Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

13.04.1955

Geschäftszahl

7Ob80/55; 7Ob470/55; 6Ob76/58; 1Ob204/75; 7Ob813/81 (7Ob814/81); 7Ob617/85; 7Ob610/88; 1Ob547/92; 5Ob392/97a; 6Ob56/99z

Norm

ABGB §369;

Rechtssatz

Mit der Eigentumsklage kann nicht nur der Inhaber, sondern auch der Besitzer belangt werden, in dessen Namen ein anderer die Sache inne hat, der sogenannte "mittelbare" Besitzer des deutschen Rechtes (s.a. 3 Ob 194/53).

Entscheidungstexte

TE OGH 1955/04/13 7 Ob 80/55

EvBl 1955/375 S 620

TE OGH 1955/11/02 7 Ob 470/55

TE OGH 1958/04/16 6 Ob 76/58

TE OGH 1975/10/15 1 Ob 204/75

Vgl auch

TE OGH 1982/01/21 7 Ob 813/81

TE OGH 1985/07/30 7 Ob 617/85

Auch

TE OGH 1988/06/30 7 Ob 610/88

Beisatz: Es genügt die sogenannte "Besitzmittelschaft". (T1) = SZ 61/164

TE OGH 1992/04/01 1 Ob 547/92

Auch; Beis wie T1; RdW 1992,269

TE OGH 1997/10/14 5 Ob 392/97a

Beisatz: Bei Wohnungseigentum reicht der Mitbesitz (Mitsachbesitz) an der gesamten Liegenschaft (hier: Teilflächen, die ins Zubehör-Wohnungseigentum fallen) aus, um alle Wohnungseigentümer unabhängig vom individuellen Rechtsbesitz für die Eigentumsklage passiv zu legitimieren. (T2)

TE OGH 1999/04/22 6 Ob 56/99z

Beisatz: Die Eigentumsklage erfordert die Gewahrsame des Beklagten oder wenigstens seinen sogenannten mittelbaren Besitz, demnach das Bestehen von Rechtsverhältnissen, die eine Anerkennung der Oberherrschaft bedeuten. (T3)

Rechtssatznummer

RS0010917