Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0023235

Entscheidungsdatum

21.01.1959

Geschäftszahl

1Ob12/59; 7Ob174/71; 3Ob569/81; 2Ob47/07m; 2Ob60/08z; 2Ob137/11b; 2Ob70/12a; 2Ob43/14h; 2Ob116/20b

Norm

ABGB §1096 A1; ABGB §1096 B; ABGB §1295 IId3; StVO §93 Abs1

Rechtssatz

Die Streupflicht des Bestandgebers wird aus ihrem Wesen als Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages heraus durch die Verkehrsbedürfnisse einerseits und durch die Zumutbarkeit von Streumaßnahmen anderseits abgrenzt.

Entscheidungstexte

TE OGH 1959-01-21 1 Ob 12/59

Veröff: ZVR 1959/93 S 95

TE OGH 1971-11-24 7 Ob 174/71

Beisatz: Diese Beschränkung gilt naturgemäß allgemein, also nicht nur für die Häufigkeit des Streuens, sondern auch für die Aufwendigkeit der Streumittel. Nun ist die Verwendung von Asche als Streugut durchaus üblich und angemessen. Dass dies erst recht auf einen nur von wenigen Menschen begangenen Haushof in ländlicher Gegend zutrifft, versteht sich von selbst. Vom Vermieter zu verlangen, dass er den fraglichen Verbindungsweg mit Salz zu bestreuen hätte, so wie dies seit einiger Zeit auf öffentlichen Verkehrsflächen immer häufiger zu geschehen pflegt, wäre daher nicht nur wegen der Unüblichkeit einer solchen Maßnahme, sondern auch wegen der Kostspieligkeit eine über das Zumutbare erheblich hinausgehende Anforderung an die Sorgfaltspflicht eines Vermieters. (T1) Veröff: ImmZ 1972,43 = MietSlg 23205 = ZVR 1973/6 S 8 = ZVR 1982/261 S 231

TE OGH 1981-11-25 3 Ob 569/81

Veröff: RZ 1982/58 S 220 = ZVR 1982/261 S 231

TE OGH 2007-07-12 2 Ob 47/07m

Vgl; nur: Die Streupflicht des Bestandgebers ist Nebenverpflichtung eines Bestandvertrages. (T2)

TE OGH 2008-04-10 2 Ob 60/08z

Auch; nur T2; Vgl Beis wie T1; Veröff: SZ 2008/46

TE OGH 2011-08-30 2 Ob 137/11b

Auch; nur T1

TE OGH 2012-11-29 2 Ob 70/12a

Auch; nur T2; Veröff: SZ 2012/134

TE OGH 2014-03-28 2 Ob 43/14h

Beis wie T1

TE OGH 2020-09-17 2 Ob 116/20b

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0023235