Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0000614

Entscheidungsdatum

21.09.1966

Geschäftszahl

3Ob74/66; 3Ob21/77; 3Ob80/77; 3Ob130/77; 3Ob76/79; 3Ob14/80; 3Ob147/79; 3Ob147/80; 3Ob136/81; 3Ob178/82; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 3Ob22/91 (3Ob1032/91); 3Ob65/93; 3Ob59/94 (3Ob60/94 -3Ob80/94); 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob125/11w; 3Ob41/15y; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob118/17z; 3Ob119/17x; 3Ob117/17b

Norm

EO §16 Abs1; EO §355 VIIIa

Rechtssatz

Anders als im Antrag auf Exekutionsbewilligung müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. Das Exekutionsgericht hat dann zu prüfen, ob die behaupteten Zuwiderhandlungen unter die in der Exekutionsbewilligung angeführten Verbote fallen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1966-09-21 3 Ob 74/66

Veröff: ÖBl 1966,144

TE OGH 1977-03-01 3 Ob 21/77

TE OGH 1977-08-22 3 Ob 80/77

Veröff: JBl 1978,322

TE OGH 1978-02-21 3 Ob 130/77

Beisatz: Gegenteilig bezüglich Exekutionsantrag (T1)

Veröff: SZ 51/19 = ÖBl 1978,106

TE OGH 1979-06-20 3 Ob 76/79

TE OGH 1980-04-09 3 Ob 14/80

Beisatz: Nur ein Verhalten, das klar und eindeutig gegen diese Unterlassungsgebote verstößt, rechtfertigt die Verhängung einer Beugestrafe. (T2)

Veröff: ÖBl 1980,165

TE OGH 1980-06-11 3 Ob 147/79

TE OGH 1980-11-26 3 Ob 147/80

TE OGH 1981-12-09 3 Ob 136/81

Vgl aber; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zustimmend Mayr)

TE OGH 1983-04-13 3 Ob 178/82

Vgl aber; Beisatz: Entscheidend ist nur, ob der betreibende Gläubiger ein Zuwiderhandeln darzutun vermag, das sich gegen die Exekutionsbewilligung richtet. (T3)

TE OGH 1989-07-12 3 Ob 70/89

nur: Müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. (T4)

Veröff: WBl 189,343 = MR 1990,26

TE OGH 1989-10-04 3 Ob 68/89

Vgl auch; nur T4

TE OGH 1991-06-05 3 Ob 22/91

nur T4

TE OGH 1993-04-28 3 Ob 65/93

nur T4

TE OGH 1995-01-25 3 Ob 59/94

nur T4; Beis wie T2

TE OGH 2002-12-18 3 Ob 215/02t

Vgl aber; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten, dass und wie der Verpflichtete dem Exekutionstitel nach Eintritt der Vollstreckbarkeit zuwider gehandelt hat. (T5)

Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T6)

Veröff: SZ 2002/178

TE OGH 2004-02-25 3 Ob 162/03z

Auch; nur T4;Veröff: SZ 2004/26

TE OGH 2011-07-06 3 Ob 125/11w

Auch

TE OGH 2015-05-20 3 Ob 41/15y

Auch; Beis wie T5

TE OGH 2016-11-23 3 Ob 223/16i

Vgl auch; Beis wie T5

TE OGH 2017-01-26 3 Ob 191/16h

Auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2017-07-04 3 Ob 118/17z

Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2017-07-04 3 Ob 119/17x

Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6

TE OGH 2017-07-04 3 Ob 117/17b

Vgl auch; Beis wie T5; Beis wie T6

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0000614