OGH
RS0099425
25.02.2026
10Os202/70; 10Os109/70; 10Os29/77; 13Os88/77; 11Os167/76; 9Os7/81; 10Os1/81; 9Os75/81; 9Os142/81; 9Os17/82; 13Os79/82; 12Os132/84; 12Os30/87; 11Os57/89; 14Os128/88; 14Os114/89; 16Os25/91 (16Os26/91); 14Os131/91; 15Os34/92; 14Os89/92; 11Os103/92; 14Os137/92 (14Os138/92); 12Os135/92; 12Os18/94; 13Os86/94; 11Os113/94; 15Os112/94; 13Os9/95; 11Os50/95; 15Os64/95; 11Os89/95; 15Os85/95; 15Os41/96 (15Os63/96); 13Os65/96; 14Os54/96; 14Os198/96 (14Os199/96; 14Os200/96); 15Os35/97; 13Os24/97; 15Os76/97; 11Os32/97; 13Os165/97; 15Os165/98; 13Os126/00; 14Os83/00; 13Os48/01; 13Os77/07h; 14Os127/07v; 15Os155/07v; 13Os24/10v; 15Os46/11w; 13Os73/11a; 12Os172/11b; 15Os167/11i; 12Os126/16w; 15Os4/19f; 12Os48/20f; 15Os99/20b; 15Os68/21w; 15Os49/21a; 15Os34/22x; 15Os118/22z; 15Os58/23b; 11Os46/23h; 15Os51/23y; 15Os4/24p; 15Os114/25s; 15Os4/26s
StPO §281 Abs1 Z5 A
Undeutlich ist der Ausspruch des Gerichtes über entscheidende Tatsachen dann, wenn aus den Feststellungen des Urteils nicht zu erkennen ist, welche Handlung der Angeklagte nach Ansicht des Gerichtes vorgenommen und in welcher Absicht er sie gesetzt hat oder überhaupt, wenn nicht zu erkennen ist, was das Gericht im Urteil feststellen wollte.
TE OGH 1971-01-26 10 Os 202/70
TE OGH 1971-04-17 10 Os 109/70
Veröff: EvBl 1972/17 S 21
TE OGH 1977-03-31 10 Os 29/77
Veröff: SSt 48/28
TE OGH 1977-06-13 13 Os 88/77
TE OGH 1977-03-21 11 Os 167/76
TE OGH 1981-03-10 9 Os 7/81
nur: Undeutlich ist der Ausspruch des Gerichtes über entscheidende Tatsachen dann, wenn aus den Feststellungen des Urteils nicht zu erkennen ist, welche Handlung der Angeklagte nach Ansicht des Gerichtes vorgenommen und in welcher Absicht er sie gesetzt hat. (T1)
TE OGH 1981-03-17 10 Os 1/81
Ähnlich
TE OGH 1981-06-16 9 Os 75/81
TE OGH 1981-09-15 9 Os 142/81
TE OGH 1982-03-09 9 Os 17/82
TE OGH 1982-09-16 13 Os 79/82
TE OGH 1984-10-18 12 Os 132/84
Ähnlich; nur T1
TE OGH 1987-06-11 12 Os 30/87
TE OGH 1989-06-06 11 Os 57/89
Vgl auch; nur T1
TE OGH 1989-09-29 14 Os 128/88
nur T1
TE OGH 1989-11-22 14 Os 114/89
Beisatz: Ergibt sich aber aus dem Urteil eindeutig, dass eine bestimmte Feststellung nicht getroffen werden konnte, weil entsprechende Erkenntnisquellen fehlen, liegt keine Undeutlichkeit vor, sondern es könnte allenfalls ein materieller Mangel gegeben sein, sofern die nicht feststellbare Tatsache entscheidungswesentlich ist. (T2)
TE OGH 1991-06-21 16 Os 25/91
Vgl auch; Beisatz: Undeutlich (Z5) ist eine Urteilsbegründung nur dann, wenn ihr nicht zu entnehmen ist, welche Tatsachen als erwiesen angenommen wurden oder aus welchen Gründen das geschah. (T3)
TE OGH 1991-12-17 14 Os 131/91
nur T1
TE OGH 1992-06-04 15 Os 34/92
Vgl auch
TE OGH 1992-09-01 14 Os 89/92
nur T1
TE OGH 1992-10-13 11 Os 103/92
Vgl auch; nur T1
TE OGH 1992-11-10 14 Os 137/92
Vgl auch; nur T1
TE OGH 1993-01-18 12 Os 135/92
Vgl; Beisatz: Der Begründungsmangel der Undeutlichkeit setzt Zweifel über die inhaltliche Reichweite einer Urteilsgründung voraus. (T4)
TE OGH 1994-04-07 12 Os 18/94
TE OGH 1994-08-10 13 Os 86/94
nur T1
TE OGH 1994-08-30 11 Os 113/94
TE OGH 1994-12-15 15 Os 112/94
nur T1
TE OGH 1995-03-01 13 Os 9/95
Vgl auch; Beisatz: Eine mangelhafte Begründung an sich konkreter und eindeutiger Feststellungen stellt keine Undeutlichkeit dar. (T5)
TE OGH 1995-05-09 11 Os 50/95
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Undeutlicher und widersprüchlicher Ausspruch in Bezug auf den Bereicherungsvorsatz (beim Raub). (T6)
TE OGH 1995-06-01 15 Os 64/95
TE OGH 1995-06-28 11 Os 89/95
TE OGH 1995-09-21 15 Os 85/95
Vgl auch
TE OGH 1996-04-18 15 Os 41/96
Vgl; Beisatz: Undeutlichkeit liegt vor, wenn den Feststellungen des Urteils nicht klar zu entnehmen ist, welche entscheidende Tatsache das Gericht sowohl auf der objektiven als auch auf der subjektiven Tatseite als erwiesen angenommen hat und aus welchen Gründen dies geschehen ist. (T7)
TE OGH 1996-05-08 13 Os 65/96
nur T1
TE OGH 1996-08-06 14 Os 54/96
Ähnlich
TE OGH 1997-02-18 14 Os 198/96
Vgl auch; Beis wie T3
TE OGH 1997-03-20 15 Os 35/97
Vgl auch; Beis wie T3; Beis wie T7
TE OGH 1997-03-26 13 Os 24/97
TE OGH 1997-07-03 15 Os 76/97
nur T1
TE OGH 1997-04-15 11 Os 32/97
TE OGH 1997-11-19 13 Os 165/97
Vgl auch; Beisatz: Ein aus Beweismitteln abgeleiteter logisch zwingender Schluss auf die Täterschaft ist nicht möglich und auch nicht erforderlich und bewirkt folglich keine Undeutlichkeit der Urteilsbegründung. (T8)
TE OGH 1998-10-15 15 Os 165/98
nur: Undeutlich ist der Ausspruch des Gerichtes über entscheidende Tatsachen dann, wenn aus den Feststellungen des Urteils nicht zu erkennen ist, welche Handlung der Angeklagte nach Ansicht des Gerichtes vorgenommen und in welcher Absicht er sie gesetzt hat. (T9)
TE OGH 2000-12-13 13 Os 126/00
Auch; Beisatz: Undeutlichkeit einer Urteilsbegründung liegt nur dann vor, wenn ihr nicht zu entnehmen ist, welche entscheidenden Tatsachen das Gericht als erwiesen angenommen hat und aus welchen Gründen dies geschah. (T10)
TE OGH 2000-12-12 14 Os 83/00
Vgl auch; Beis wie T3; Beisatz: Unzureichend ist eine Urteilsbegründung, wenn für den Ausspruch über eine entscheidende Tatsache entweder überhaupt keine oder nur solche Gründe angegeben sind, aus denen sich nach den Denkgesetzen und allgemeiner Lebenserfahrung ein logischer Schluss auf die festgestellte Tatsache nicht ziehen lässt. (T11)
TE OGH 2001-06-06 13 Os 48/01
Auch; Beis wie T10
TE OGH 2007-10-03 13 Os 77/07h
Vgl auch; Beisatz: Undeutlichkeit iSd Ziffer 5, erster Fall ist gegeben, wenn - nach der Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof, also aus objektiver Sicht - nicht auch für den Beschwerdeführer unzweifelhaft erkennbar ist, ob eine entscheidende Tatsache in den Entscheidungsgründen festgestellt wurde (Feststellungsebene) oder auch aus welchen Gründen die Feststellung entscheidender Tatsachen erfolgt ist (Beweiswürdigungsebene; WK-StPO Paragraph 281, Rz 419). (T12)
TE OGH 2008-01-15 14 Os 127/07v
Vgl auch; Beisatz: Undeutlichkeit im Sinn der Ziffer 5, ist gegeben, wenn - nach der Beurteilung durch den Obersten Gerichtshof, also aus objektiver Sicht - nicht für den Beschwerdeführer und das Rechtsmittelgericht unzweifelhaft erkennbar ist, ob eine entscheidende Tatsache in den Entscheidungsgründen festgestellt wurde oder aus welchen Gründen die Feststellung entscheidender Tatsachen erfolgt ist, wobei stets die Gesamtheit der Entscheidungsgründe und das Erkenntnis in den Blick zu nehmen ist. (T13)
TE OGH 2008-01-21 15 Os 155/07v
Vgl auch; Beis wie T12
TE OGH 2010-04-08 13 Os 24/10v
Auch; Beis wie T13
TE OGH 2011-05-04 15 Os 46/11w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T13
TE OGH 2011-08-25 13 Os 73/11a
Auch; Beis ähnlich wie T12
TE OGH 2011-12-20 12 Os 172/11b
Vgl auch; Auch Beis wie T12
TE OGH 2012-03-28 15 Os 167/11i
Vgl
TE OGH 2017-05-18 12 Os 126/16w
Auch
TE OGH 2019-02-27 15 Os 4/19f
Beisatz: Undeutlichkeit liegt nicht vor, wenn unzweifelhaft zu erkennen ist, dass dem Gericht ein offensichtlicher Schreibfehler unterlief. (T14)
TE OGH 2020-06-23 12 Os 48/20f
Vgl; Beis wie T13
TE OGH 2020-11-04 15 Os 99/20b
Vgl
TE OGH 2021-09-15 15 Os 68/21w
Vgl
TE OGH 2021-12-01 15 Os 49/21a
Vgl
TE OGH 2022-04-27 15 Os 34/22x
Vgl
TE OGH 2023-01-18 15 Os 118/22z
Vgl
TE OGH 2023-06-29 15 Os 58/23b
vgl; Beisatz wie T13
TE OGH 2023-07-11 11 Os 46/23h
vgl
TE OGH 2023-08-30 15 Os 51/23y
vgl
TE OGH 2024-03-11 15 Os 4/24p
vgl; Beisatz: Undeutlichkeit liegt nicht vor, wenn den Urteilsannahmen unzweifelhaft zu entnehmen ist, dass die konkreten Tatzeitpunkte nicht mehr feststellbar waren. (T15)
TE OGH 2025-10-15 15 Os 114/25s
vgl; Beisatz wie T15
TE OGH 2026-02-25 15 Os 4/26s
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0099425