Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0079652

Entscheidungsdatum

26.03.2026

Geschäftszahl

4Ob345/72; 4Ob307/77; 4Ob365/77; 4Ob345/78; 4Ob405/78; 4Ob305/79; 4Ob418/79; 4Ob372/80; 4Ob380/81; 4Ob426/81; 4Ob341/82; 4Ob354/82; 4Ob399/83; 4Ob308/84; 4Ob322/84; 4Ob345/85; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 4Ob332/87; 4Ob396/87; 4Ob155/90; 4Ob90/90; 4Ob33/91; 4Ob3/94; 4Ob34/94; 4Ob67/94; 4Ob2051/96p; 4Ob2109/96t; 4Ob2281/96m; 4Ob20/97p; 4Ob266/01y; 4Ob110/02h; 4Ob125/03s; 4Ob199/03y; 4Ob28/14t; 4Ob175/17i; 4Ob76/25t

Norm

UWG §14 A2

Rechtssatz

Die Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte und der Beklagte von sich aus - etwa durch Berichtigung des Fehlers - eine Handlung gesetzt hat, die seine Sinnesänderung nach außen klar erkennen läßt. Die Vermutung spricht für das Bestehen einer Wiederholungsgefahr; es ist Sache des Verletzters, diese Vermutung zu widerlegen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1972-10-03 4 Ob 345/72

Veröff: ÖBl 1973,135

TE OGH 1977-02-08 4 Ob 307/77

Veröff: ÖBl 1977,108

TE OGH 1977-09-27 4 Ob 365/77

nur: Die Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte. (T1) Beisatz: Angeblich durch die zuständige Gewerbebehörde veranlaßter Irrtum. (T2)

TE OGH 1978-07-04 4 Ob 345/78

nur: Die Wiederholungsgefahr kann unter Umständen dann ausgeschlossen sein, wenn der Wettbewerbsverstoß der Beklagten auf einem Irrtum beruhte und der Beklagte von sich aus - etwa durch Berichtigung des Fehlers - eine Handlung gesetzt hat, die seine Sinnesänderung nach außen klar erkennen läßt. (T3)

TE OGH 1979-01-16 4 Ob 405/78

nur T3

TE OGH 1979-01-30 4 Ob 305/79

nur T1; Veröff: ÖBl 1979,80

TE OGH 1980-01-15 4 Ob 418/79

nur T1; Veröff: ÖBl 1980,128

TE OGH 1980-09-23 4 Ob 372/80

nur T1

TE OGH 1981-09-29 4 Ob 380/81

Beisatz: Verkauf von "Converversions". (T4)

TE OGH 1982-01-19 4 Ob 426/81

Auch; nur T1; Beisatz: Wenn der Beklagte die beanstandete Werbung schon sechs Monate vor der Einleitung des Rechtsstreites aus freien Stücken geändert und damit der (ihm erst damals bekanntgewordenen) Rechtslage angepaßt hat. (T5)

TE OGH 1982-06-15 4 Ob 341/82

nur T3

TE OGH 1982-07-13 4 Ob 354/82

nur T3

TE OGH 1983-11-29 4 Ob 399/83

Auch; nur T3; Beisatz: Hier: Verschulden des Zeitungsunternehmens - Berichtigung der verstümmelten Wohnung erforderlich. (T6) ÖBl 1984,77

TE OGH 1984-02-21 4 Ob 308/84

Vgl auch; nur T3; Beisatz: Hier: Teilweises "Vergleichsanbot" erst und nur bei der Vernehmung als Partei. (T7) Veröff: ÖBl 1984,107

TE OGH 1984-04-17 4 Ob 322/84

nur T1; Veröff: MR 1984 H4, Archiv 13 (Korn, Archiv 10) = GRURInt 1985,58 = RdW 1984,372 = ÖBl 1984,135

TE OGH 1985-06-04 4 Ob 345/85

nur T1

TE OGH 1986-05-13 4 Ob 331/86

nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Kammer (T8)

TE OGH 1986-12-02 4 Ob 383/86

Auch; nur T3; Veröff: ÖBl 1988,79 (F Pumbauer, 63)

TE OGH 1987-03-24 4 Ob 332/87

Auch; nur T1

TE OGH 1987-12-15 4 Ob 396/87

nur T1; Veröff: WBl 1988,86 = MR 1988,61

TE OGH 1990-11-06 4 Ob 155/90

Vgl auch; nur T3; Beisatz: Indizien für das Fehlen der Wiederholungsgefahr sind die Beseitigung des beanstandeten Zustandes, die Schadensgutmachung noch vor dem Prozeß und die Beschränkung der Prozeßführung unter vorbehaltloser Anerkennung des Rechtsstandpunktes der Gegenseite auf die Frage der Wiederholungsgefahr. (T9) Veröff: ÖBl 1991,134 = MR 1991,70 (M Walter)

TE OGH 1991-03-12 4 Ob 90/90

Auch; nur T3; Veröff: WBl 1991,235 = ecolex 1991,473 (Kucsko) = MR 1991,106 (Walter) = ÖBl 1991,137

TE OGH 1991-05-07 4 Ob 33/91

Vgl auch

TE OGH 1994-01-25 4 Ob 3/94

TE OGH 1994-04-26 4 Ob 34/94

Beis wie T9

TE OGH 1994-06-14 4 Ob 67/94

Beisatz: Hier: Irrtum über Erlangung einer Konzession. (T10)

TE OGH 1996-04-16 4 Ob 2051/96p

Auch; nur T3

TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2109/96t

nur T1

TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2281/96m

nur: Die Vermutung spricht für das Bestehen einer Wiederholungsgefahr; es ist Sache des Verletzters, diese Vermutung zu widerlegen. (T11)

TE OGH 1997-02-11 4 Ob 20/97p

nur T3; Beisatz: Das kann etwa dann der Fall sein, wenn sich der Beklagte sofort nach dem Bekanntwerden des Verstoßes von diesem distanziert sowie Maßnahmen zur Verhinderung künftiger gleichartiger Vorfälle ergreift oder aber die als gesetzwidrig erkannte Tätigkeit unverzüglich einstellt. (T12)

TE OGH 2002-01-29 4 Ob 266/01y

Auch; Beisatz: Dazu muss der Störer besondere Umstände darlegen, die eine Wiederholung seiner Handlung als ausgeschlossen oder zumindest äußerst unwahrscheinlich erscheinen lassen. Wird das Unternehmen veräußert oder geschlossen, so fällt die Wiederholungsgefahr im Allgemeinen schon dadurch weg. (T13)

TE OGH 2002-05-28 4 Ob 110/02h

nur T3; Veröff: SZ 2002/73

TE OGH 2003-09-23 4 Ob 125/03s

nur T3; Beis wie T12

TE OGH 2004-01-20 4 Ob 199/03y

Auch; Beisatz: Hier: Übersehen einer Gesetzesänderung, wobei nach Aufklärung die sofortige Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen erfolgte. (T14)

TE OGH 2014-03-25 4 Ob 28/14t

Beis ähnlich wie T14

TE OGH 2017-10-24 4 Ob 175/17i

Auch; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T14

TE OGH 2026-03-26 4 Ob 76/25t

Beisatz wie T12

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0079652