OGH
RS0018383
11.01.1961
3Ob507/60; 1Ob95/70; 6Ob567/78; 2Ob525/89; 3Ob1547/93; 6Ob657/94; 6Ob63/99d; 6Ob145/08d; 10Ob2/18v; 7Ob206/17w
ABGB §918 römisch vier c; ABGB §921; ABGB §1478; ABGB §1489 IIA
Tritt ein Vertragsteil vom Vertrag zurück, weil der andere Teil die Gegenleistung verweigert, so läuft gegen ihn die dreijährige Verjährungsfrist hinsichtlich seiner Schadenersatzansprüche von dem Tage an, an welchem er die Möglichkeit hatte, den Rücktritt zu erklären, wenn ihm damals der Schade bekannt war.
TE OGH 1961-01-11 3 Ob 507/60
Veröff: SZ 34/7 = EvBl 1961/79 S 128
TE OGH 1970-06-05 1 Ob 95/70
Veröff: SZ 43/98 = EvBl 1970/360 S 633
TE OGH 1978-05-18 6 Ob 567/78
Auch; Beisatz: Hier wurde dem Masseverwalter zugebilligt, noch einen Versuch auf Zuhaltung des Vertrages zu unternehmen. (T1)
TE OGH 1989-06-05 2 Ob 525/89
Veröff: WBl 1989,345 (dort falsch 5.12.89)
TE OGH 1993-07-14 3 Ob 1547/93
TE OGH 1994-12-07 6 Ob 657/94
Vgl
TE OGH 1999-05-28 6 Ob 63/99d
Ähnlich
TE OGH 2008-08-07 6 Ob 145/08d
Vgl; Beisatz: Der Anspruch nach Paragraph 921, ABGB setzt Rücktritt vom Vertrag voraus. Der Schaden bei Nichteinhaltung einer vertraglichen Verpflichtung liegt schon darin, dass der Geschädigte den vertraglichen Leistungsanspruch verliert. Der Lauf der Verjährungsfrist beginnt spätestens mit der Wirksamkeit der Rücktrittserklärung. Der Verlust des vertraglichen Leistungsanspruchs und in diesem Sinne der Schadenseintritt war dem Kläger spätestens mit seiner Rücktrittserklärung bekannt. (T2)
TE OGH 2018-02-20 10 Ob 2/18v
TE OGH 2018-03-21 7 Ob 206/17w
Beis ähnlich wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1961:RS0018383