Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

12.11.1952

Geschäftszahl

3Ob388/52; 2Ob371/55; 1Ob287/66; 1Ob87/71

Norm

ABGB §1330 Abs2 BI;

PresseG §29 Abs2;

PresseG §30 Abs4;

Rechtssatz

Mögen auch die gesellschaftlichen Organe der beklagten GmbH (die Herausgeber, Eigentümer und Verleger jener Zeitung, in der die streitgegenständliche Veröffentlichung erfolgte) nach dem PresseG nicht verpflichtet gewesen sein, den Inhalt des inkriminierten Artikels zu prüfen, so ändert dies nichts an ihrer zivilrechtlichen Haftung. Vom verantwortlichen Redakteur, der lediglich seine pflichtgemäße Sorgfalt verletzt, kann weder Schadenersatz noch Widerruf und Veröffentlichung desselben nach § 1330 Abs 2 ABGB verlangt werden (entgegen SZ 10/164). Allgemeine Erörterungen zum Begriff der Gefährdung nach § 1330 Abs 2 ABGB.

Entscheidungstexte

TE OGH 1952/11/12 3 Ob 388/52

TE OGH 1956/02/01 2 Ob 371/55

TE OGH 1967/01/26 1 Ob 287/66

Veröff: ÖBl 1967,88

TE OGH 1971/04/15 1 Ob 87/71

Veröff: RZ 1971,121 = ÖBl 1971,104 = JBl 1972,312 (kritisch Ostheim) = SZ 44/45

Rechtssatznummer

RS0031971