OGH
RS0031488
24.05.2023
4Ob50/62; 4Ob8/70; 4Ob111/78; 9ObA236/90 (9ObA237/90); 9ObA49/06f; 9ObA21/06p; 9ObA9/13h; 8ObA36/13x; 9ObA89/14z; 9ObA101/14i; 9ObA122/14b; 8ObA21/23f
ABGB §879 BIIh
ABGB §1154
VBG 1948 §36
Der "Gleichbehandlungsgrundsatz" kann auch bei Sondervereinbarungen nach Paragraph 36, VBG 1948 angewendet werden. Wenn die Republik Österreich aller Dienstnehmer gleicher Kategorie gleich behandelt, einen einzelnen aber ohne sachlichen Grund von dieser Behandlung ausnimmt und ein solches Verhalten gegen die guten Sitten verstößt, gibt dies dem einzelnen Dienstnehmer den Anspruch auf einen gleicherweise erhöhten Lohn wie bei den anderen Dienstnehmern.
TE OGH 1962-05-22 4 Ob 50/62
Veröff: EvBl 1962/396 S 492 = JBl 1963,276 = SozM ID,344 = Arb 7570
TE OGH 1970-03-03 4 Ob 8/70
nur: Der "Gleichbehandlungsgrundsatz" kann auch bei Sondervereinbarungen nach Paragraph 36, VBG 1948 angewendet werden. (T1)
TE OGH 1978-12-19 4 Ob 111/78
nur T1
TE OGH 1990-12-19 9 ObA 236/90
Auch; Beisatz: Diese zunächst gerade für Dienstgeber des öffentlichen Rechts entwickelte Gleichbehandlungspflicht schränkt zwar das Ermessen des Dienstgebers grundsätzlich nicht ein, verwehrt ihm aber insbesondere, die von ihm selbst zugrundegelegten Kriterien im Einzelfall willkürlich und ohne sachlichen Grund zu verlassen und einzelnen Dienstnehmern das vorzuenthalten, was er den anderen zubilligt. (Hier: Vordienstzeitenanrechnung). (T2)
Veröff: SZ 63/228
TE OGH 2006-09-27 9 ObA 49/06f
nur T1
TE OGH 2007-03-02 9 ObA 21/06p
Auch
TE OGH 2013-07-24 9 ObA 9/13h
Auch
TE OGH 2013-11-29 8 ObA 36/13x
TE OGH 2014-10-29 9 ObA 89/14z
Auch; Beisatz: Der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz gilt auch für Vertragsbedienstete, findet seine Grenze aber in den – zwingenden Charakter aufweisenden – Einstufungs- und Entlohnungsvorschriften des Vertragsbedienstetenrechts. (T3)
TE OGH 2014-11-27 9 ObA 101/14i
Beis wie T3
TE OGH 2015-05-28 9 ObA 122/14b
Auch
TE OGH 2023-05-24 8 ObA 21/23f
vgl
ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0031488