Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

08.12.1950

Geschäftszahl

2Ob787/50; 5Ob99/64; 5Ob104/64; 1Ob77/71; 3Ob135/74; 3Ob626/78;

7Ob683/80; 6Ob504/86; 8Ob600/86; 4Ob527/88; 8Ob536/91; 2Ob525/91;

1Ob348/98b

Norm

EO §382 Z1 II1;

EO §382 Z6 II6;

EO §382 Z7 II7;

GBG §54;

Rechtssatz

Eine einstweilige Verfügung durch gerichtliche Hinterlegung eines Ranganmerkungsbescheides, durch Verfügungsverbot über denselben oder durch gerichtliches Drittverbot, wenn ein Dritter den Bescheid verwahrt, ist zulässig.

Entscheidungstexte

TE OGH 1950/12/08 2 Ob 787/50

SZ 23/370

TE OGH 1964/04/16 5 Ob 99/64

TE OGH 1964/04/28 5 Ob 104/64

Beisatz: Auch dann, wenn sich der zu sichernde Anspruch nur auf eine Liegenschaftshälfte bezieht, der Rangordnungsbescheid aber auf die ganze Liegenschaft. (T1)

TE OGH 1971/03/25 1 Ob 77/71

TE OGH 1974/07/09 3 Ob 135/74

Beis wie T1

TE OGH 1978/08/03 3 Ob 626/78

TE OGH 1980/10/09 7 Ob 683/80

TE OGH 1986/01/23 6 Ob 504/86

Beisatz: Gleiches muß gelten, wenn der Bescheid zwar nicht in der Gewahrsame des Gegners der gefährdeten Partei ist, dieser jedoch über ihn verfügen kann (3 Ob 626/78). Ist bescheinigt, daß der Gegner der gefährdeten Partei die Ausstellung eines Rangordnungsbescheides für die beabsichtigte Veräußerung der Liegenschaft beantragt hat und ein solcher ausgestellt wurde, ist es Sache des Gegners, zu behaupten und zu bescheinigen, daß sich der Rangordnungsbescheid weder in seiner Gewahrsame befindet, noch daß er darüber verfügen kann; es tritt hier eine Umkehr der Verpflichtung zur Behauptung und Bescheinigung ein (ähnlich bereits 5 Ob 99/64). (T2)

TE OGH 1986/07/10 8 Ob 600/86

Beisatz: Es ist daher an sich auch das an den Machthaber gerichtete Verfügungsverbot zulässig. (T3)

TE OGH 1988/04/12 4 Ob 527/88

Vgl auch

TE OGH 1991/05/23 8 Ob 536/91

TE OGH 1991/05/15 2 Ob 525/91

Beis wie T2; Beis wie T3

TE OGH 1999/03/23 1 Ob 348/98b

Vgl

Rechtssatznummer

RS0004937