03p

nur T1

TE OGH 2004-11-09 4 Ob 185/04s

Beisatz: Wenn ein Unternehmer, der durch Unterlassung der Gewerbeanmeldung gegen § 1 UWG verstoßen hat, noch vor der Entscheidung des Erstgerichts das Gewerbe anmeldet, so ist ein Sachverhalt eingetreten, der eine Wiederholung des Wettbewerbsverstoßes so gut wie unmöglich macht. (T19)

TE OGH 2005-03-17 8 ObA 134/04w

TE OGH 2006-11-21 4 Ob 154/06k

Beisatz: Hier: Markenrechtsverletzung. (T20)

TE OGH 2007-03-20 4 Ob 6/07x

TE OGH 2007-07-10 17 Ob 18/07g

TE OGH 2008-04-08 17 Ob 1/08h

Beis wie T20

TE OGH 2008-11-18 4 Ob 171/08p

Vgl; Beisatz: Es ist daher Sache des Beklagten, Umstände zu behaupten und zu beweisen, denen gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen. (T21)

TE OGH 2009-05-12 4 Ob 34/09t

Auch; Beis wie T21; Veröff: SZ 2009/63

TE OGH 2009-03-26 6 Ob 27/09b

Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 364 Abs 2 ABGB. (T22)

TE OGH 2009-10-20 4 Ob 124/09b

Vgl; Beis ähnlich T14

TE OGH 2010-01-19 4 Ob 225/09f

Vgl

TE OGH 2010-12-15 4 Ob 201/10b

Auch

TE OGH 2011-08-09 4 Ob 88/11m

Auch; Beisatz: Dass das Verhalten des Beklagten bei Schluss der Verhandlung erster Instanz rechtmäßig war, hat für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr keine Bedeutung, solange die Möglichkeit besteht, dass sich die Verhältnisse neuerlich ändern und das Verhalten dadurch wieder rechtswidrig wird. (T23); Beisatz: Gegebenenfalls aber für den Umfang der Unterlassungspflicht. (T24)

TE OGH 2011-10-19 4 Ob 139/11m

Beis wie T14

TE OGH 2012-02-28 4 Ob 4/12k

TE OGH 2012-11-28 4 Ob 192/12g

Auch; Beisatz: Hier: Bildnisschutz nach § 78 UrhG. (T25)

TE OGH 2012-11-28 4 Ob 199/12m

Auch

TE OGH 2013-06-25 10 Ob 33/13w

Ähnlich; Beis wie T1

TE OGH 2014-09-17 4 Ob 62/14t

Vgl auch; Beisatz: Eine nachträgliche Gestattung ändert nichts an der bestehenden Wiederholungsgefahr. (T26); Veröff: SZ 2014/79

TE OGH 2014-09-17 4 Ob 127/14a

TE OGH 2014-09-18 1 Ob 150/14m

Vgl auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T27)

TE OGH 2017-10-24 4 Ob 175/17i

TE OGH 2018-10-23 4 Ob 179/18d

Beisatz: Das Vorliegen eines Unterlassungstitels aus einem anderen Verbandsverfahren nach §§ 28, 29 KSchG beseitigt die Wiederholungsgefahr nicht. (T28)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1974:RS0080065