Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0013856

Entscheidungsdatum

20.05.1958

Geschäftszahl

3Ob72/58; 1Ob463/61; 8Ob66/63; 6Ob91/64; 7Ob231/65; 8Ob282/65; 5Ob70/66 (5Ob95/66); 1Ob217/69; 6Ob86/73; 1Ob77/73; 1Ob111/74; 6Ob127/75; 7Ob771/76; 7Ob651/76; 3Ob536/80; 8Ob536/81; 3Ob538/82; 4Ob510/82; 1Ob597/83 (1Ob598/83); 1Ob579/83; 7Ob563/86; 1Ob613/87; 6Ob712/87; 1Ob561/92; 5Ob14/97p; 5Ob498/97i; 5Ob11/98y; 5Ob282/99b; 5Ob89/99w; 9Ob200/00b; 10Ob285/00k; 5Ob17/01p; 10Ob242/02i; 3Ob214/07b; 5Ob80/08p; 5Ob4/09p; 5Ob36/09v; 5Ob6/10h; 5Ob93/10b; 4Ob163/10i; 5Ob209/10m; 5Ob122/16a; 5Ob100/16s; 3Ob4/17k; 5Ob45/18f; 5Ob110/18i

Norm

ABGB §843 A; WEG 1975 §2 Abs2 Z1; WEG 2002 §3 Abs1 Z3

Rechtssatz

Naturalteilung ist nur dann zulässig, wenn der zu bezahlende Wertausgleich geringfügig ist.

Entscheidungstexte

TE OGH 1958-05-20 3 Ob 72/58

Veröff: SZ 31/79 = EvBl 1958/330 S 572 = ImmZ 1958,340

TE OGH 1961-12-06 1 Ob 463/61

TE OGH 1963-03-19 8 Ob 66/63

TE OGH 1964-04-02 6 Ob 91/64

TE OGH 1965-09-29 7 Ob 231/65

TE OGH 1965-10-12 8 Ob 282/65

Beisatz: Wertunterschied von S 60.000,- ist nicht geringfügig. (T1)

TE OGH 1966-03-24 5 Ob 70/66

TE OGH 1969-12-11 1 Ob 217/69

Veröff: RZ 1970,124

TE OGH 1973-05-17 6 Ob 86/73

TE OGH 1973-05-23 1 Ob 77/73

TE OGH 1974-07-09 1 Ob 111/74

TE OGH 1975-12-18 6 Ob 127/75

Zweiter Rechtsgang zu 6 Ob 86/73

TE OGH 1976-11-18 7 Ob 771/76

TE OGH 1977-02-03 7 Ob 651/76

Beisatz: 15 % Wertminderung ist nicht geringfügig. (T2)

TE OGH 1980-05-14 3 Ob 536/80

TE OGH 1982-03-11 8 Ob 536/81

TE OGH 1982-06-16 3 Ob 538/82

Zweiter Rechtsgang zu 3 Ob 536/80

TE OGH 1983-01-18 4 Ob 510/82

Veröff: SZ 56/10 = EvBl 1983/89 S 353

TE OGH 1983-04-13 1 Ob 597/83

TE OGH 1983-04-27 1 Ob 579/83

Auch

TE OGH 1986-04-24 7 Ob 563/86

TE OGH 1987-07-15 1 Ob 613/87

TE OGH 1988-01-28 6 Ob 712/87

TE OGH 1992-07-14 1 Ob 561/92

Auch

TE OGH 1997-02-25 5 Ob 14/97p

TE OGH 1997-12-16 5 Ob 498/97i

TE OGH 1998-03-24 5 Ob 11/98y

Auch; Beisatz: Beträge, im Bereich von 3,5 % des Gesamtwertes der Liegenschaft, sind geringfügig (MietSlg 37.046; MietSlg 40.043), bilden jedoch keine absolute Höchstgrenze, da es auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalls ankommt. (T3)

Beisatz: Hier: Kosten für Teilung durch Begründung von Wohnungseigentum. (T4)

TE OGH 1999-11-09 5 Ob 282/99b

Vgl; Beis wie T4

TE OGH 1999-12-21 5 Ob 89/99w

Auch

TE OGH 2000-11-08 9 Ob 200/00b

Beisatz: Nur geringfügige Wertunterschiede sind in Geld auszugleichen. (T5)

Beisatz: Verhältnis von 3/16 zu 13/16 nicht geringfügig. (T6)

TE OGH 2001-03-06 10 Ob 285/00k

Auch; Beis ähnlich wie T5

TE OGH 2001-04-24 5 Ob 17/01p

Vgl auch; Beisatz: Bei der vom Gesetzgeber bevorzugten Teilung durch Begründung von Wohnungseigentum können die Kosten, die für eine Teilung in Kauf zu nehmen sind, generell höher veranschlagt werden. (T7)

TE OGH 2002-11-26 10 Ob 242/02i

Vgl auch; Beisatz: Geringfügige Wertunterschiede können durch Geld ausgeglichen werden, weil sonst die im Gesetz primär vorgesehene Realteilung praktisch kaum durchführbar wäre. (T8)

Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T7

TE OGH 2007-11-27 3 Ob 214/07b

TE OGH 2008-06-03 5 Ob 80/08p

Vgl; Beisatz: Ein Wertunterschied von 20 % wäre nicht mehr als geringfügig zu erachten. (T9)

TE OGH 2009-04-28 5 Ob 4/09p

Vgl; Beisatz: Realteilung (= Naturalteilung) ist regelmäßig dann möglich und tunlich, wenn die Sache (physisch bzw im Rechtssinn) geteilt werden kann, ohne dass es im Verhältnis der Summe der Einzelwerte zum Wert der ungeteilten Sache zu einer wesentlichen Wertminderung käme und die Sache zwischen den Teilhabern so aufgeteilt werden kann, dass die entstehenden Teile den Anteilen etwa gleichwertig und diese annähernd gleich beschaffen sind, ohne dass ein unverhältnismäßiger Wertausgleich notwendig wird. Unverhältnismäßige Kosten, insbesondere notwendige Aufwendungen für Umbaumaßnahmen können die Naturalteilung unzulässig machen. (T10)

Veröff: SZ 2009/55

TE OGH 2009-05-12 5 Ob 36/09v

Vgl; Beis wie T10 nur: Realteilung (= Naturalteilung) ist regelmäßig dann möglich und tunlich, wenn die Sache (physisch bzw im Rechtssinn) geteilt werden kann, ohne dass es im Verhältnis der Summe der Einzelwerte zum Wert der ungeteilten Sache zu einer wesentlichen Wertminderung käme und die Sache zwischen den Teilhabern so aufgeteilt werden kann, dass die entstehenden Teile den Anteilen etwa gleichwertig und diese annähernd gleich beschaffen sind, ohne dass ein unverhältnismäßiger Wertausgleich notwendig wird. (T11)

TE OGH 2010-06-22 5 Ob 6/10h

Vgl; Beis ähnlich wie T11

TE OGH 2010-11-16 5 Ob 93/10b

Vgl; Beis wie T11; Beisatz: Auf diesen Grundsatz kommt es aber dann nicht an, wenn die von einer Anteilsverminderung betroffenen Miteigentümer auf eine Ausgleichszahlung verzichten und mit der Verminderung ihrer Anteile einverstanden sind. (T12)

Bem: Siehe auch RS0126365. (T13)

Veröff: SZ 2010/146

TE OGH 2010-11-09 4 Ob 163/10i

Vgl

TE OGH 2011-03-29 5 Ob 209/10m

Vgl auch; Beis wie T10

TE OGH 2016-07-11 5 Ob 122/16a

Auch

TE OGH 2016-07-11 5 Ob 100/16s

Auch; Beis wie T10

TE OGH 2017-02-22 3 Ob 4/17k

Beis wie T10; Beis wie T12

TE OGH 2018-07-18 5 Ob 45/18f

Vgl; Beis wie T11

TE OGH 2018-10-03 5 Ob 110/18i

Auch; Beis wie T12

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0013856