OGH
13.06.1960
8Os211/60; 12Os306/63; 12Os255/68; 12Os93/69; 10Os72/77; 9Os4/83; 10Os159/85; 14Os81/87; 11Os94/91; 15Os162/93; 15Os153/04 (15Os154/04)
StPO §152;
StPO §281 Abs1 Z3;
StPO §281 Abs1 Z4 B;
Angaben von Personen, die von ihrem Entschlagungsrecht nach dem Paragraph 152, StPO Gebrauch gemacht haben, einem Sachverständigen gegenüber können, soweit sie den Tathergang betreffen, bei sonstiger Nichtigkeit nach dem Paragraph 281, Ziffer 3, StPO vom Erstgericht nicht zum Gegenstand von Feststellungen gemacht werden.
TE OGH 1960/06/13 8 Os 211/60
Veröff: SSt XXXI/58 = EvBl 1960/329 S 554
TE OGH 1964/02/28 12 Os 306/63
TE OGH 1968/12/18 12 Os 255/68
Ähnlich
TE OGH 1969/06/11 12 Os 93/69
Veröff: EvBl 1970/52 S 80
TE OGH 1977/06/22 10 Os 72/77
Vgl jedoch
TE OGH 1983/03/08 9 Os 4/83
Vgl; Beisatz: Aktenkundige Angaben des Zeugen vor der Polizei dürfen auch vom Sachverständigen verwertet werden. (T1)
TE OGH 1986/02/11 10 Os 159/85
Vgl
TE OGH 1987/07/22 14 Os 81/87
Vgl; Beisatz: Eine Umgehung des Entschlagungsrechtes liegt nur dann vor, wenn dadurch ein neues (weiteres) Beweismittel trotz eines bereits geltend gemachten Entschlagungsrechtes genommen werden soll. (T2) Veröff: JBl 1988,255 = EvBl 1988/15 S 90 = RZ 1987/62 römisch zwei S 229
TE OGH 1991/09/10 11 Os 94/91
Beisatz: Unzulässige Umgehung des Entschlagungsrechtes. (T3)
TE OGH 1993/11/25 15 Os 162/93
Beis wie T3; Beisatz: Schon die Einbringung solcher Sachverhaltsschilderungen in die Hauptverhandlung ist unstatthaft. (T4)
TE OGH 2005/01/13 15 Os 153/04
Auch; Beisatz: Ein weder als vom Gericht beauftragten Sachverständigen noch als Behördenorgan (Amtsarzt) tätiger behandelnder Arzt darf hingegen über die ihm gegenüber gemachten Äußerungen zur Herkunft von Verletzungen als Zeuge vernommen und seine Aussage verwertet werden. (T5)
RS0097497