Gericht

OGH

Entscheidungsdatum

13.06.1923

Geschäftszahl

2Ob343/23; 1Ob12/24; 6Ob220/70 (6Ob221/70); 4Ob44/90 (4Ob45/90); 3Ob544/95 (3Ob545/95); 3Ob330/98w

Norm

ZPO §408;

Rechtssatz

Zur Anwendung des § 408 ZPO.

Entscheidungstexte

TE OGH 1923/06/13 2 Ob 343/23

Veröff: SZ 5/157

 

TE OGH 1924/01/16 1 Ob 12/24

Veröff: SZ 6/17

 

TE OGH 1970/09/30 6 Ob 220/70

Beisatz: Schadenersatz wegen mutwilliger Prozeßführung ist grundsätzlich noch im selben Rechtsstreit zu begehren. Daraus folgt das Verbot, solche Ansprüche selbständig einzuklagen, soweit sie bis zum Schluß der mündlichen Verhandlung erster Instanz im Vorprozeß hätten geltend gemacht werden können. (T1) Veröff: JBl 1972,144 = EvBl 1971/138 S 240 = MietSlg 22007 = MietSlg 22617 = NZ 1972,125

TE OGH 1990/04/03 4 Ob 44/90

Vgl auch; Beis wie T1

 

TE OGH 1995/06/14 3 Ob 544/95

Beisatz: Der durch mutwillige Prozeßführung Geschädigte kann seinen Schaden nach seiner Wahl mit selbständiger Klage oder mit einem Antrag gemäß § 408 Abs 1 ZPO geltend machen (Ablehnung von 6 Ob 220/70, 6 Ob 221/70). (T2) Veröff: SZ 68/115

TE OGH 1999/03/30 3 Ob 330/98w

Beisatz: Da der Anspruch nach § 408 ZPO ein (eigener) materiellrechtlicher Schadenersatzanspruch ist (SZ 68/115 = JBl 1996, 48 = Miet 47.646/17 = WoBl 1996/27), kommt dessen Geltendmachung in der zweiten Instanz nicht in Betracht. (T3)

Rechtssatznummer

RS0041194