OGH
RS0034986
11.09.2025
4Ob91/73 (4Ob92/73); 4Ob31/74 (4Ob47/74); 8Ob513/76; 4Ob136/76; 7Ob689/77; 1Ob712/78; 1Ob722/78 (1Ob723/78); 8Ob607/78; 5Ob661/79; 5Ob706/79; 2Ob505/80; 1Ob594/80; 3Ob588/80; 1Ob586/82; 7Ob775/81; 4Ob60/82; 5Ob47/82; 6Ob716/85; 5Ob510/85; 8Ob518/87; 7Ob688/90; 9ObA93/92; 10Ob531/94; 7Ob610/95; 6Ob2296/96g; 1Ob2370/96b; 5Ob30/01z; 2Ob316/02p; 6Ob261/03f; 2Ob217/04g; 1Ob239/05m; 7Ob147/06b; 6Ob234/06i; 10Ob47/07w; 6Ob58/07h; 2Ob155/08w; 17Ob21/09a; 2Ob186/10g; 9Ob39/11t; 1Ob17/12z; 7Ob48/12b; 9ObA20/13a; 5Ob225/12t; 5Ob94/13d; 7Ob110/13x; 7Ob123/13h; 3Ob197/13m; 1Ob34/15d; 7Ob19/16v; 2Ob105/15b; 3Ob249/16p; 8Ob86/16d; 7Ob181/17v; 6Ob40/19d; 2Ob142/19z; 4Ob171/20f; 4Ob33/21p; 9ObA20/21p; 4Ob114/21z; 4Ob97/22a; 2Ob136/22x; 3Ob141/22i; 10Ob43/23f; 8Ob66/24z; 1Ob190/24h; 4Ob91/25y
EGZPO ArtXLII IA
EGZPO ArtXLII IDa
Der keinesfalls ausdehnend auszulegende erste Anwendungsfall des Art XLII EGZPO begründet keinen neuen materiell - rechtlichen Anspruch auf Vermögensangabe, Rechnungslegung oder Auskunftserteilung; er setzt vielmehr voraus, dass eine solche Verpflichtung schon nach bürgerlichem Recht besteht.
TE OGH 1973-10-30 4 Ob 91/73
Veröff: SZ 46/112 = EvBl 1974/70 S 160 = Arb 9164 = ÖBl 1974,5 = ZAS 1974,217 (Koppensteiner) = SozM IA/e,1074
TE OGH 1974-07-09 4 Ob 31/74
Veröff: SozM IA/e,1063
TE OGH 1976-03-17 8 Ob 513/76
Veröff: EvBl 1977/4 S 16
TE OGH 1977-02-01 4 Ob 136/76
Vgl auch
TE OGH 1977-11-10 7 Ob 689/77
TE OGH 1978-12-15 1 Ob 712/78
Vgl auch
TE OGH 1978-12-06 1 Ob 722/78
TE OGH 1979-02-15 8 Ob 607/78
Veröff: EvBl 1979/175 S 464 = JBl 1980,375
TE OGH 1979-11-27 5 Ob 661/79
TE OGH 1980-01-15 5 Ob 706/79
TE OGH 1980-02-26 2 Ob 505/80
Veröff: SZ 53/29 = JBl 1981,274
TE OGH 1980-06-18 1 Ob 594/80
TE OGH 1980-09-17 3 Ob 588/80
TE OGH 1982-06-02 1 Ob 586/82
TE OGH 1982-07-01 7 Ob 775/81
TE OGH 1983-06-14 4 Ob 60/82
TE OGH 1983-11-29 5 Ob 47/82
TE OGH 1986-01-16 6 Ob 716/85
Auch; Veröff: SZ 59/13 = GesRZ 1986,259
TE OGH 1986-04-29 5 Ob 510/85
Veröff: SZ 59/74 = RdW 1986,208 = JBl 1986,511 = ÖBA 1986,411 (Jabornegg)
TE OGH 1987-02-12 8 Ob 518/87
nur: Der erste Anwendungsfall des Art XLII EGZPO begründet keinen neuen materiell - rechtlichen Anspruch auf Vermögensangabe, Rechnungslegung oder Auskunftserteilung; er setzt vielmehr voraus, dass eine solche Verpflichtung schon nach bürgerlichem Recht besteht. (T1)
Veröff: EFSlg XXIV/7
TE OGH 1991-01-31 7 Ob 688/90
Beisatz: Ein Informationsmangel des Noterben und das sich daraus ergebende Interesse an einer Manifestationsklage rechtfertigt keine Änderung der gegebenen Rechtslage durch die Rechtsprechung. (T2)
Veröff: RZ 1993,98
TE OGH 1992-05-13 9 ObA 93/92
Auch; Veröff: ZAS 1993/14 S 181 (Klicka) = ÖBl 1992,231
TE OGH 1994-11-08 10 Ob 531/94
Auch; Veröff: SZ 67/195
TE OGH 1996-05-15 7 Ob 610/95
Auch; Veröff: SZ 69/119
TE OGH 1996-11-21 6 Ob 2296/96g
nur T1; Veröff: SZ 69/260
TE OGH 1996-12-16 1 Ob 2370/96b
Auch
TE OGH 2001-09-27 5 Ob 30/01z
Auch; Veröff: SZ 74/164
TE OGH 2003-01-30 2 Ob 316/02p
Auch; nur T1
TE OGH 2004-09-23 6 Ob 261/03f
Beisatz: Diese Verpflichtung kann sich entweder unmittelbar aus einer Norm des bürgerlichen Rechts oder aus einer privatrechtlichen Vereinbarung zwischen den Parteien ergeben. (T3)
TE OGH 2004-10-04 2 Ob 217/04g
Auch; Beisatz: Eine Stufenklage zur Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen ist im streitigen Verfahren zulässig. (T4)
TE OGH 2006-03-07 1 Ob 239/05m
Beisatz: Eine solche ist auch aus privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Parteien ableitbar, wenn ein Vertragsteil in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang des Vermögens im Ungewissen und der andere unschwer in der Lage ist, Auskunft zu erteilen und die Auskunftserteilung nach den Grundsätzen von Treu und Glauben zumutbar ist. (T5)
Beisatz: Die Begründetheit eines eingeklagten Auskunftsanspruchs ist unter Rückgriff auf das geltend gemachte materielle Aufklärungsrecht jeweils im Einzelfall zu ermitteln. (T6)
Beisatz: Fehlt hingegen das - eine Erfolgsvoraussetzung bildende - erforderliche privatrechtliche Interesse an der Ermittlung des (hier: verglichenen) Vermögensstands oder Schuldenstands, ist eine Stufenklage mit Urteil abzuweisen. (T7)
TE OGH 2006-11-29 7 Ob 147/06b
Auch; Beisatz: Nach der festgestellten Vereinbarung zwischen dem Erblasser und dem Beklagten hatte dieser das Sparbuch nur zu verwahren und über sein Ersuchen die von ihm genannten Beträge zu beheben, nicht jedoch dieses zu verwalten und die Gelder im Namen und auf Rechnung des Erblassers ohne dessen Zutun anzulegen oder für ihn zu verwenden. Damit ist im vorliegenden Einzelfall ein über die Vorlage des Sparbuches und Offenlegung der Kontobewegungen hinausgehender Rechnungslegungsanspruch nicht gegeben. (T8)
TE OGH 2006-11-30 6 Ob 234/06i
Auch
TE OGH 2007-05-11 10 Ob 47/07w
Beisatz: Das Zivilrecht enthält aber keine generelle beziehungsweise einheitliche Regelung, unter welchen Voraussetzungen, worüber und in welcher Weise jemand einem anderen eine Aufklärung schuldig ist. Vielmehr sind die Offenlegungspflichten auf zahlreiche Bestimmungen zerstreut. Diese sind weder in ihren Voraussetzungen für die Offenlegung noch in deren Inhalt und Umfang einheitlich. Durchwegs sind viele Fragen vom Gesetzeswortlaut offengelassen und müssen durch Auslegung oder anhand der Umstände und Erfordernisse des Einzelfalls ermittelt werden. Ob die vom Kläger verlangte Aufklärung vom Beklagten überhaupt sowie in der begehrten Weise geschuldet wird, muss daher das Gericht im Einzelfall anhand der für den jeweils geltend gemachten Auskunftsanspruch einschlägigen zivilrechtlichen Bestimmung ermitteln. (T9)
Veröff: SZ 2007/72
TE OGH 2007-05-25 6 Ob 58/07h
Auxch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Hier: Kreditverhältnis. (T10)
TE OGH 2008-08-14 2 Ob 155/08w
nur T1
TE OGH 2009-12-16 17 Ob 21/09a
Auch; Beisatz: Hier: UWG und Immaterialgüterrecht. (T11)
TE OGH 2011-09-29 2 Ob 186/10g
Auch; Veröff: SZ 2011/122
TE OGH 2011-12-21 9 Ob 39/11t
Auch
TE OGH 2012-06-22 1 Ob 17/12z
nur T1; Beis wie T5 nur: Eine solche ist auch aus privatrechtlichen Vereinbarungen zwischen den Parteien ableitbar. (T12)
TE OGH 2012-10-17 7 Ob 48/12b
TE OGH 2013-06-25 9 ObA 20/13a
Beis wie T3
TE OGH 2013-07-16 5 Ob 225/12t
TE OGH 2013-08-28 5 Ob 94/13d
Auch
TE OGH 2013-09-04 7 Ob 110/13x
Auch; Beisatz: Hier: Begehren auf Auskunft über die Haftpflichtversicherung des Sachverständigen gestützt auf Paragraph 2 a, SDG. - Rechnungslegungsanspruch verneint. (T13)
TE OGH 2013-11-13 7 Ob 123/13h
Auch
TE OGH 2014-01-22 3 Ob 197/13m
Vgl auch; Beisatz: Hier: Auskunftsanspruch des Überwachten gegenüber der Detektei auf Bekanntgabe der Daten ihres Auftraggebers verneint. (T14)
TE OGH 2015-03-19 1 Ob 34/15d
Vgl; Beis wie T6
TE OGH 2016-03-16 7 Ob 19/16v
Beis wie T3; Beis wie T9
TE OGH 2016-06-28 2 Ob 105/15b
TE OGH 2017-02-22 3 Ob 249/16p
Beis wie T5
TE OGH 2017-05-30 8 Ob 86/16d
Auch; Beis wie T5
TE OGH 2018-09-26 7 Ob 181/17v
Auch
TE OGH 2019-08-29 6 Ob 40/19d
Beis wie T3
TE OGH 2020-06-29 2 Ob 142/19z
Vgl
TE OGH 2020-11-26 4 Ob 171/20f
Vgl; Beisatz: Bei Bestehen einer gesetzlichen Sonderregelung oder aufgrund des jeweiligen konkreten Vertragsverhältnisses kommt ein Rechnungslegungsanspruch ausnahmsweise auch zur Geltendmachung von Herausgabe‑ oder Schadenersatzansprüchen in Betracht. (T15)
TE OGH 2021-03-15 4 Ob 33/21p
TE OGH 2021-04-29 9 ObA 20/21p
nur T1
TE OGH 2021-09-22 4 Ob 114/21z
Beisatz: Hier: Verletzung des UWG. (T16)
TE OGH 2022-06-30 4 Ob 97/22a
TE OGH 2022-09-06 2 Ob 136/22x
Beisatz: Hier: Rechnungslegungspflicht des Vermögensverwalter gegenüber den Erben – vergleiche RS0025120. (T17)
TE OGH 2022-09-29 3 Ob 141/22i
TE OGH 2023-11-21 10 Ob 43/23f
Beisatz: Hier: Vertraglicher Auskunftsanspruch des Kunden gegenüber der Bank hinsichtlich Kleinbetragssparbüchern. (T18)
TE OGH 2024-09-26 8 Ob 66/24z
vgl
TE OGH 2024-12-19 1 Ob 190/24h
vgl
TE OGH 2025-09-11 4 Ob 91/25y
ECLI:AT:OGH0002:1973:RS0034986