Gericht

OGH

Rechtssatznummer

RS0000762

Entscheidungsdatum

02.12.1953

Geschäftszahl

3Ob750/53 (3Ob751/53); 3Ob59/54; 1Ob927/54; 3Ob605/57; 3Ob337/58; 3Ob338/58; 3Ob58/54; 3Ob167/59; 3Ob100/61; 3Ob2/63; 3Ob18/64; 3Ob67/64; 4Ob304/67; 3Ob63/67; 3Ob4/68; 3Ob103/68; 3Ob138/69; 3Ob122/71; 3Ob104/72; 3Ob239/75; 3Ob245/75; 3Ob172/76; 3Ob163/76; 4Ob397/76; 7Ob562/77; 3Ob130/77; 3Ob42/78 (3Ob43/78); 3Ob92/78; 4Ob381/79; 3Ob49/81; 3Ob136/81; 4Ob380/82; 3Ob85/82; 3Ob80/84; 3Ob4/85; 3Ob8/94; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob30/05s; 3Ob8/07h; 3Ob8/12s; 3Ob32/12w; 3Ob41/15y

Norm

EO §36 Z1 Aa; EO §355 Abs1 IIIa; EO §355 Abs1 IX

Rechtssatz

Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. Zur Bedeutung der von der betreibenden Partei zum Beweise der Richtigkeit ihrer Behauptung angeschlossenen Urkunden.

Entscheidungstexte

TE OGH 1953-12-02 3 Ob 750/53

Veröff: JBl 1954,14

TE OGH 1954-04-07 3 Ob 59/54

nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. (T1)

TE OGH 1955-01-05 1 Ob 927/54

nur T1

TE OGH 1958-02-06 3 Ob 605/57

Beisatz: Mit Ausführungen zur Beweisregelung nach § 1298 ABGB. (T2)

TE OGH 1958-07-24 3 Ob 337/58

TE OGH 1958-07-24 3 Ob 338/58

TE OGH 1954-02-10 3 Ob 58/54

TE OGH 1959-05-13 3 Ob 167/59

TE OGH 1961-03-07 3 Ob 100/61

nur T1

TE OGH 1964-01-15 3 Ob 2/63

nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt. (T3) Veröff: EvBl 1964/248 S.351

TE OGH 1964-02-12 3 Ob 18/64

nur T1

TE OGH 1964-06-11 3 Ob 67/64

TE OGH 1967-02-14 4 Ob 304/67

nur T1; Veröff: ÖBl 1967,71

TE OGH 1967-07-12 3 Ob 63/67

nur T1

TE OGH 1968-01-24 3 Ob 4/68

nur T1

TE OGH 1968-08-21 3 Ob 103/68

nur T1

TE OGH 1970-01-14 3 Ob 138/69

nur T1; Beisatz: Hier § 354 EO. (T4)

TE OGH 1971-11-10 3 Ob 122/71

nur T3

TE OGH 1972-09-28 3 Ob 104/72

nur T1; Veröff: MietSlg 24643

TE OGH 1975-10-28 3 Ob 239/75

Veröff: EvBl 1956/129 S 241

TE OGH 1975-11-18 3 Ob 245/75

nur T1

TE OGH 1976-12-14 3 Ob 172/76

nur T1; Beisatz: Die Aufrechterhaltung der bereits vor Schaffung des Titels vorgenommenen Weitergabe der Geschäftsräume stellt aber für sich kein neuerlicher Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel dar. (T5)

TE OGH 1976-12-21 3 Ob 163/76

nur T1; Beisatz: Beim auf ein bestimmtes Zuwiderhandeln gestützeten Exekutionsantrag ist allein der hiezu vorgebrachte Sachverhalt für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Exekutionsbewilligung maßgeblich. (T6)

TE OGH 1977-02-08 4 Ob 397/76

Vgl auch

TE OGH 1977-06-30 7 Ob 562/77

nur T1; Veröff: SZ 50/99

TE OGH 1978-02-21 3 Ob 130/77

nur T1; Veröff: ÖBl 1978,106 = SZ 51/19

TE OGH 1978-04-18 3 Ob 42/78

TE OGH 1978-07-20 3 Ob 92/78

nur T3

TE OGH 1979-10-16 4 Ob 381/79

nur T1; Beisatz: Im Impugnationsstreit ist das Ausmaß der Sicherheitsleitern zu stellenden "Sicherheits- und Fertigkeitsanforderungen" klarzustellen. (T7); Veröff: ÖBl 1980,41

TE OGH 1981-06-10 3 Ob 49/81

nur T1

TE OGH 1981-12-09 3 Ob 136/81

Gegenteilig; nur T3; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (Zust Mayr)

TE OGH 1982-10-12 4 Ob 380/82

Auch

TE OGH 1983-02-23 3 Ob 85/82

nur T1; Veröff: ÖBl 1983,94

TE OGH 1984-09-12 3 Ob 80/84

nur T3; Veröff: RdW 1985,42 = SZ 57/137 = ÖBl 1985,85

TE OGH 1985-05-08 3 Ob 4/85

nur T1; Veröff: MR 1985,5,15 = ÖBl 1985,136

TE OGH 1993-11-24 3 Ob 8/94

Auch; Beis wie T5

TE OGH 2002-12-18 3 Ob 215/02t

Vgl auch; nur T3; Veröff: SZ 2002/178

TE OGH 2005-10-20 3 Ob 30/05s

Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei der Entscheidung über den Exekutionsantrag - wie auch über weitere Strafanträge - wird ausschließlich auf Grundlage der Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers geprüft, ob ein Zuwiderhandeln des Verpflichteten gegen den (aktenkundigen) Exekutionstitel konkret behauptet wird; die Unrichtigkeit dieser Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers kann der Verpflichtete nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend machen. Dementsprechend hat das Erstgericht auch keine Tatsachenfeststellungen zu treffen, weshalb in der Regel bei dieser Beschlussfassung die gekürzte Urschrift in Form eines Bewilligungsvermerks (Bewilligungsstampiglie) gemäß § 112 Geo genügt. (T8)

TE OGH 2007-04-25 3 Ob 8/07h

nur T1; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag das Datum der Vollstreckbarkeit nicht nennen, es genügt die Behauptung des Zuwiderhandelns des Verpflichteten nach Erlassung der einstweiligen Verfügung. (T9)

TE OGH 2012-02-22 3 Ob 8/12s

Vgl auch

TE OGH 2012-02-22 3 Ob 32/12w

Auch; nur ähnlich T1

TE OGH 2015-05-20 3 Ob 41/15y

Auch; Beis wie T6; Beis wie T8

European Case Law Identifier

ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0000762