Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0046455

Entscheidungsdatum

18.06.2025

Geschäftszahl

6Nd78/61; 1Ob44/68; 2Nd503/83; 2Nd5/83; 2Nd511/83; 2Ob589/87; 2Nd504/87; 6Nd511/92; 4Nd1/95; 3Nd510/95; 5Nd509/99; 3Nd514/99; 6Nd1/00; 8Nd512/01; 3Nd513/01; 1Nd501/02; 8Nc102/02w; 3Nc1/03g; 8Nc113/02p; 2Nc7/03g; 5Nc24/04f; 2Ob195/04x; 5Nc4/06t; 5Nc11/07y; 3Nc24/09y; 5Nc9/09g; 4Ob194/10y; 5Nc1/11h; 10Nc5/11h; 1Nc34/11g; 2Nc10/11k; 10Nc15/12f; 9Nc12/13h; 3Ob204/13s; 5Ob51/14g; 5Nc21/15f; 5Nc27/15p; 7Nc12/16y; 3Nc1/17b; 8Nc15/17y; 3Nc2/18a; 1Nc3/19k; 15Ns81/21m; 9Ob56/22h; 4Nc24/22z; 4Ob227/22v; 10Nc21/23d; 2Nc98/23v; 4Nc19/24t; 8Nc8/25f

Norm

JN §31 I

Rechtssatz

Es müssen besonders schwerwiegende Gründe vorliegen, um eine Rechtssache gegen den Willen einer Partei dem zuständigen Gericht abzunehmen (6 Nd 121/59, 6 Nd 7/60 ua - Verfahren wegen Ehescheidung).

Entscheidungstexte

TE OGH 1961-07-05 6 Nd 78/61

TE OGH 1968-02-22 1 Ob 44/68

TE OGH 1983-03-08 2 Nd 503/83

nur: Es müssen besonders schwerwiegende Gründe vorliegen, um eine Rechtssache gegen den Willen einer Partei dem zuständigen Gericht abzunehmen. (T1)

TE OGH 1983-09-26 2 Nd 5/83

nur T1

TE OGH 1983-12-05 2 Nd 511/83

TE OGH 1987-06-30 2 Ob 589/87

Auch; Beisatz: Hier: Bei Widerspruch gegen die Delegierung hat es im Zweifel bei der gesetzlich begründeten Zuständigkeit zu bleiben. (T2)

TE OGH 1987-10-12 2 Nd 504/87

TE OGH 1992-10-01 6 Nd 511/92

Vgl auch; Beis wie T2

TE OGH 1995-01-16 4 Nd 1/95

Auch; Beis wie T2

TE OGH 1995-07-31 3 Nd 510/95

Auch; nur T1; Beis wie T2

TE OGH 1999-07-09 5 Nd 509/99

nur T1; Beis wie T2

TE OGH 2000-02-03 3 Nd 514/99

Auch; Beisatz: Die Delegierung einer Rechtssache nach Paragraph 31, JN soll bloß die Ausnahme bilden. Kann die Frage der Zweckmäßigkeit nicht eindeutig zu Gunsten beider Parteien beantwortet werden und widerspricht eine der Parteien der Delegierung, so ist dieser Partei der Vorzug zu geben. (T3)

TE OGH 2000-05-03 6 Nd 1/00

Vgl auch; Beisatz: Für die Zweckmäßigkeit einer Delegierung ist der Kanzleisitz der Parteienvertreter nicht von Bedeutung. (T4)

TE OGH 2001-10-08 8 Nd 512/01

nur T1

TE OGH 2001-10-16 3 Nd 513/01

Vgl auch

TE OGH 2002-01-16 1 Nd 501/02

Auch; Beis wie T2

TE OGH 2002-10-10 8 Nc 102/02w

Auch; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2003-02-18 3 Nc 1/03g

Auch; Beis wie T3 nur: Die Delegierung einer Rechtssache nach Paragraph 31, JN soll bloß die Ausnahme bilden. (T5)

Beis wie T4

TE OGH 2003-02-24 8 Nc 113/02p

Auch; Beis wie T3

TE OGH 2003-04-03 2 Nc 7/03g

nur T1; Beis wie T5

TE OGH 2004-09-22 5 Nc 24/04f

nur T1; Beis wie T2

TE OGH 2004-09-23 2 Ob 195/04x

Beis wie T4

TE OGH 2006-02-20 5 Nc 4/06t

Beis wie T2; Beis wie T3

TE OGH 2007-06-25 5 Nc 11/07y

nur T1; Beis wie T5

TE OGH 2009-03-25 3 Nc 24/09y

nur T1; Beisatz: Hier: Bei Widerstand der anderen Partei müssen besonders schwerwiegende für eine Delegierung sprechende Gründe vorliegen. Dass die Mehrheit der beantragten Zeugen in Wien aufhältig ist, reicht nicht. (T6)

TE OGH 2009-07-07 5 Nc 9/09g

Beis wie T6 nur: Bei Widerstand der anderen Partei müssen besonders schwerwiegende für eine Delegierung sprechende Gründe vorliegen. (T7)

Beisatz: Hier: Die Möglichkeit der Verhandlung der Rechtssache am Gerichtstag des angerufenen Gerichts darf nicht unbeachtet bleiben. (T8)

Beisatz: Eine Erleichterung allein für eine Partei rechtfertigt ein Abgehen von der restriktiv zu handhabenden Zuständigkeitsordnung nicht. (T9)

TE OGH 2010-11-09 4 Ob 194/10y

Vgl; Beis wie T3; Beis wie T4

TE OGH 2011-02-11 5 Nc 1/11h

Vgl auch; Beis wie T3

TE OGH 2011-04-06 10 Nc 5/11h

Vgl auch

TE OGH 2011-04-19 1 Nc 34/11g

nur T1; Beis wie T5; Beis wie T7

TE OGH 2011-06-17 2 Nc 10/11k

Vgl auch; Beis wie T4

TE OGH 2012-09-03 10 Nc 15/12f

Vgl auch

TE OGH 2013-07-10 9 Nc 12/13h

Vgl auch

TE OGH 2013-12-19 3 Ob 204/13s

Beis wie T3

TE OGH 2014-06-30 5 Ob 51/14g

Vgl auch

TE OGH 2015-08-21 5 Nc 21/15f

TE OGH 2015-10-20 5 Nc 27/15p

TE OGH 2016-06-01 7 Nc 12/16y

TE OGH 2017-01-17 3 Nc 1/17b

TE OGH 2017-05-17 8 Nc 15/17y

Auch; Beisatz: Gegen den Willen der anderen Partei darf die Delegierung daher nur ausgesprochen werden, wenn die Frage der Zweckmäßigkeit eindeutig zu Gunsten aller Parteien des Verfahrens gelöst werden kann. (T10)

TE OGH 2018-01-24 3 Nc 2/18a

Auch

TE OGH 2019-04-03 1 Nc 3/19k

Vgl; Beis wie T4

TE OGH 2021-10-13 15 Ns 81/21m

TE OGH 2022-07-14 9 Ob 56/22h

Vgl; nur T1

TE OGH 2022-08-31 4 Nc 24/22z

Vgl; Beis nur wie T10

TE OGH 2023-01-31 4 Ob 227/22v

nur T1; Beisatz: Hier: Antrag auf Delegierung trotz Parteienvereinbarung wegen behaupteter nachträglicher Umstände. (T11)

TE OGH 2023-07-25 10 Nc 21/23d

vgl

TE OGH 2024-01-02 2 Nc 98/23v

vgl; Beisatz: Hier: keine Delegierung zum Ort des Verkehrsunfalls bei in einem anderen Ort ansässigen Parteien, Vertreter und Zeugen und fehlendem Antrag auf Durchführung eines Lokalaugenscheins. (T12)

TE OGH 2024-09-30 4 Nc 19/24t

vgl; Beisatz: Hier: Die Wohnsitze der Kläger und der Sitz der Beklagten sowie der Wohnsitz ihres Geschäftsführers befinden sich in unterschiedlichen Gerichtssprengeln. (T13)

TE OGH 2025-06-18 8 Nc 8/25f

vgl

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0046455