OGH
RS0073181
17.11.1966
11Os123/66; 11Os25/69; 11Os24/72; 8Ob77/80; 8Ob123/82; 8Ob291/82; 2Ob21/89; 2Ob278/06f; 2Ob175/13v; 2Ob106/21h; 2Ob208/22k
StVO §3 A2
Insolange ein bestimmtes verkehrswidriges Verhalten eines anderen Verkehrsteilnehmers für den Täter nicht vorhersehbar ist, kann ihm daraus, dass er ein solches Verhalten des anderen bei seiner eigenen Fahrweise nicht in Rechnung stellte, kein Vorwurf gemacht werden.
TE OGH 1966-11-17 11 Os 123/66
Veröff: ZVR 1967/158 S 179
TE OGH 1969-09-25 11 Os 25/69
Veröff: KJ 1970,10
TE OGH 1972-04-05 11 Os 24/72
Veröff: ZVR 1973/121 S170
TE OGH 1980-07-03 8 Ob 77/80
TE OGH 1982-06-17 8 Ob 123/82
Veröff: ZVR 1983/212 S 267
TE OGH 1983-11-03 8 Ob 291/82
Auch; Beisatz: Keine Verletzung des Vertrauensgrundsatzes, wenn verkehrswidriges Verhalten erst zu einem Zeitpunkt erkennbar wird, in dem eine Reaktion nicht mehr möglich ist. (T1)
TE OGH 1989-05-23 2 Ob 21/89
TE OGH 2007-09-27 2 Ob 278/06f
TE OGH 2013-09-19 2 Ob 175/13v
Vgl; Beisatz: Hier: Einleitung eines Wendemanövers ohne Fahrtrichtungsänderungsanzeige nach Geschwindigkeitsverminderung und Verlagerung der Fahrlinie an den rechten Fahrbahnrand. (T2)
TE OGH 2021-08-05 2 Ob 106/21h
Beisatz: Dies bedeutet mit anderen Worten, dass bei einer nicht vom Vertrauensgrundsatz ausgenommenen Person der Vertrauensgrundsatz solange gilt, als ein verkehrswidriges Verhalten dieser Person für einen anderen Verkehrsteilnehmer nicht erkennbar ist. (T3)
TE OGH 2022-11-22 2 Ob 208/22k
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0073181