OGH
RS0087211
18.04.2023
1Ob115/72; 1Ob199/72; 6Ob232/72; 1Ob59/73; 7Ob285/74; 6Ob646/78; 5Ob589/79; 3Ob631/81; 6Ob679/82; 1Ob702/84; 2Ob524/87; 7Ob1509/90; 10Ob1515/96; 1Ob2179/96i; 4Ob2227/96w; 5Ob4/05g; 2Ob29/06p; 1Ob180/08i; 2Ob248/08x; 4Ob221/17d; 6Ob49/21f; 5Ob155/22p
ABGB §839 B
AußStrG §16 BIII2d
Die Festsetzung eines Benützungsentgeltes dafür, dass ein Miteigentümer einen größeren Teil der gemeinsamen Sache benützt als der Quote seines Miteigentums entspricht, kann nur für die Zukunft erfolgen (so schon SZ 12/39 = JBl 1930,282; MietSlg 6935, 16043 ua).
TE OGH 1972-07-05 1 Ob 115/72
Veröff: MietSlg 24067
TE OGH 1972-10-04 1 Ob 199/72
Veröff: MietSlg 24066
TE OGH 1973-01-11 6 Ob 232/72
Veröff: SZ 46/2
TE OGH 1973-04-04 1 Ob 59/73
Veröff: MietSlg 25046 = MietSlg 25063
TE OGH 1974-12-12 7 Ob 285/74
TE OGH 1978-06-22 6 Ob 646/78
TE OGH 1979-07-03 5 Ob 589/79
TE OGH 1981-11-11 3 Ob 631/81
Beisatz: In der Rechtsansicht, ein Benützungsentgelt könne nicht für die Vergangenheit gefordert werden, liegt keine offenbare Gesetzwidrigkeit. (T1) Veröff: MietSlg 33698
TE OGH 1982-12-15 6 Ob 679/82
Vgl aber; Veröff: JBl 1983,486 = MietSlg 34006
TE OGH 1985-01-16 1 Ob 702/84
Veröff: SZ 58/10 = JBl 1985,614 = MietSlg 37060 = MietSlg 37100(8)
TE OGH 1987-05-12 2 Ob 524/87
Auch; Veröff: SZ 60/83
TE OGH 1990-03-22 7 Ob 1509/90
Beisatz: Der bloße Widerspruch eines Miteigentümers gegen den Umfang der bisherigen Benützung durch den anderen allein schafft weder einen Anspruch auf Benützungsentgelt noch einen Verwendungsanspruch. (T2) Veröff: RZ 1993/55 S 172
TE OGH 1996-02-20 10 Ob 1515/96
Beisatz: Grundsätzlich kann jeder Miteigentümer von den anderen (mit-)benützenden Miteigentümern für die Zukunft die Zahlung eines solchen anteiligen Benützungsentgelts fordern. (T3)
TE OGH 1996-07-26 1 Ob 2179/96i
Auch; Beisatz: Benützungsentgelt für die nach der Antragstellung gelegenen Zeiträume. (T4)
TE OGH 1996-08-12 4 Ob 2227/96w
Beis wie T4; Beisatz: Die Festsetzung eines Benützungsentgeltes für vergangene - also vor dem Antragstag liegende - Zeiträume kommt im Außerstreitverfahren nicht in Frage; sie ist unzulässig und bewirkt Nichtigkeit des darüber abgeführten Verfahrens. (T5)
TE OGH 2005-05-10 5 Ob 4/05g
TE OGH 2007-06-14 2 Ob 29/06p
TE OGH 2008-12-16 1 Ob 180/08i
Vgl auch; Beisatz: Es besteht auch Judikatur, die einen Anspruch auf Benutzungsentgelt bejaht vergleiche RIS-Justiz RS0013617). (T6)
TE OGH 2009-06-25 2 Ob 248/08x
Veröff: SZ 2009/86
TE OGH 2018-05-29 4 Ob 221/17d
Auch
TE OGH 2021-04-15 6 Ob 49/21f
Beisatz: Der Widerspruch ist als einseitige, empfangsbedürftige Willenserklärung zu verstehen. Sein Inhalt besteht darin, dass ein Miteigentümer sein Nichteinverständnis mit der gegenwärtigen Nutzung artikuliert. Der Widerspruch kann dabei ausdrücklich oder schlüssig erklärt werden. (T7)
Beisatz: Bei der Frage, ob ein bestimmtes Verhalten als Widerspruch zu beurteilen ist, handelt es sich um eine Frage des Einzelfalls, sodass die Revision nur bei einer groben Fehlbeurteilung des Berufungsgerichts zulässig wäre. (T8)
TE OGH 2023-04-18 5 Ob 155/22p
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0087211