OGH
RS0013881
28.05.2025
2Ob831/53; 3Ob44/56; 8Ob31/67; 7Ob123/71; 3Ob150/74; 1Ob29/80; 1Ob193/98h; 1Ob24/05v; 9Ob30/08i; 6Ob256/10f; 6Ob273/11g; 7Ob62/13p; 7Ob27/13s; 1Ob202/13g; 2Ob22/17z; 9Ob77/17i; 1Ob12/19z; 6Ob107/19g; 6Ob22/20h; 6Ob142/21g; 3Ob44/25d
ABGB §851
ABGB §1380 A
ABGB §1385 A
In der Einigung, die Grenze gemäß dem Stande der Katastralmappe festzustellen und zu vermarken, liegt eine Vereinbarung über strittige Rechte an bestimmten Grundteilen, die als ein Vergleich iS des Paragraph 1380, ABGB anzusehen ist.
TE OGH 1954-04-07 2 Ob 831/53
TE OGH 1956-02-22 3 Ob 44/56
Auch
TE OGH 1967-02-28 8 Ob 31/67
Veröff: SZ 40/29
TE OGH 1971-09-10 7 Ob 123/71
TE OGH 1974-09-17 3 Ob 150/74
TE OGH 1980-11-12 1 Ob 29/80
TE OGH 1998-11-24 1 Ob 193/98h
Ähnlich
TE OGH 2005-05-24 1 Ob 24/05v
Auch; Beisatz: Für die Irrtumsanfechtung eines vor einem Zivilgeometer geschlossenen außergerichtlichen Vergleichs über den Grenzverlauf gelten die Grundsätze der Paragraphen 1385, ff ABGB. (T1)
TE OGH 2008-10-08 9 Ob 30/08i
Auch; Beis wie T1
TE OGH 2011-01-28 6 Ob 256/10f
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Eine vergleichsweise vorgenommene Festlegung der Grenze hat unmittelbar Bedeutung für die Eigentumsverhältnisse. Es ist lediglich zu prüfen, ob ein wirklicher Streit über die Grenze vorlag oder die Parteien nur eine Eigentumsübertragung verschleiern wollten. (T2)
TE OGH 2012-01-12 6 Ob 273/11g
TE OGH 2013-04-17 7 Ob 62/13p
Beis wie T2; Beisatz: Die Zustimmungsfiktion des Paragraph 25, Absatz 2 und 5 VermG greift immer dann, wenn ein Grundeigentümer nicht fristgerecht das Gericht anruft. Ein solcher Fall hat genauso wie eine vergleichsweise Grenzfestlegung unmittelbare Bedeutung für die Eigentumsverhältnisse. Bereits nach Fristablauf stehen die Eigentumsverhältnisse an der fraglichen Grenze kraft unwiderlegbar fingierter Zustimmung und mit unmittelbarer sachenrechtlicher Wirkung auf das Eigentumsrecht fest, ohne dass es auf eine Ersichtlichmachung im Grenzkataster, eine Verbücherung oder den Bescheid einer Behörde ankäme. Einer dem Eintragungsgrundsatz entsprechenden Einverleibung bedarf es nicht. Durch die unwiderlegbare Zustimmungsfiktion des Paragraph 25, Absatz 5, VermG wird der Grenzverlauf neu in konstitutiver Weise festgelegt. (T3)
Veröff: SZ 2013/39
TE OGH 2013-05-23 7 Ob 27/13s
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/52
TE OGH 2013-12-19 1 Ob 202/13g
Vgl; Beis wie T2
TE OGH 2017-02-23 2 Ob 22/17z
Beis ähnlich wie T2; Beisatz: Die Wirksamkeit des Vergleichs über den Verlauf der Grundstücksgrenze hängt nicht vom vorherigen Vermarken in der Natur ab. Nach dem Grundsatz der Privatautonomie steht es den Parteien frei, die strittige Grenze unter Hinweis auf die Katastralmappe festzulegen, ohne dass dies die Kenntnis voraussetzt, wie diese Grenze in der Natur tatsächlich verläuft. (T4)
Beisatz: Ein Vergleich über den Grenzverlauf führt bei nicht in den Grenzkataster aufgenommenen Grundstücken zu einer Berichtigung der Grenze, ohne dass es weiterer Schritte bedürfte. (T5)
TE OGH 2018-01-30 9 Ob 77/17i
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2019-01-23 1 Ob 12/19z
Vgl auch; Beis wie T4
TE OGH 2019-10-24 6 Ob 107/19g
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Auf eine zeitlich davor stattgefundene großflächige Bodenverschiebung käme es diesfalls nicht an. (T6)
Veröff: SZ 2019/100
TE OGH 2020-02-20 6 Ob 22/20h
Beis wie T2; Beis wie T4 nur: Nach dem Grundsatz der Privatautonomie steht es den Parteien frei, die strittige Grenze unter Hinweis auf die Katastralmappe festzulegen, ohne dass dies die Kenntnis voraussetzt, wie diese Grenze in der Natur tatsächlich verläuft. (T7)
Beis wie T5
TE OGH 2021-12-22 6 Ob 142/21g
Beisatz nur wie T4
Anmerkung, Veröff: SZ 2021/113
TE OGH 2025-05-28 3 Ob 44/25d
Beisatz wie T2; Beisatz wie T5
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0013881