OGH
RS0079692
26.03.2026
4Ob330/65; 4Ob338/71; 4Ob303/72; 4Ob319/72; 4Ob332/72; 4Ob304/74; 4Ob320/74; 4Ob306/75; 4Ob306/76; 4Ob341/76 (4Ob342/76); 4Ob366/76; 4Ob403/76; 4Ob307/77; 4Ob354/77; 4Ob384/77; 4Ob307/78; 4Ob345/78; 4Ob400/78; 4Ob405/78; 4Ob305/79; 4Ob307/79; 4Ob318/79; 4Ob322/79; 4Ob366/79; 4Ob383/79; 4Ob309/80; 4Ob377/80; 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob342/80 (4Ob343/80); 4Ob375/81; 4Ob400/81; 4Ob426/81; 4Ob404/82 (4Ob405/82; 4Ob406/82); 4Ob311/83; 4Ob387/83; 4Ob558/82; 4Ob327/86; 4Ob331/86; 4Ob383/86; 9ObA109/87; 4Ob395/87; 4Ob6/88; 2Ob664/87; 4Ob71/88; 4Ob91/89; 4Ob155/90; 4Ob171/93; 4Ob13/94; 4Ob22/95; 4Ob2109/96t; 4Ob2260/96y; 4Ob96/97i; 4Ob20/97p; 4Ob268/97h; 4Ob225/97k; 4Ob367/97t; 4Ob311/97g; 4Ob158/98h; 10Ob416/98v; 4Ob283/00x; 6Ob51/01w; 4Ob57/03s; 4Ob72/03x; 6Ob184/03g; 4Ob9/05k; 7Ob78/06f; 4Ob47/07a; 9Ob54/08v; 9Ob66/08h; 4Ob124/09b; 4Ob164/10m; 4Ob139/11m; 7Ob118/13y; 4Ob62/14t; 1Ob150/14m; 1Ob211/17m; 6Ob44/19t; 6Ob239/19v; 8Ob121/21h; 6Ob181/22v; 2Ob116/23g; 6Ob191/23s; 4Ob76/25t
KSchG §28 Abs2
UWG §14 A2
ZPO §226 IIB12
Bei der Beurteilung der Wiederholungsgefahr kommt es nicht nur auf die Art des bereits erfolgten Eingriffs, sondern auch auf die Willensrichtung des Täters an, für die insbesondere sein Verhalten nach der Beanstandung oder während des Rechtsstreites wichtige Anhaltspunkte bieten kann.
TE OGH 1965-05-20 4 Ob 330/65
Veröff: SZ 38/86 = ÖBl 1966,6
TE OGH 1971-11-16 4 Ob 338/71
Veröff: ÖBl 1972,64
TE OGH 1972-02-08 4 Ob 303/72
Veröff: SZ 45/14 = ÖBl 1972/126
TE OGH 1972-05-09 4 Ob 319/72
Veröff: ÖBl 1973,90
TE OGH 1972-09-05 4 Ob 332/72
Veröff: ÖBl 1974,39
TE OGH 1974-03-09 4 Ob 304/74
TE OGH 1974-05-07 4 Ob 320/74
Veröff: ÖBl 1974,119
TE OGH 1975-02-26 4 Ob 306/75
TE OGH 1976-03-02 4 Ob 306/76
Beisatz: "Erfolgreichster Rennski" Wiederholungsgefahr trotz Änderung beanstandeter Werbung bei Bestreitung ihrer Gesetzwidrigkeit. (T1)
TE OGH 1976-06-15 4 Ob 341/76
Beisatz: Unternehmerberatung (T2)
TE OGH 1976-10-05 4 Ob 366/76
Veröff: ÖBl 1978,16
TE OGH 1977-02-08 4 Ob 403/76
Beisatz: Eine Wiederholungsgefahr ist dann anzunehmen, wenn nicht ausreichende Anhaltspunkte dafür gegeben sind, dass der Verletzer seine Willensrichtung geändert hat und eine neuerliche Verletzung der Wettbewerbsvorschrift durch ihn ernstlich nicht mehr zu erwarten ist. Ob dies zutrifft, muss unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles beurteilt werden. (T3) Veröff: ÖBl 1977,107
TE OGH 1977-02-08 4 Ob 307/77
TE OGH 1977-06-28 4 Ob 354/77
Auch; Beis wie T3
TE OGH 1977-10-18 4 Ob 384/77
Auch; Beis wie T3
TE OGH 1978-03-07 4 Ob 307/78
Beis wie T3
TE OGH 1978-07-04 4 Ob 345/78
Veröff: ÖBl 1979,85
TE OGH 1978-12-19 4 Ob 400/78
Auch
TE OGH 1979-01-16 4 Ob 405/78
Beis wie T3
TE OGH 1979-01-30 4 Ob 305/79
Veröff: ÖBl 1979,80
TE OGH 1979-03-13 4 Ob 307/79
TE OGH 1979-03-27 4 Ob 318/79
TE OGH 1979-04-10 4 Ob 322/79
TE OGH 1979-07-10 4 Ob 366/79
Veröff: JBl 1980,374
TE OGH 1979-10-16 4 Ob 383/79
TE OGH 1980-03-04 4 Ob 309/80
Beisatz: References to the Beatles. (T4) Veröff: ÖBl 1981,48
TE OGH 1980-11-04 4 Ob 377/80
Beis wie T3
TE OGH 1981-03-17 4 Ob 340/80
TE OGH 1981-05-05 4 Ob 342/80
Beisatz: B & P Eisenwaren (T5) Veröff: ÖBl 1981,122
TE OGH 1981-07-07 4 Ob 375/81
TE OGH 1981-12-15 4 Ob 400/81
Beisatz: Sleepy - Direktkauf (T6) Veröff: ÖBl 1982,102
TE OGH 1982-01-19 4 Ob 426/81
Auch; Beisatz: Keine Wiederholungsgefahr, wenn der Beklagte die beanstandete Werbung schon sechs Monate vor der Einleitung des Rechtsstreites aus freien Stücken geändert und damit der (ihm erst damals bekanntgewordenen) Rechtslage angepasst hat. (T7)
TE OGH 1983-01-11 4 Ob 404/82
TE OGH 1983-05-31 4 Ob 311/83
Veröff: ÖBl 1983,129
TE OGH 1983-11-08 4 Ob 387/83
Beisatz: Flüssiggasflaschenabfüllung (T8)
TE OGH 1983-11-08 4 Ob 558/82
Auch
TE OGH 1986-05-13 4 Ob 327/86
TE OGH 1986-05-13 4 Ob 331/86
TE OGH 1986-12-02 4 Ob 383/86
Veröff: ÖBl 1988,79 (F Prunbauer, 63)
TE OGH 1987-11-04 9 ObA 109/87
TE OGH 1987-11-30 4 Ob 395/87
Beisatz: Die bloße Behauptung des Beklagten von künftigen Störungen Abstand nehmen zu wollen, reicht zur Beseitigung der Wiederholungsgefahr nicht aus. (T9) Veröff: MR 1988,59 = ÖBl 1989,52
TE OGH 1988-01-12 4 Ob 6/88
Beis wie T9
TE OGH 1988-01-26 2 Ob 664/87
Veröff: MR 1988,87
TE OGH 1988-09-13 4 Ob 71/88
Vgl auch
TE OGH, AUSL EGMR 1989-07-11 4 Ob 91/89
Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterlassungsvergleich gegenüber Drittem. (T10) Veröff: MR 1989,145 = WBl 1989,316 = ÖBl 1990,32
TE OGH 1990-11-06 4 Ob 155/90
Veröff: WBl 1991,138 = ÖBl 1991,134 = MR 1991,70 (M Walter)
TE OGH 1993-12-14 4 Ob 171/93
Beisatz: Hier: Paragraph 1330, ABGB (T11)
TE OGH 1994-03-08 4 Ob 13/94
Auch
TE OGH 1995-04-25 4 Ob 22/95
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Wer nämlich im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zu der beanstandeten Handlung berechtigt zu sein, und seinen Wettbewerbsverstoß verteidigt, gibt im allgemeinen schon dadurch zu erkennen, dass es ihm um die Vermeidung weiterer Eingriffe dieser Art nicht ernstlich zu tun ist; besondere Umstände können aber auch in einem solchen Fall zur Verneinung der Wiederholungsgefahr führen. (T12)
TE OGH 1996-05-29 4 Ob 2109/96t
Auch; Beis wie T3
TE OGH 1996-10-01 4 Ob 2260/96y
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Ob Wiederholungsgefahr im Einzelfall besteht, ist danach zu beurteilen, ob dem Verhalten des Täters nach der Beanstandung oder während des Rechtsstreites gewichtige Anhaltspunkte dafür zu entnehmen sind, dass er ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen. (T13)
TE OGH 1997-04-22 4 Ob 96/97i
Auch
TE OGH 1997-02-11 4 Ob 20/97p
Auch; Beis wie T3
TE OGH 1997-09-23 4 Ob 268/97h
Vgl auch
TE OGH 1997-09-09 4 Ob 225/97k
Auch; Beis wie T13
TE OGH 1997-12-19 4 Ob 367/97t
Auch; Beis wie T12
TE OGH 1997-12-09 4 Ob 311/97g
Auch; Beis wie T12
TE OGH 1998-06-30 4 Ob 158/98h
Auch; Beis wie T13
TE OGH 1999-01-26 10 Ob 416/98v
Vgl auch; Beis ähnlich wie T12
TE OGH 2000-11-14 4 Ob 283/00x
Vgl; Beis wie T9; Beis wie T12 nur: Wer nämlich im Prozess weiterhin die Auffassung vertritt, zu der beanstandeten Handlung berechtigt zu sein, und seinen Wettbewerbsverstoß verteidigt, gibt im allgemeinen schon dadurch zu erkennen, dass es ihm um die Vermeidung weiterer Eingriffe dieser Art nicht ernstlich zu tun ist. (T14)
TE OGH 2001-03-15 6 Ob 51/01w
Vgl auch; Beis ähnlich wie T13; Beisatz: Der Nachweis des Wegfalls der Wiederholungsgefahr kann nicht nur in Form des Angebotes eines umfassenden Unterlassungsvergleiches dokumentiert werden. (T15)
TE OGH 2003-04-29 4 Ob 57/03s
Vgl; Beis wie T14
TE OGH 2003-06-24 4 Ob 72/03x
Auch; Beisatz: Dass der Verletzer ernstlich gewillt ist, von künftigen Störungen Abstand zu nehmen, ist (ua) dann der Fall, wenn er einen den ganzen Unterlassungsanspruch umfassenden, an keinerlei Bedingungen geknüpften Vergleich anbietet und nach den Umständen keine Bedenken gegen die Ernstlichkeit seines Willens bestehen, von gleichartigen Handlungen künftig Abstand zu nehmen. (T16)
TE OGH 2003-09-11 6 Ob 184/03g
Vgl; Beis wie T15
TE OGH 2005-03-14 4 Ob 9/05k
Beis wie T9; Beis wie T14; Beisatz: Ist das Prozessverhalten des Beklagten zwiespältig, so kann die Wiederholungsgefahr regelmäßig nur verneint werden, wenn er dem Kläger einen vollstreckbaren Exekutionstitel verschafft, der dem Kläger all das bietet, was er im Verfahren erreichen kann. (T17)
TE OGH 2006-10-11 7 Ob 78/06f
Auch; Beis wie T17; Beisatz: Hier: Verbandsklage gemäß Paragraph 28, KSchG hinsichtlich Zulässigkeit von Mietvertragsklauseln. (T18)
TE OGH 2007-03-20 4 Ob 47/07a
Beisatz: Angebot der Veröffentlichung im Internet statt in einer Tageszeitung nicht ausreichend. (T19)
TE OGH 2009-04-01 9 Ob 54/08v
Vgl; Beisatz: Hier: Zur Erstbegehungsgefahr. (T20)
TE OGH 2009-04-01 9 Ob 66/08h
Vgl auch; Beis wie T13
TE OGH 2009-10-20 4 Ob 124/09b
Vgl; Beis wie T13
TE OGH 2010-12-15 4 Ob 164/10m
Auch; Beis wie T14
TE OGH 2011-10-19 4 Ob 139/11m
Vgl auch; Beis wie T16
TE OGH 2013-09-04 7 Ob 118/13y
Vgl; Vgl auch Beis wie T15; Vgl auch Beis wie T16; Veröff: SZ 2013/81
TE OGH 2014-09-17 4 Ob 62/14t
Vgl auch; Beisatz: Eine nachträgliche Gestattung ändert nichts an der bestehenden Wiederholungsgefahr. (T21)
Veröff: SZ 2014/79
TE OGH 2014-09-18 1 Ob 150/14m
Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T22)
TE OGH 2017-11-29 1 Ob 211/17m
TE OGH 2019-05-23 6 Ob 44/19t
Beis wie T3; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Der Beklagte hat zwischenzeitig sogar gegen die erlassene einstweilige Verfügung verstoßen. (T23)
TE OGH 2020-02-20 6 Ob 239/19v
TE OGH 2021-11-29 8 Ob 121/21h
TE OGH 2022-12-21 6 Ob 181/22v
Vgl; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Aufgrund der Befristung des Vergleichs bis zum Abschluss des Hauptverfahrens liegt darin nicht das Angebot eines umfassenden Unterlassungsvergleichs, das die Wiederholungsgefahr beseitigen und dadurch den Unterlassungsanspruch materiell zum Erlöschen bringen könnte. (T24)
TE OGH 2023-06-27 2 Ob 116/23g
Beisatz wie T17
Beisatz: Hier: Besitzstörung. Zwiespältiges Verhalten. (T25)
TE OGH 2023-10-23 6 Ob 191/23s
TE OGH 2026-03-26 4 Ob 76/25t
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0079692