Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0037612

Entscheidungsdatum

28.04.2026

Geschäftszahl

2Ob253/64; 8Ob614/88; 8Ob17/88; 8Ob584/93; 7Ob12/06z; 8Ob9/07t; 10Ob10/08f; 5Ob211/09d; 3Ob55/10z; 1Ob181/11s; 1Ob29/12i; 3Ob212/13t; 1Ob103/14z; 1Ob78/20g; 8Ob159/22y; 5Ob6/23b; 7Ob81/23x; 2Ob173/24s; 7Ob162/24k; 2Ob25/25b; 4Ob69/25p; 7Ob103/25k; 2Ob53/26x; 7Ob156/25d

Norm

ZPO §226 IIIA

ZPO §504

Rechtssatz

Die den Anspruch begründenden Tatsachen (materielle Voraussetzungen) müssen von der klagenden Partei bereits in der Klage oder in erster Instanz behauptet und bewiesen werden. Im Revisionsverfahren kann eine solche Unterlassung nicht nachgetragen werden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1964-10-29 2 Ob 253/64

TE OGH 1989-02-09 8 Ob 614/88

Veröff: VersRdSch 1990,29

TE OGH 1989-07-20 8 Ob 17/88

Auch; Beisatz: Hier: Vorlage der Wechselurkunde im Original mit der Revision verstößt gegen das Neuerungsverbot. (T1)

Veröff: WBl 1989,351

TE OGH 1994-02-03 8 Ob 584/93

Auch; nur: Die den Anspruch begründenden Tatsachen (materielle Voraussetzungen) müssen von der klagenden Partei behauptet und bewiesen werden. (T2)

TE OGH 2006-02-15 7 Ob 12/06z

Auch

TE OGH 2007-02-22 8 Ob 9/07t

Vgl; Beisatz: Eingehen auf eine Neuerung ist dem Obersten Gerichtshof verwehrt. (T3)

TE OGH 2008-05-06 10 Ob 10/08f

Vgl; Beis ähnlich wie T3

TE OGH 2009-10-13 5 Ob 211/09d

Vgl; Beis ähnlich wie T3

TE OGH 2010-05-26 3 Ob 55/10z

TE OGH 2011-12-22 1 Ob 181/11s

Auch

TE OGH 2012-03-01 1 Ob 29/12i

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2014-01-22 3 Ob 212/13t

TE OGH 2015-01-22 1 Ob 103/14z

Auch; Veröff: SZ 2015/3

TE OGH 2020-05-25 1 Ob 78/20g

Vgl auch

TE OGH 2023-02-23 8 Ob 159/22y

TE OGH 2023-03-14 5 Ob 6/23b

TE OGH 2023-06-28 7 Ob 81/23x

TE OGH 2024-11-19 2 Ob 173/24s

TE OGH 2025-04-22 7 Ob 162/24k

TE OGH 2025-04-29 2 Ob 25/25b

TE OGH 2025-05-22 4 Ob 69/25p

vgl

TE OGH 2025-10-22 7 Ob 103/25k

vgl

TE OGH 2026-04-28 2 Ob 53/26x

Beisatz wie T3: Hier: Während die Klägerin in erster Instanz ihren immateriellen Schaden aus der sie massiv belastenden Pflegesituation nach Entlassung aus dem Spital ableitete („Belastungsschaden“ ohne Krankheitswert), stützt sie ihren Anspruch in der Revision ausschließlich darauf, dass ihr Ehemann während seines Aufenthalts auf der Intensivstation ein lebensbedrohliches Delir erlitten und mit dem Tod gekämpft habe, weshalb bei ihr aufgrund der Nachricht davon ein „Trauerschockschaden“ eingetreten sei. (T4)

TE OGH 2026-04-15 7 Ob 156/25d

vgl; Beisatz: Hier: Anfängliche Unmöglichkeit iSd Paragraph 878, ABGB. (T5)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0037612