Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

07.11.1963

Geschäftszahl

10Os267/63 (10Os268/63); 10Os199/70 (10Os200/70); 10Os88/74;

10Os132/74; 9Os28/75; 13Os79/75; 15Os126/06b (15Os127/06z);

15Os29/07i

Norm

StPO §3;

StPO §41 Abs2;

StPO §268;

Rechtssatz

Das Gericht ist nach Verkündung eines verurteilenden Erkenntnisses verpflichtet, den Angeklagten nicht nur über die ihm zustehenden Rechtsmittel, sondern auch - soferne nicht offenkundig ist, daß die Veraussetzungen des Paragraph 41, Absatz 2, StPO nicht gegeben sind - darüber zu belehren, daß er berechtigt sei, sich bei Zutreffen dieser Voraussetzungen zur Ausführung der Rechtsmittel eines Armenvertreters zu bedienen.

Entscheidungstexte

TE OGH 1963/11/07 10 Os 267/63

Veröff: SSt XXXIV/63 = EvBl 1964/216 S 301 = RZ 1964,72

TE OGH 1970/10/16 10 Os 199/70

Vgl; Beisatz: Sofern nach der Aktenlage und den Verfahrensergebnissen begründete Zweifel bestehen, ob der Angeklagte die Mittel für die Bestellung eines Wahlverteidigers. (T1)

TE OGH 1974/07/02 10 Os 88/74

Beisatz: Verteidiger gemäß Paragraph 41, Absatz 2, StPO (VerfahrenshilfeG). (T2) Veröff: RZ 1974/106 S 177

TE OGH 1974/10/29 10 Os 132/74

Beis wie T2

TE OGH 1975/05/21 9 Os 28/75

Beis wie T2; Veröff: SSt 46/25

TE OGH 1975/06/30 13 Os 79/75

Beis wie T2

TE OGH 2007/01/22 15 Os 126/06b

Vgl auch; Beisatz: Hier: Hier: Belehrung über die Möglichkeit, zur Ausführung der Berufung gegen ein Abwesenheitsurteil die Beigebung eines Verteidigers gemäß Paragraph 41, Absatz 2, StPO zu beantragen. (T3)

TE OGH 2007/05/30 15 Os 29/07i

Auch; Beisatz: Hier: Unterlassene Belehrung anlässlich der zu Protokoll gegebenen Berufungsanmeldung. (T4)

Rechtssatznummer

RS0096187