OGH
RS0013831
27.01.2023
8Ob282/64; 8Ob282/65; 1Ob217/69; 4Ob543/72; 6Ob86/73; 7Ob68/73; 6Ob127/75; 7Ob771/76; 7Ob651/76; 3Ob536/80; 8Ob536/81; 3Ob538/82; 4Ob510/82; 1Ob584/84; 6Ob572/84 (6Ob573/84-6Ob577/84); 3Ob501/86; 6Ob712/87; 1Ob561/92; 5Ob14/97p; 5Ob2399/96x; 5Ob374/97d; 1Ob144/98b; 5Ob89/99w; 10Ob285/00k; 5Ob17/01p; 7Ob258/01v; 10Ob242/02i; 7Ob23/03p; 3Ob178/05f; 3Ob214/07b; 5Ob4/09p; 5Ob36/09v; 5Ob6/10h; 5Ob93/10b; 4Ob163/10i; 5Ob209/10m; 5Ob132/11i; 5Ob122/16a; 5Ob100/16s; 5Ob45/18f; 5Ob109/21x; 5Ob121/21m; 5Ob60/22t; 5Ob114/22h; 1Ob241/22f
ABGB §841
ABGB §843 A
WEG 1975 §2 Abs2 Z1
WEG 2002 §3 Abs1 Z3
Die Realteilung ist tunlich, wenn ohne Notwendigkeit eines unverhältnismäßig großen Wertausgleiches in Geld und eine beträchtliche Wertverminderung die Sache in Teile zerlegt werden kann, so dass der Wert des Ganzen in den Teilen erhalten bleibt (Teilung einer Liegenschaft, die zu Teil aus Bauparzellen und Gebäuden, zum Teil aus landwirtschaftlichen Grundstücken besteht).
TE OGH 1964-10-06 8 Ob 282/64
Veröff: EvBl 1965/85 S 123 = JBl 1965,209
TE OGH 1965-10-12 8 Ob 282/65
TE OGH 1969-12-11 1 Ob 217/69
Veröff: RZ 1970,124
TE OGH 1972-04-25 4 Ob 543/72
Beisatz: Eine übermäßige Zerstückelung von Grund und Boden, die eine vernünftige Bewirtschaftung ausschließen, soll vermieden werden. (T1)
TE OGH 1973-05-17 6 Ob 86/73
TE OGH 1973-05-30 7 Ob 68/73
Veröff: ImmZ 1973,302
TE OGH 1975-12-18 6 Ob 127/75
Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 86/73
TE OGH 1976-11-18 7 Ob 771/76
TE OGH 1977-02-03 7 Ob 651/76
TE OGH 1980-05-14 3 Ob 536/80
Auch
TE OGH 1982-03-11 8 Ob 536/81
TE OGH 1982-06-16 3 Ob 538/82
Zweiter Rechtsgang zu 3 Ob 536/80
Veröff: MietSlg 34082
TE OGH 1983-01-18 4 Ob 510/82
Vgl; Beisatz: Von einer gleichen Beschaffenheit der Teilstücke kann nicht gesprochen werden, wenn eine Teilung nur in der Weise in Frage käme, dass ein Teil die Gebäude und der andere Teil die nur landwirtschaftlich nutzbaren Grundstücke erhält. (T2)
Veröff: SZ 56/10 = EvBl 1983/89 S 353
TE OGH 1984-06-27 1 Ob 584/84
TE OGH 1985-07-11 6 Ob 572/84
TE OGH 1986-03-19 3 Ob 501/86
Auch
TE OGH 1988-01-28 6 Ob 712/87
TE OGH 1992-07-14 1 Ob 561/92
Auch
TE OGH 1997-02-25 5 Ob 14/97p
nur: Die Realteilung ist tunlich, wenn eine Sache ohne Notwendigkeit eines unverhältnismäßig großen Wertausgleiches in Teile zerlegt werden kann, sodass der Wert des Ganzen in den Teilen erhalten bleibt. (T3)
TE OGH 1997-09-30 5 Ob 2399/96x
nur T3
TE OGH 1998-03-10 5 Ob 374/97d
nur T3
TE OGH 1998-07-28 1 Ob 144/98b
nur T3
TE OGH 1999-12-21 5 Ob 89/99w
nur T3
TE OGH 2001-03-06 10 Ob 285/00k
nur T3; Beisatz: Jeder Miteigentümer muss einen Teil annähernd gleicher Beschaffenheit und seiner Quote entsprechenden Wertes erhalten. Dabei können relativ geringfügige Wertunterschiede in Geld ausgeglichen werden. (T4)
TE OGH 2001-04-24 5 Ob 17/01p
nur T3; Beisatz: Naturalteilung ist möglich, wenn die Sache ohne wesentliche Wertminderung geteilt werden kann und rechtliche Hindernisse nicht entgegenstehen. (T5)
TE OGH 2001-10-17 7 Ob 258/01v
Auch; nur T3; Beis wie T4
TE OGH 2002-11-26 10 Ob 242/02i
Auch; nur T3; Beis wie T5
TE OGH 2003-02-26 7 Ob 23/03p
Vgl auch; Beisatz: Im Falle der Realteilung muss die gemeinsame Sache nicht nur in annähernd gleichwertige, sondern auch gleichartige Teile zerlegt werden können. (T6)
Beisatz: Hier: Gleichartigkeit verneint, wenn nach Realteilung auf dem kleineren Grundstücksteil das 225 m2 große Wohnhaus und auf dem größeren eine lediglich 20 m2 große Bauhütte stünde. (T7)
TE OGH 2006-03-29 3 Ob 178/05f
Vgl auch; Beisatz: Die den Teilhabern zufallenden Stücke müssen nicht nur gleichwertig, sondern auch gleich beschaffen sein (daher keine Teilung hier bebaute, dort unbebaute Grundstücke). (T8)
TE OGH 2007-11-27 3 Ob 214/07b
Vgl auch; Beis wie T2
TE OGH 2009-04-28 5 Ob 4/09p
Vgl; Beisatz: Realteilung (= Naturalteilung) ist regelmäßig dann möglich und tunlich, wenn die Sache (physisch bzw im Rechtssinn) geteilt werden kann, ohne dass es im Verhältnis der Summe der Einzelwerte zum Wert der ungeteilten Sache zu einer wesentlichen Wertminderung käme und die Sache zwischen den Teilhabern so aufgeteilt werden kann, dass die entstehenden Teile den Anteilen etwa gleichwertig und diese annähernd gleich beschaffen sind, ohne dass ein unverhältnismäßiger Wertausgleich notwendig wird. Unverhältnismäßige Kosten, insbesondere notwendige Aufwendungen für Umbaumaßnahmen können die Naturalteilung unzulässig machen. (T9)
Veröff: SZ 2009/55
TE OGH 2009-05-12 5 Ob 36/09v
Vgl; Beis wie T9 nur: Realteilung (= Naturalteilung) ist regelmäßig dann möglich und tunlich, wenn die Sache (physisch bzw im Rechtssinn) geteilt werden kann, ohne dass es im Verhältnis der Summe der Einzelwerte zum Wert der ungeteilten Sache zu einer wesentlichen Wertminderung käme und die Sache zwischen den Teilhabern so aufgeteilt werden kann, dass die entstehenden Teile den Anteilen etwa gleichwertig und diese annähernd gleich beschaffen sind, ohne dass ein unverhältnismäßiger Wertausgleich notwendig wird. (T10)
TE OGH 2010-06-22 5 Ob 6/10h
Vgl; Beis wie T5; Beis ähnlich wie T10
TE OGH 2010-11-16 5 Ob 93/10b
Vgl; Beis wie T10; Beisatz: Auf diesen Grundsatz kommt es aber dann nicht an, wenn die von einer Anteilsverminderung betroffenen Miteigentümer auf eine Ausgleichszahlung verzichten und mit der Verminderung ihrer Anteile einverstanden sind. (T11)
Bem: Siehe auch RS0126365. (T12)
Veröff: SZ 2010/146
TE OGH 2010-11-09 4 Ob 163/10i
TE OGH 2011-03-29 5 Ob 209/10m
Auch; Beis wie T9
TE OGH 2011-07-07 5 Ob 132/11i
Auch
TE OGH 2016-07-11 5 Ob 122/16a
Auch
TE OGH 2016-07-11 5 Ob 100/16s
Auch
TE OGH 2018-07-18 5 Ob 45/18f
Vgl; Beis wie T10
TE OGH 2021-06-14 5 Ob 109/21x
nur T3
TE OGH 2021-11-04 5 Ob 121/21m
Beis wie T10
TE OGH 2022-08-11 5 Ob 60/22t
TE OGH 2022-10-12 5 Ob 114/22h
nur T3; Beis wie T5; Beis wie T10
TE OGH 2023-01-27 1 Ob 241/22f
vgl; Beisatz: Hier: Allfällige Realteilung durch Begründung von Wohnungseigentum in Aufteilungsverfahren nach Paragraph 81, EheG. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1964:RS0013831