OGH
RS0047552
27.08.2024
1Ob136/72; 5Ob566/82; 1Ob633/82; 2Ob612/83; 2Ob501/85; 1Ob541/88; 7Ob634/88; 3Ob16/89; 3Ob524/92; 7Ob548/92; 7Ob649/92; 7Ob512/94; 5Ob520/95; 1Ob571/95; 7Ob2337/96v; 1Ob98/97m; 4Ob344/98m; 4Ob263/98z; 7Ob171/98t; 2Ob319/99x; 7Ob77/02b; 3Ob204/02z; 2Ob234/07m; 4Ob146/08m; 4Ob71/08g; 10Ob54/10d; 7Ob211/10w; 3Ob6/13y; 4Ob225/12k; 1Ob117/13g; 1Ob44/17b; 3Ob192/22i; 3Ob74/23p; 6Ob92/24h
ABGB §140 Ad
ABGB §141 IA
ABGB §141 IH
ABGB §231
Die Eltern eines Kindes können von Paragraph 140, ABGB abweichende Vereinbarungen treffen (DREvBl 1938/81). Tritt durch eine solche Vereinbarung, die zur Wirksamkeit gegenüber dem Kinde der pflegschaftsbehördlichen Genehmigung bedarf, an die Stelle der primären Unterhaltspflicht des Vaters eine bloß subsidiäre, so kann der Vater erst dann zu Unterhaltsleistungen herangezogen werden (SZ 26/12), wenn die Mutter außerstande wäre, für den Unterhalt des Kindes zur Gänze selbst aufzukommen.
TE OGH 1972-06-21 1 Ob 136/72
Veröff: EvBl 1973/24 S 71
TE OGH 1982-03-30 5 Ob 566/82
Vgl aber; Beisatz: Wenn es die durch die Vereinbarung primär unterhaltspflichtig gewordene Mutter unterlässt, ihrer Verpflichtung nachzukommen, darf dies nicht zum Nachteil des Kindes ausschlagen, es sei denn, der Vater wäre zur vollen Deckung der Bedürfnisse des Kindes allein nicht imstande oder müsste, würde ihm dies auferlegt, mehr leisten, als es seinen eigenen Lebensverhältnissen angemessen wäre (Paragraph 140, Absatz 2, ABGB). (T1)
TE OGH 1982-06-16 1 Ob 633/82
TE OGH 1984-08-28 2 Ob 612/83
nur: Die Eltern eines Kindes können von Paragraph 140, ABGB abweichende Vereinbarungen treffen. (T2)
TE OGH 1985-06-11 2 Ob 501/85
Auch
TE OGH 1988-03-16 1 Ob 541/88
nur T2; Beisatz: Eine Vereinbarung dahin, dass der Vater die primäre Unterhaltspflicht übernimmt, ist, solange dadurch das Kindeswohl nicht gefährdet wird, gültig. (T3)
TE OGH 1988-09-22 7 Ob 634/88
Beis wie T3; Beisatz: Dies gilt natürlich auch für eine Vereinbarung, mit der die Mutter eine teilweise Unterhaltsleistung für das Kind übernimmt. (T4)
TE OGH 1989-04-26 3 Ob 16/89
Vgl; Beisatz: Unterhaltsverzicht. (T5)
TE OGH 1992-03-25 3 Ob 524/92
nur T2; Beisatz: Den Eltern bleibt im Rahmen der gesetzlichen Regelung des Paragraph 140, ABGB in der Frage ihrer jeweiligen Beitragsleistung eine gewisse Dispositionsfreiheit gewahrt. Sie können mit pflegschaftsbehördlicher Zustimmung eine Vereinbarung darüber treffen, wie sie in Kenntnis der beiderseitigen Einkommensverhältnisse und Vermögensverhältnisse zu dem der Höhe nach nicht geschmälerten Gesamtunterhalt des Kindes beitragen wollen. (T6)
TE OGH 1992-05-21 7 Ob 548/92
nur: Die Eltern eines Kindes können von Paragraph 140, ABGB abweichende Vereinbarung treffen, die zur Wirksamkeit gegenüber dem Kinde der pflegschaftsbehördlichen Genehmigung bedarf. (T7)
TE OGH 1992-12-21 7 Ob 649/92
nur T7; Beisatz: Eine Verletzung des Grundsatzes, dass sich die Entscheidung über die Genehmigung an dem im Gesetz verankerten Grundsatz des Kindeswohles zu orientieren hat, liegt nicht erst dann vor, wenn der Unterhalt des Kindes durch die Vereinbarung der Eltern ernsthaft gefährdet ist. Die Vereinbarung darf nicht zu Lasten des Kindes gehen, insbesondere darf der dem Kind gebührende Gesamtunterhalt nicht geschmälert werden. (T8)
TE OGH 1994-03-23 7 Ob 512/94
Beis wie T1
TE OGH 1995-06-27 5 Ob 520/95
Beis wie T6
TE OGH 1995-08-29 1 Ob 571/95
Auch; nur T7; Beis wie T1 nur: Wenn es die durch die Vereinbarung primär unterhaltspflichtig gewordene Mutter unterlässt, ihrer Verpflichtung nachzukommen, darf dies nicht zum Nachteil des Kindes ausschlagen. (T9)
Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T8
Veröff: SZ 68/146
TE OGH 1996-11-20 7 Ob 2337/96v
Beis wie T1; Beis wie T6
TE OGH 1997-07-15 1 Ob 98/97m
Auch, nur T7
TE OGH 1999-01-26 4 Ob 344/98m
Auch; nur T2; Beis wie T6
TE OGH 1999-02-23 4 Ob 263/98z
Vgl auch
TE OGH 1999-02-09 7 Ob 171/98t
nur T7
TE OGH 1999-11-18 2 Ob 319/99x
nur T7
TE OGH 2002-12-18 7 Ob 77/02b
Auch; nur T7
TE OGH 2002-12-18 3 Ob 204/02z
Auch; nur T7
TE OGH 2007-12-17 2 Ob 234/07m
Auch; nur T7; Beis ähnlich wie T6 nur: Den Eltern bleibt im Rahmen der gesetzlichen Regelung des Paragraph 140, ABGB in der Frage ihrer jeweiligen Beitragsleistung eine gewisse Dispositionsfreiheit gewahrt. (T10)
Beisatz: Solche Vereinbarungen können grundsätzlich formfrei (unter Umständen sogar schlüssig) getroffen werden. (T11)
Beis wie T8 nur: Die Vereinbarung darf nicht zu Lasten des Kindes gehen, insbesondere darf der dem Kind gebührende Gesamtunterhalt nicht geschmälert werden. (T12)
TE OGH 2009-01-20 4 Ob 146/08m
Vgl; Beisatz: Vereinbarungen zwischen den Eltern können sich jedenfalls nur dann auf die gesetzlichen Unterhaltsansprüche der Kinder auswirken, wenn sie pflegschaftsgerichtlich genehmigt wurden. (T13)
TE OGH 2009-01-20 4 Ob 71/08g
Vgl; nur T7
TE OGH 2010-08-17 10 Ob 54/10d
Vgl; Beis ähnlich wie T3
TE OGH 2010-11-24 7 Ob 211/10w
Auch
TE OGH 2013-02-20 3 Ob 6/13y
Auch; Beis wie T4; Beis wie T10; Beis wie T11; Beis wie T12
TE OGH 2013-03-19 4 Ob 225/12k
Vgl; nur T7; Beis wie T11; Beis wie T13
TE OGH 2013-10-17 1 Ob 117/13g
Auch; nur T7
TE OGH 2017-05-24 1 Ob 44/17b
Auch; nur T7; Beis wie T6; Beis wie T13; Veröff: SZ 2017/61
TE OGH 2022-12-15 3 Ob 192/22i
Vgl; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T13
TE OGH 2023-05-25 3 Ob 74/23p
vgl; Beisatz nur wie T13
Beisatz: Hier: Zur Rechtslage nach dem KindNamRÄG 2013. (T14)
TE OGH 2024-08-27 6 Ob 92/24h
Beisatz wie T12
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0047552