OGH
RS0100567
16.07.2025
9Os79/70; 10Os154/78; 15Os8/05y; 13Os42/07m; 12Os104/07x; 15Os142/13s (15Os143/13p); 11Os64/19z; 12Os59/21z; 12Os62/21s; 15Os146/21s; 12Os30/23p; 15Os72/25i
StPO §313 B
Momente, die ein Begriffsmerkmal des Verbrechens, etwa den Vorsatz beseitigen sollen, gehören nicht in eine Zusatzfrage. Haben die Geschwornen mittels Bejahung einer Hauptfrage oder Eventualfrage den Vorsatz bejaht, so wäre eine Zusatzfrage betreffend einen den Vorsatz ausschließenden Irrtum überflüssig.
TE OGH 1971-04-22 9 Os 79/70
Veröff: EvBl 1972/18 S 22
TE OGH 1978-10-25 10 Os 154/78
Beisatz: Hier: Raubvorsatz (T1)
TE OGH 2005-03-17 15 Os 8/05y
Vgl auch; nur: Momente, die ein Begriffsmerkmal des Verbrechens, etwa den Vorsatz beseitigen sollen, gehören nicht in eine Zusatzfrage. (T2); Beisatz: Ein Tatbildirrtum (Tatbestandsirrtum, Tatirrtum) schließt anders als die irrtümliche Annahme eines rechtfertigenden Sachverhalts nach Paragraph 8, StGB (Erlaubnisirrtum, Erlaubnistatbestandsirrtum) bereits den Vorsatz aus und kann daher nicht Gegenstand einer Zusatzfrage sein. (T3)
TE OGH 2007-06-20 13 Os 42/07m
Vgl auch; Beis wie T3 nur: Ein Tatbildirrtum (Tatbestandsirrtum, Tatirrtum) schließt bereits den Vorsatz aus und kann daher nicht Gegenstand einer Zusatzfrage sein. (T4)
TE OGH 2008-03-13 12 Os 104/07x
TE OGH 2014-04-23 15 Os 142/13s
Vgl
TE OGH 2019-07-23 11 Os 64/19z
Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4
TE OGH 2021-05-27 12 Os 59/21z
Vgl
TE OGH 2021-10-22 12 Os 62/21s
Vgl
TE OGH 2022-04-27 15 Os 146/21s
Vgl
TE OGH 2023-07-27 12 Os 30/23p
vgl
TE OGH 2025-07-16 15 Os 72/25i
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0100567