Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0020851

Entscheidungsdatum

24.01.2024

Geschäftszahl

7Ob152/62 (7Ob153/62); 5Ob19/66; 1Ob199/67; 4Ob611/75; 2Ob535/76; 3Ob641/78; 5Ob265/01h; 4Ob53/08k; 9Ob4/23p

Norm

ZPO §502 Abs1 HIII4

ABGB §1096 A1

ABGB §879 Abs3

Rechtssatz

Der Mieter muß sich zumutbare Maßnahmen des Hauseigentümers gefallen lassen, wenn dadurch sein Bestandrecht nicht wesentlich beeinträchtigt wird vergleiche EvBl 1961/143).

Entscheidungstexte

TE OGH 1962-05-30 7 Ob 152/62

TE OGH 1966-03-03 5 Ob 19/66

Beisatz: Antragung eines Wandbrunnens. (T1) Veröff: MietSlg 18173

TE OGH 1967-11-23 1 Ob 199/67

Veröff: MietSlg 19124

TE OGH 1975-11-04 4 Ob 611/75

Beisatz: Geringfügige Beeinträchtigung der Belichtungsverhältnisse der Küche. (T2) Veröff: ImmZ 1976,74 = MietSlg 27173

TE OGH 1976-09-09 2 Ob 535/76

Beisatz: Jedoch nur dann, wenn es sich um wirklich notwendige Maßnahmen des Hauseigentümers, ja um die einzige Möglichkeit, das Haus und dessen Bewohner vor Nachteilen zu bewahren, handelt. (T3)

TE OGH 1979-09-29 3 Ob 641/78

Beisatz: Ob und inwieweit eine Maßnahme des Bestandgebers dem Bestandnehmer zumutbar ist, kann in jedem Einzelfall nur auf Grund einer entsprechenden Abwägung der Interessen aller Beteiligten entschieden werden. (T4)

TE OGH 2001-11-27 5 Ob 265/01h

Beisatz: Die Zumutbarkeit ist dabei das Ergebnis der Abwägung der Interessen aller Beteiligten. Sie wird umso eher gegeben sein, je schwerwiegender berechtigte Interessen des Vermieters den Eingriff fordern. (T5)

TE OGH 2008-05-20 4 Ob 53/08k

Auch; Beis ähnlich wie T4

TE OGH 2024-01-24 9 Ob 4/23p

Beisatz wie T4: Hier: Verbandsklage, Klausel 29 (T6)

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0020851