Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0022541

Entscheidungsdatum

22.11.1972

Geschäftszahl

1Ob246/72; 2Ob122/75; 8Ob171/79; 8Ob287/79; 2Ob125/80; 2Ob4/88 (2Ob5/88); 2Ob25/94; 2Ob215/06s; 2Ob232/09w; 2Ob210/09k; 2Ob106/21h; 2Ob187/21w

Norm

ABGB §1295 Ia3b; EKHG §9 C

Rechtssatz

Auch bei Ansprüchen, die sich aus dem EKHG ableiten, muss zwischen dem diesem Gesetz widersprechenden Verhalten und den eingetretenen Unfallsfolgen ein Kausalzusammenhang bestehen. Hätte sich also der Unfall selbst dann ereignet, wenn der in Anspruch Genommene die erforderliche Sorgfaltspflicht angewendet hätte, muss die Nichtbeachtung der Sorgfaltspflicht außer Betracht bleiben.

Entscheidungstexte

TE OGH 1972-11-22 1 Ob 246/72

TE OGH 1975-06-26 2 Ob 122/75

TE OGH 1979-10-18 8 Ob 171/79

TE OGH 1980-03-20 8 Ob 287/79

TE OGH 1980-10-14 2 Ob 125/80

Beisatz: Der unaufgeklärte Umstand, dass der Autolenker trotz einer Geschwindigkeitsbeschränkung von fünfundzwanzig Kilometer pro Stunde möglicherweise mit einer Geschwindigkeit von siebenundzwanzig Kilometer pro Stunde gefahren ist, geht zu seinen Lasten. (T1) Veröff: ZVR 1981/146 S 204

TE OGH 1988-03-23 2 Ob 4/88

TE OGH 1994-04-28 2 Ob 25/94

TE OGH 2007-06-14 2 Ob 215/06s

Auch

TE OGH 2010-01-28 2 Ob 232/09w

Auch; Beisatz: Hier: Frage der Beleuchtung eines bei Tageslicht abgeschleppten Mofas irrelevant, weil die Klägerin das Mofa ohnehin wahrgenommen hatte. (T2)

TE OGH 2010-08-24 2 Ob 210/09k

Auch

TE OGH 2021-08-05 2 Ob 106/21h

Vgl

TE OGH 2021-11-25 2 Ob 187/21w

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0022541