Kurztitel

Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe

Kundmachungsorgan

Bundesgesetzblatt Nr. 492 aus 1987,

Typ

Vertrag – Multilateral

Paragraph/Artikel/Anlage

Paragraph 0

Inkrafttretensdatum

12.03.2026

Index

19/05 Menschenrechte

Langtitel

(Übersetzung)

ÜBEREINKOMMEN GEGEN FOLTER UND ANDERE GRAUSAME, UNMENSCHLICHE ODER ERNIEDRIGENDE BEHANDLUNG ODER STRAFE

StF: BGBl.Nr. 492/1987 (NR: GP XVII RV 65 AB 166 S. 22. BR: AB 3269 S. 488.)

Änderung

BGBl. Nr. 273/1989 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 641/1990 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 165/1992 (K – Geltungsbereich)

BGBl. Nr. 842/1993 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 202/2005 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 120/2011 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 53/2013 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 290/2013 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 36/2014 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 123/2014 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 25/2015 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 171/2015 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 172/2015 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 176/2016 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 162/2017 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 164/2017 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 225/2017 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 47/2018 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 72/2018 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 169/2018 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 215/2018 (K – Geltungsbereich) (NR: GP XXVI RV 145 AB 320 S. 45. BR: AB 10035 S. 885.)

BGBl. III Nr. 26/2019 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 51/2019 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 100/2019 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 118/2019 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 174/2019 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 14/2020 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 88/2020 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 202/2020 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 171/2021 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 190/2021 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 36/2023 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 150/2023 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 62/2024 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 120/2024 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 200/2024 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 113/2025

BGBl. III Nr. 140/2025 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 195/2025 (K – Geltungsbereich F)

BGBl. III Nr. 27/2026 (K – Geltungsbereich)

BGBl. III Nr. 34/2026 (K – Geltungsbereich)

Sprachen

Arabisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Russisch, Spanisch

Vertragsparteien

*Österreich römisch drei 162 aus 2017,, römisch drei 215 aus 2018, *Afghanistan 492 aus 1987,, römisch drei 72 aus 2018, F, römisch drei 169 aus 2018, *Ägypten 492 aus 1987, *Albanien römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Algerien 641 aus 1990, *Andorra römisch drei 120 aus 2011, *Angola römisch drei 174 aus 2019, *Antigua/Barbuda 842 aus 1993, *Äquatorialguinea römisch drei 202 aus 2005, *Argentinien 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Armenien 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Aserbaidschan römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Äthiopien römisch drei 202 aus 2005, *Australien 641 aus 1990,, 842 aus 1993,, römisch drei 72 aus 2018, F *Bahamas römisch drei 169 aus 2018, *Bahrain römisch drei 202 aus 2005, *Bangladesch römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 140 aus 2025, F, römisch drei 27 aus 2026, *Belarus 492 aus 1987,, 641 aus 1990,, römisch drei 202 aus 2005, *Belgien römisch drei 202 aus 2005, *Belize 492 aus 1987,, römisch drei 172 aus 2015, F *Benin 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Bolivien römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 190 aus 2012, F *Bosnien-Herzegowina römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Botsuana römisch drei 202 aus 2005, *Brasilien 641 aus 1990,, römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 190 aus 2012, F *Bulgarien 492 aus 1987,, 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Burkina Faso römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Burundi 842 aus 1993,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 290 aus 2013, F *Cabo Verde 842 aus 1993,, römisch drei 176 aus 2016, F *Chile 273 aus 1989,, 165 aus 1992,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *China 273 aus 1989,, römisch drei 202 aus 2005, *Costa Rica römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Côte d’Ivoire römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 36 aus 2023, F *Dänemark 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Deutschland 165 aus 1992,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Deutschland/DDR 273 aus 1989, *Dominica römisch drei 200 aus 2024, *Dominikanische R römisch drei 53 aus 2013, *Dschibuti römisch drei 202 aus 2005, *Ecuador 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *El Salvador römisch drei 202 aus 2005, *Eritrea römisch drei 171 aus 2015, *Estland 165 aus 1992,, römisch drei 190 aus 2012, F *Eswatini römisch drei 202 aus 2005, *Fidschi römisch drei 162 aus 2017,, römisch drei 14 aus 2020, *Finnland 641 aus 1990,, römisch drei 25 aus 2015, F *Frankreich 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Gabun römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Gambia römisch drei 169 aus 2018, *Georgien römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Ghana römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 176 aus 2016, F *Grenada römisch drei 174 aus 2019, *Griechenland 273 aus 1989,, römisch drei 36 aus 2014, F *Guatemala 641 aus 1990,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Guinea 641 aus 1990, *Guinea-Bissau römisch drei 171 aus 2015, *Guyana 273 aus 1989, *Heiliger Stuhl römisch drei 202 aus 2005, *Honduras römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F, römisch drei 120 aus 2024, *Indonesien römisch drei 202 aus 2005, *Irak römisch drei 120 aus 2011, *Irland römisch drei 202 aus 2005, *Island römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 26 aus 2019, F *Israel 165 aus 1992, *Italien 273 aus 1989,, 641 aus 1990,, römisch drei 290 aus 2013, F *Japan römisch drei 202 aus 2005, *Jemen 165 aus 1992, *Jordanien 165 aus 1992, *Jugoslawien 165 aus 1992, *Kambodscha 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Kamerun 492 aus 1987,, römisch drei 202 aus 2005, *Kanada 273 aus 1989,, 641 aus 1990, *Kasachstan römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 190 aus 2012, F *Katar römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 53 aus 2013, *Kenia römisch drei 202 aus 2005, *Kirgisistan römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Kiribati römisch drei 118 aus 2019, *Kolumbien 273 aus 1989,, römisch drei 195 aus 2025, F *Komoren römisch drei 162 aus 2017, *Kongo römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 140 aus 2025, F *Kongo/DR römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Korea/R römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 120 aus 2011, *Kroatien 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Kuba römisch drei 202 aus 2005, *Kuwait römisch drei 202 aus 2005, *Laos römisch drei 53 aus 2013, *Lesotho römisch drei 202 aus 2005, *Lettland 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2021, F *Libanon römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Liberia römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Libyen 641 aus 1990, *Liechtenstein 165 aus 1992,, römisch drei 190 aus 2012, F *Litauen römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 36 aus 2014, F *Luxemburg 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Madagaskar römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 164 aus 2017, F *Malawi römisch drei 202 aus 2005, *Malediven römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F, römisch drei 14 aus 2020, *Mali römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Malta 165 aus 1992,, römisch drei 190 aus 2012, F *Marokko 842 aus 1993,, römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 25 aus 2015, F *Marshallinseln römisch drei 47 aus 2018, *Mauretanien römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Mauritius 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Mexiko 492 aus 1987,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Moldau römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F, römisch drei 53 aus 2013, *Monaco 165 aus 1992, *Mongolei römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 25 aus 2015, F *Montenegro römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 190 aus 2012, F *Mosambik römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 123 aus 2014, F *Namibia römisch drei 202 aus 2005, *Nauru römisch drei 53 aus 2013,, römisch drei 290 aus 2013, F *Nepal 165 aus 1992, *Neuseeland 641 aus 1990,, römisch drei 190 aus 2012, F *Nicaragua römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Niederlande 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Niger römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 25 aus 2015, F *Nigeria römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Nordmazedonien römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Norwegen 492 aus 1987,, römisch drei 290 aus 2013, F *Oman römisch drei 88 aus 2020, *Pakistan römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 53 aus 2013, *Palästina römisch drei 162 aus 2017,, römisch drei 72 aus 2018, F *Panama 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Paraguay 641 aus 1990,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Peru 273 aus 1989,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Philippinen 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Polen 641 aus 1990,, 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Portugal 273 aus 1989,, römisch drei 290 aus 2013, F *Ruanda römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 172 aus 2015, F *Rumänien 165 aus 1992,, römisch drei 190 aus 2012, F *Sambia römisch drei 202 aus 2005, *Samoa römisch drei 51 aus 2019, *San Marino römisch drei 120 aus 2011,, römisch drei 171 aus 2015, *São Tomé/Príncipe römisch drei 162 aus 2017, *Saudi-Arabien römisch drei 202 aus 2005, *Schweden 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Schweiz 492 aus 1987,, römisch drei 190 aus 2012, F *Senegal 492 aus 1987,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Serbien römisch drei 190 aus 2012, F *Serbien-Montenegro römisch drei 202 aus 2005, *Seychellen 842 aus 1993,, römisch drei 202 aus 2005, *Sierra Leone römisch drei 202 aus 2005, *Slowakei römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 150 aus 2023, F *Slowenien 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F *Somalia 641 aus 1990, *Spanien 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Sri Lanka römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 162 aus 2017,, römisch drei 225 aus 2017, F *St. Kitts/Nevis römisch drei 202 aus 2020, *St. Lucia römisch drei 34 aus 2026, *St. Vincent/Grenadinen römisch drei 202 aus 2005, *Südafrika römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 100 aus 2019, F *Sudan römisch drei 171 aus 2021, *Südsudan römisch drei 171 aus 2015,, römisch drei 172 aus 2015, F *Suriname römisch drei 171 aus 2021, *Syrien römisch drei 202 aus 2005, *Tadschikistan römisch drei 202 aus 2005, *Thailand römisch drei 120 aus 2011, *Timor-Leste römisch drei 202 aus 2005, *Togo 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Tschad römisch drei 202 aus 2005, *Tschechische R 842 aus 1993,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Tschechoslowakei 273 aus 1989,, 165 aus 1992, *Tunesien 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Türkei 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *Turkmenistan römisch drei 202 aus 2005, *Tuvalu römisch drei 62 aus 2024, *UdSSR 492 aus 1987,, 273 aus 1989,, 165 aus 1992, *Uganda 492 aus 1987,, römisch drei 202 aus 2005, *Ukraine 492 aus 1987,, 641 aus 1990,, römisch drei 202 aus 2005,, römisch drei 190 aus 2012, F *Ungarn 492 aus 1987,, 641 aus 1990,, römisch drei 190 aus 2012, F *Uruguay 492 aus 1987,, 273 aus 1989,, römisch drei 190 aus 2012, F *USA römisch drei 202 aus 2005, *Usbekistan römisch drei 202 aus 2005, *Vanuatu römisch drei 53 aus 2013, *Venezuela 165 aus 1992,, römisch drei 202 aus 2005, *Vereinigte Arabische Emirate römisch drei 53 aus 2013, *Vereinigtes Königreich 273 aus 1989,, 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F, römisch drei 123 aus 2014, F *Vietnam römisch drei 171 aus 2015, *Zentralafrikanische R römisch drei 162 aus 2017,, römisch drei 164 aus 2017, F *Zypern 165 aus 1992,, 842 aus 1993,, römisch drei 190 aus 2012, F

Sonstige Textteile

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Erklärung der Republik Österreich wird genehmigt.

Ratifikationstext

Anmerkung, , letzte Anpassung durch Kundmachung Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 34 aus 2026,)

ERKLÄRUNGEN

Die Republik Österreich erklärt anläßlich des Beitrittes zum Übereinkommen gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe (im folgenden „Übereinkommen“ genannt):

Ziffer eins Anmerkung, Erklärung zu Artikel 5, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 215 aus 2018,)

Ziffer 2 Österreich betrachtet Artikel 15, als gesetzliche Grundlage für die darin vorgesehene Unzulässigkeit der Verwendung von Aussagen, die nachweislich durch Folter herbeigeführt worden sind.

Ziffer 3 Österreich anerkennt im Sinne des Artikel 21, des Übereinkommens die Zuständigkeit des Ausschusses gegen Folter zur Entgegennahme und Prüfung von Mitteilungen, in denen ein Vertragsstaat geltend macht, ein anderer Vertragsstaat komme seinen Verpflichtungen aus diesem Übereinkommen nicht nach.

Ziffer 4 Österreich anerkennt im Sinne des Artikel 22, Absatz eins, die Zuständigkeit des Ausschusses gegen Folter zur Entgegennahme und Prüfung von Mitteilungen einzelner Personen oder im Namen einzelner Personen, die der österreichischen Hoheitsgewalt unterstehen und die geltend machen, Opfer einer Verletzung dieses Übereinkommens zu sein.

Österreich hat gegen den Vorbehalt der Vereinigten Arabischen Emirate zu Artikel eins, des Übereinkommens am 31. Jänner 2013, gegen die Erklärung (den Vorbehalt) von Laos zu Artikel eins, des Übereinkommens am 23. September 2013 und gegen den Vorbehalt Fidschis zu Artikel eins, des Übereinkommens am 16. März 2017 Einspruch erhoben.

Die vom Bundespräsidenten unterzeichnete und vom Bundeskanzler gegengezeichnete Ratifikationsurkunde wurde am 29. Juli 1987 beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; das Übereinkommen ist gemäß seinem Artikel 27, Absatz 2, für Österreich mit 28. August 1987 in Kraft getreten.

Nach Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen haben folgende weitere Staaten ihre Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunden hinterlegt:

Afghanistan, Ägypten, Argentinien, Belize, Bulgarien, Dänemark, Frankreich, Kamerun, Mexiko, Norwegen, Philippinen, Schweden, Schweiz, Senegal, Sowjetunion, Uganda, Ukraine, Ungarn, Uruguay und Weißrußland.

Vorbehalte und Erklärungen:

Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen – mit Ausnahme derer Österreichs und territorialer Anwendungen – werden im Teil römisch drei des Bundesgesetzblattes nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org/ abrufbar [CHAPTER römisch vier.9]:

Bahamas am 31. Mai 2018

Dominica am 5. Dezember 2024

Eritrea am 25. September 2014

Guinea-Bissau am 24. September 2013

Katar am 14. März 2012

Laos am 26. September 2012

Malediven am 26. Dezember 2019

Moldau am 2.September 2011

Pakistan am 20. September 2011

Samoa am 28. März 2019

San Marino am 4. August 2015

Sri Lanka am 16. August 2016

St. Lucia am 12. Februar 2026

Sudan am 10. August 2021

Vereinigte Arabische Emirate am 19. Juli 2012

Vietnam am 5. Februar 2015

Folgende nachstehende Staaten haben Erklärungen gemäß Artikel 21 und 22 abgegeben:

Gemäß Artikel 21 und Artikel 22 :

Algerien

Andorra am 22. November 2006

Argentinien

Australien am 28. Jänner 1993

Belgien am 25. Juni 1999

Bolivien am 14. Februar 2006

Bulgarien am 12. Mai 1993

Chile am 15. März 2004

Costa Rica am 27. Februar 2002

Deutschland am 19. Oktober 2001

Dänemark

Ekuador am 6. September 1988

Finnland

Frankreich

Georgien am 30. Juni 2005

Ghana am 7. September 2000

Griechenland am 6. Oktober 1988

Irland am 11. April 2002

Island am 23. Oktober 1996

Italien am 10. Oktober 1989

Jugoslawien

Kamerun am 12. Oktober 2000

Kanada am 13. November 1989

Kasachstan am 21. Februar 2008

Republik Korea am 9. November 2007

Kroatien mit 8. Oktober 1991

Libysch-Arabische Dschamahrija

Liechtenstein

Luxemburg am 29. September 1987

Malta

Moldau am 2. September 2011

Monaco

Montenegro am 23. Oktober 2006

Neuseeland

Niederlande am 21. Dezember 1988

Norwegen

Paraguay am 29. Mai 2002

Peru am 17. Oktober 2002

Polen am 12. Mai 1993

Portugal am 9. Februar 1989

San Marino am 4. August 2015

Schweden

Schweiz

Senegal am 16. Oktober 1996

Serbien und Montenegro am 12. März 2001

Slowakei am 17. März 1995

Slowenien mit 1. Jänner 1993

Sowjetunion (mit Wirkung vom 1. Oktober 1991)

Spanien am 21. Oktober 1987

Südafrika am 10. Dezember 1998

Togo am 18. November 1987

Tschechische Republik am 3. September 1996

Tunesien am 23. September 1988

Türkei am 2. August 1988

Ukraine am 12. September 2003

Ungarn am 13. September 1989

Uruguay am 27. Juli 1988

Venezuela am 26. April 1994

Zypern am 8. April 1993

Gemäß Artikel 21 :

Japan am 29. Juni 1999

Uganda am 19. Dezember 2001

Vereinigte Staaten am 21. Oktober 1994

Gemäß Artikel 22 :

Aserbaidschan am 4. Februar 2002

Bosnien und Herzegowina am 4. Juni 2003

Brasilien am 26. Juni 2006

Burundi am 10. Juni 2003

Malediven am 26. Dezember 2019

Guatemala am 25. September 2003

Honduras am 22. Juli 2024

Marokko am 19. Oktober 2006

Mexiko am 15. März 2002

Seychellen am 6. August 2001

Sri Lanka am 16. August 2016

Nachstehende Staaten haben Erklärungen abgegeben:

gemäß Artikel 28, Absatz eins :

Afghanistan, Bulgarien, China, Deutsche Demokratische Republik, Sowjetunion, Tschechoslowakei, Ukraine, Ungarn und Weißrußland;

gemäß Artikel 30, Absatz 2 :

Afghanistan, Chile, China, Deutsche Demokratische Republik, Frankreich, Panama, Sowjetunion, Tschechoslowakei, Türkei, Ukraine, Ungarn und Weißrußland;

Anlässlich der Hinterlegung ihrer Ratifikations- bzw. Beitrittsurkunde haben nachstehende Staaten folgende Vorbehalte erklärt bzw. Erklärungen abgegeben:

Afghanistan:

Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 20 und Artikel 30, Absatz eins, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 169 aus 2018,)

Äquatorialguinea:

  1. Ziffer eins
    Die Regierung Äquatorialguineas erklärt hiermit gemäß Artikel 28, dieses Übereinkommens, dass sie die Zuständigkeit des in Artikel 20, des Übereinkommens vorgesehenen Ausschusses nicht anerkennt.
  2. Ziffer 2
    Hinsichtlich der Bestimmungen von Artikel 30, erklärt die Regierung Äquatorialguineas, dass sie sich an Absatz eins, dieses Artikels nicht gebunden erachtet.

Bahrain:

Das Königreich Bahrain erachtet sich nicht an die Bestimmungen von Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens gebunden.

Bangladesch:

Anmerkung, Erklärung zu Artikel 14, Absatz eins, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 27 aus 2026,)

Belarus:

Die Regierung der Republik Belarus teilte dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 3. Oktober 2001 mit, den folgenden anlässlich der Unterzeichnung erklärten und bei der Ratifikation bestätigten Vorbehalt zurückzuziehen:

Die Sowjetische Sozialistische Republik Belarus anerkennt nicht die Zuständigkeit des Ausschusses gegen Folter wie in Artikel 20 des Übereinkommens festgelegt.

Anmerkung, siehe auch Weißrußland)

Botsuana:

Die Regierung der Republik Botsuana erachtet sich insofern an Artikel eins, des Übereinkommens gebunden als „Folter“ die Folter und unmenschliche oder erniedrigende Strafe oder andere Behandlung, wie nach Abschnitt 7 der Verfassung der Republik Botsuana verboten, bedeutet.

Bulgarien:

Anmerkung, Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz 2, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Nr. 842 aus 1993,)

Chile:

Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 2, Absatz 3,, Artikel 3 und Artikel 28, Absatz eins, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Nr. 165 aus 1992,)

Chile erklärt, daß es in seinen Beziehungen mit amerikanischen Staaten, die Vertragsparteien des interamerikanischen Übereinkommens zur Verhütung und Bestrafung von Folter sind, dieses Übereinkommen in Fällen anwenden wird, wenn dessen Bestimmungen mit jenen des vorliegenden Übereinkommens unvereinbar sind.

Die Regierung der Republik Chile teilte dem Generalsekretär der Vereinten Nationen am 3. September 1999 mit, den folgenden anlässlich der Ratifikation erklärten Vorbehalt zurückzuziehen:

„Die Regierung Chile betrachtet sich durch die Bestimmungen des Artikels 30 Absatz eins, des Übereinkommens nicht gebunden.“

China:

Nach weiterer Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen hat die Volksrepublik China mit Wirkung vom 20. Dezember 1999 entschieden, dass das Übereinkommen auch auf die Sonderverwaltungsregion Macao Anwendung finden wird. Die Regierung der Volksrepublik China hat folgendes erklärt:

Der von der Regierung der Volksrepublik China zu den Artikeln 20 und 30 Absatz 1 des Übereinkommens angebrachte Vorbehalt wird auch auf die Sonderverwaltungsregion Macao angewendet.

Die Regierung der Volksrepublik China wird die Verantwortung für die internationalen Rechte und Verpflichtungen, die der Sonderverwaltungsregion Macao aus der Anwendung des Übereinkommens entstehen, übernehmen.

Bundesrepublik Deutschland:

Zu Artikel 3 :, Diese Bestimmung regelt das Verbot, eine Person unmittelbar in einen Staat zu überstellen, in dem diese Person der konkreten Gefahr einer Folterung ausgesetzt ist. Nach Auffassung der Bundesrepublik Deutschland begründet Artikel 3 ebenso wie die anderen Bestimmungen des Übereinkommens ausschließlich Staatenverpflichtungen, die die Bundesrepublik Deutschland nach näherer Bestimmung ihres mit dem Übereinkommen übereinstimmenden innerstaatlichen Rechts erfüllt.

Dominica:

Nach Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen hat Dominica einen Vorbehalt zu Artikel 20, angebracht und betrachtet sich durch Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens als nicht gebunden.

Ekuador Anmerkung, Ecuador):

Ekuador erklärt, daß es gemäß den Bestimmungen des Artikel 42, seiner Verfassung die Auslieferung ekuadorianischer Staatsbürger nicht gestattet.

Ghana:

Die Regierung der Republik Ghana erklärt gemäß Artikel 30, (2) dieses Übereinkommens, dass die Unterwerfung von Streitigkeiten zwischen Vertragsstaaten über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens unter ein Schiedsverfahren oder den Internationalen Gerichtshof gemäß Artikel 30, (1) mit Zustimmung ALLER betroffenen Parteien und nicht einer oder mehrerer Parteien erfolgen muss.

Heiliger Stuhl:

Der Heilige Stuhl, insofern er Vertragspartei des Übereinkommens im Namen des Staates der Vatikanstadt wird, wendet sie unter Berücksichtigung auf deren Vereinbarkeit mit der besonderen Natur dieses Staates an.

Indonesien: Erklärung:

Die Regierung der Republik Indonesien erklärt, dass die Bestimmungen von Artikel 20, Absatz eins, 2 und 3 des Übereinkommens unter strenger Beachtung der Prinzipien der Souveränität und territorialen Integrität der Staaten zu erfüllen sein werden.

Vorbehalt:

Die Regierung der Republik Indonesien erachtet sich nicht an Artikel 30, Absatz eins, gebunden und ist der Ansicht, dass Streitigkeiten im Zusammenhang mit der Interpretation und Anwendung des Übereinkommens, die nicht gemäß dem im Absatz eins, des genannten "Art". vorgesehenen Weg beigelegt werden können, an den Internationalen Gerichtshof nur mit Zustimmung aller Streitparteien verwiesen werden kann.

Israel:

Gemäß Artikel 28, erklärt der Staat Israel hiemit, daß er die Zuständigkeit des in Artikel 20, vorgesehenen Ausschusses nicht anerkennt.

Gemäß Artikel 30, Absatz 2, erklärt der Staat Israel hiemit, daß er sich durch Absatz eins, dieses Artikels nicht gebunden betrachtet.

Katar: Vorbehalt:

  1. Litera a
    jeder Auslegung der Bestimmungen des Übereinkommens, die mit den Regeln des Islamischen Rechts und der Islamischen Religion unvereinbar ist und Anmerkung, generellen Vorbehalt teilweise zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 53 aus 2013,)
  2. Litera b
    Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 21 und 22 zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 53 aus 2013,)

Kuwait:

Vorbehalte zu Artikel 20 und Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens.

Kuba:

Die Regierung der Republik Kuba erklärt im Einklang mit Artikel 28, des Übereinkommens, dass eine Berufung auf die Bestimmungen von Artikel 20, Absatz eins, 2 und 3 unter strenger Beachtung des Prinzips der Souveränität der Staaten erfolgen muss und die Bestimmungen unter vorheriger Zustimmung der Vertragsstaaten angewendet werden müssen. Im Zusammenhang mit den Bestimmungen von Artikel 30, des Übereinkommens, ist die Regierung der Republik Kuba der Auffassung, dass Streitigkeiten zwischen Parteien durch Verhandlungen auf diplomatischem Weg gelöst werden sollten.

Luxemburg:

Luxemburg erklärt hiemit, daß es als „gesetzlich zulässige Sanktionen“ im Sinne des Artikel eins, Absatz eins, nur jene anerkennt, die sowohl vom innerstaatlichen Recht als auch vom Völkerrecht angenommen sind.

Marokko:

Gemäß Artikel 28, erklärt die Regierung des Königreiches Marokko, daß sie die Zuständigkeit des in Artikel 20, vorgesehenen Ausschusses nicht anerkennt.

Gemäß Artikel 30, Absatz 2, erklärt die Regierung des Königreiches Marokko, daß sie sich durch Absatz eins, dieses Artikels nicht gebunden erachtet.

Einer weiteren Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat Marokko am 19. Oktober 2006 seine Entscheidung mitgeteilt, den anlässlich der Ratifikation abgegebenen Vorbehalt zu Artikel 20, zurückzuziehen.

Mauretanien: Vorbehalt zu Artikel 20 :

Die mauretanische Regierung erkennt nicht die dem Ausschuss gemäß Artikel 20, eingeräumte Zuständigkeit an.

Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz eins :

Gemäß Artikel 30, Absatz 2, des Übereinkommens erklärt sich die Regierung von Mauretanien nicht an Absatz eins, dieses Artikels gebunden, der vorsieht, dass im Fall einer Streitigkeit über die Auslegung oder Anwendung des Übereinkommens eine der Vertragsparteien die Streitigkeit dem Internationalen Gerichtshof auf Verlangen unterbreiten kann.

Monaco:

Gemäß Artikel 30, Absatz 2, erklärt das Fürstentum Monaco, daß es sich durch Absatz eins, dieses Artikels nicht gebunden betrachtet.

Niederlande:

Die Niederlande sind der Auffassung, daß unter dem Ausdruck „gesetzlich zulässige Sanktionen“ in Artikel eins, Absatz eins, jene Sanktionen zu verstehen sind, die nicht nur gemäß dem innerstaatlichen Recht sondern auch gemäß dem Völkerrecht zulässig sind.

Oman:

Oman hat einen Vorbehalt zu Artikel 20, angebracht sowie als weiteren Vorbehalt erklärt, sich nicht an die Bestimmungen des Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens gebunden zu erachten.

Pakistan: Vorbehalte:

Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 3, 4, 6, 12, 13 und 16 zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 53 aus 2013,)

Artikel 8:

Die Regierung der Islamischen Republik Pakistan erklärt, dass sie gemäß Artikel 8, Absatz 2, des Übereinkommens dieses Übereinkommen nicht als Rechtsgrundlage für die Zusammenarbeit mit anderen Vertragsstaaten für die Auslieferung heranzieht.

Artikel 28:

Gemäß Artikel 28, Absatz eins, des Übereinkommens erklärt die Regierung der Islamischen Republik Pakistan hiermit, dass sie die Zuständigkeit des in Artikel 20, vorgesehenen Ausschusses nicht anerkennt.

Artikel 30:

Die Regierung der Islamischen Republik Pakistan erachtet sich nicht an Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens gebunden.

Samoa:

Samoa hat Vorbehalte zu Artikel 14 und Artikel 20, angebracht sowie gemäß Artikel 30, Absatz 2, des Übereinkommens erklärt, sich durch Artikel 30, Absatz eins, nicht als gebunden zu betrachten.

Saudi-Arabien:

Das Königreich Saudi-Arabien erkennt nicht die in Artikel 20, des Übereinkommens vorgesehene Zuständigkeit des Ausschusses gegen Folter an.

Das Königreich Saudi-Arabien erachtet sich nicht an die Bestimmungen von Artikel 30, Absatz eins, gebunden.

Sowjetunion:

Anmerkung, Vorbehalte zu Artikel 30, Absatz eins, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Nr. 273 aus 1989, und zu Artikel 20, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Nr. 165 aus 1992,)

St. Lucia

Laut Mitteilung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen hat St. Lucia einen Vorbehalt zu Artikel 20, angebracht sowie als weiteren Vorbehalt erklärt, sich durch Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens nicht als gebunden zu betrachten.

Südafrika:

Die Republik Südafrika erklärt, dass sie für die Zwecke des Artikel 30, des Übereinkommens die Zuständigkeit des internationalen Gerichtshofes zur Streitbeilegung zwischen zwei oder mehreren Vertragsstaaten über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens anerkennt.

Syrien:

Gemäß Artikel 28, Absatz eins, des Übereinkommens anerkennt die Arabische Republik Syrien nicht die Zuständigkeit des in Artikel 20, vorgesehenen Ausschusses gegen Folter.

Thailand:

Das Königreich Thailand erachtet sich nicht an die Bestimmungen von Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens gebunden.

Tschechische Republik:

Anmerkung, Vorbehalt zu Artikel 20, zurückgezogen mit Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 202 aus 2005,)

Tschechoslowakei:

Weiteren Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat die Tschechoslowakei den anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunde erklärten Vorbehalt bzw. die abgegebene Erklärung zurückgezogen: Zu Artikel 30, Absatz eins, am 26. April 1991.

Am 17. März 1995 und 3. September 1996 teilten die Regierungen der Slowakei und der Tschechischen Republik dem Generalsekretär ihre Entscheidung mit, den von der Tschechoslowakei anlässlich der Unterzeichnung erklärten und der Ratifikation bestätigten Vorbehalt zu Artikel 20 zurückzuziehen.

Tuvalu:

Tuvalu hat den Vorbehalt erklärt, Artikel 30, Absatz eins, des Übereinkommens nicht anzuerkennen und daher nicht an diese Bestimmung gebunden zu sein.

Ukraine:

Weiteren Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat die Ukraine am 20. April 1989 den anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunden erklärten Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz eins, zurückgezogen.

Ungarn:

Weiteren Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat Ungarn am 13. September 1989 den anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunden erklärten Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz eins, zurückgezogen.

Vereinigte Staaten:

Die Vereinigten Staaten erachten sich an die Verpflichtung von Artikel 16,, die „grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe“ zu verhindern nur insofern gebunden, als die Worte „grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe“ die durch die 5., 8. und/oder 14. Änderung der Verfassung der Vereinigten Staaten verbotene grausame, unübliche und unmenschliche Behandlung oder Strafe bedeuten.

Die Vereinigten Staaten erklären gemäß Artikel 30, Absatz 2,, sich durch Artikel 30, Absatz eins, nicht gebunden zu fühlen, sich aber das Recht vorzubehalten, in einem bestimmten Fall dieses oder ein anderes Schiedsverfahren zu befolgen.

Erklärungen:

  1. Ziffer eins
    1. Litera a
      Die Vereinigten Staaten vertreten hinsichtlich Artikel eins, die Auffassung, dass um den Tatbestand der Folter zu erfüllen, eine Handlung spezifisch die Zufügung von schweren körperlichen oder geistigen Schmerzen oder Leiden beabsichtigen muss und dass geistige Schmerzen oder Leiden sich auf anhaltenden geistigen Schaden beziehen, der durch (1) die absichtliche oder angedrohte Zufügung von schweren körperlichen Schmerzen oder Leiden; (2) die Verabreichung oder Anwendung oder angedrohte Verabreichung oder Anwendung von das Bewusstsein verändernden Substanzen oder anderen Verfahren, die die Zerstörung der Sinne oder der Persönlichkeit beabsichtigen; (3) die Drohung mit sofortigem Tod oder (4) die Drohung, dass eine andere Person dem sofortigen Tod, schweren körperlichen Schmerzen oder Leiden oder der Verabreichung oder Anwendung von das Bewusstsein verändernden Substanzen oder anderen Verfahren, die die Zerstörung der Sinne oder der Persönlichkeit beabsichtigen, unterliegen wird, verursacht wird oder daraus resultiert.
    2. Litera b
      Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass sich die Definition der Folter in Artikel eins, nur auf Handlungen bezieht, die sich gegen in der Obhut oder körperlichen Kontrolle des Täters befindliche Personen richten.
    3. Litera c
      Die Vereinigten Staaten sind in Hinblick auf Artikel eins, des Übereinkommens der Auffassung, dass der Ausdruck „Sanktionen“ gesetzlich verhängte Sanktionen und andere nach dem Recht der Vereinigten Staaten oder durch die Interpretation dieses Rechts zulässige Vollzugsmaßnahmen beinhaltet. Die Vereinigten Staaten sind aber der Auffassung, dass ein Vertragsstaat durch seine innerstaatlichen Sanktionen nicht Ziel und Zweck des Übereinkommens, die Folter zu verbieten, vereiteln darf.
    4. Litera d
      Die Vereinigten Staaten sind in Hinblick auf Artikel eins, des Übereinkommens der Auffassung, dass der Ausdruck „Einverständnis“ voraussetzt, dass der Angehörige des öffentlichen Dienstes vor der die Folter darstellenden Handlung, sich dieser Handlung bewusst ist und danach seine rechtliche Verpflichtung zu intervenieren, um eine solche Handlung zu unterbinden, missachtet.
    5. Litera e
      Die Vereinigten Staaten sind in Hinblick auf Artikel eins, des Übereinkommens der Auffassung, dass die Nichtbeachtung der anzuwendenden rechtlichen Verfahrensstandards nicht per se Folter darstellt.
  2. Ziffer 2
    Die Vereinigten Staaten sind der Auffassung, dass der Halbsatz „wenn stichhaltige Gründe für die Annahme bestehen, dass sie dort Gefahr liefe, gefoltert zu werden“ in Absatz 3 des Übereinkommens bedeutet, „wenn es wahrscheinlicher ist, dass sie gefoltert wird.“
  3. Ziffer 3
    Nach Auffassung der Vereinigten Staaten verlangt Artikel 14 von den Vertragsstaaten, nur für solche Folterhandlungen ein einklagbares Recht auf Entschädigung sicherzustellen, die auf einem Gebiet, dass unter der Gerichtsbarkeit des jeweiligen Vertragsstaates steht, begangen worden sind.
  4. Ziffer 4
    Die Vereinigten Staaten vertreten die Auffassung, dass das Völkerrecht die Todesstrafe nicht verbietet und dieses Übereinkommen die im Einklang mit der 5., 8. und/oder 14. Änderung der Verfassung der Vereinigten Staaten stehende Anwendung der Todesstrafe, einschließlich der verfassungsmäßigen Haftdauer vor Verhängung der Todesstrafe, weder beschränkt noch verbietet.
  5. Ziffer 5
    Die Vereinigten Staaten vertreten die Auffassung, dass dieses Übereinkommen von der Regierung der Vereinigten Staaten insofern angewendet werden soll, als sie die Gesetzgebung und Rechtssprechung über die vom Übereinkommen gedeckten Angelegenheiten ausübt, andernfalls von den Regierungen der Bundesstaaten und den lokalen Regierungen. Dementsprechend hat die Regierung der Vereinigten Staaten in Umsetzung der Artikel 10 bis 14 und 16 im Hinblick auf das föderale System die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit die zuständigen Behörden der die Vereinigten Staaten von Amerika bildenden Einheiten geeignete Maßnahmen zur Erfüllung des Übereinkommens ergreifen können.
  6. Ziffer 6
    Die Vereinigten Staaten erklären, dass die Bestimmungen von Artikel 1 bis 16 nicht self – executing sind.

Vereinigtes Königreich:

Gemäß Artikel 21, erklärt das Vereinigte Königreich, daß es die Zuständigkeit des Ausschusses zur Entgegennahme und Prüfung von Mitteilungen, die von einem anderen Vertragsstaat eingereicht werden, unter der Voraussetzung anerkennt, daß ein solch anderer Vertragsstaat zumindest 12 Monate vor Einreichung einer das Vereinigte Königreich betreffenden Mitteilung durch eine Erklärung gemäß Artikel 21, für sich selbst die Zuständigkeit des Ausschusses zur Entgegennahme und Prüfung von Mitteilungen anerkannt hat.

Das Vereinigte Königreich hat am 8. Dezember 1992 den Geltungsbereich auf Guernsey, Insel Man, Jersey, Bermuda und Hongkong ausgedehnt; die Ausdehnung unterliegt derselben Erklärung, die gemäß Artikel 21, anläßlich der Hinterlegung der Ratifikationsurkunde abgegeben wurde.

Weißrußland:

Weiteren Mitteilungen des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zufolge hat Weißrußland am 19. April 1989 den anläßlich der Hinterlegung ihrer Ratifikationsurkunden erklärten Vorbehalt zu Artikel 30, Absatz eins, zurückgezogen.

Anmerkung, siehe auch Belarus)

Präambel/Promulgationsklausel

Der Nationalrat hat beschlossen:

Der Abschluß des nachstehenden Staatsvertrages samt Erklärung der Republik Österreich wird genehmigt.

DIE VERTRAGSSTAATEN DIESES ÜBEREINKOMMENS

IN DER ERWÄGUNG, daß nach den in der Satzung der Vereinten Nationen *) verkündeten Grundsätzen die Anerkennung der Gleichheit und Unveräußerlichkeit der Rechte aller Mitglieder der menschlichen Gesellschaft die Grundlage von Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden in der Welt bildet,

IN DER ERKENNTNIS, daß sich diese Rechte aus der dem Menschen innewohnenden Würde herleiten,

IN DER ERWÄGUNG, daß die Satzung, insbesondere Artikel 55, die Staaten verpflichtet, die allgemeine Achtung und Verwirklichung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zu fördern,

IM HINBLICK auf Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und Artikel 7 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte **), die beide vorsehen, daß niemand der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden darf,

SOWIE IM HINBLICK auf die von der Generalversammlung am 9. Dezember 1975 angenommene Erklärung über den Schutz aller Personen vor Folter und anderer grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe,

IN DEM WUNSCH, dem Kampf gegen Folter und andere grausame, unmenschliche oder erniedrigende Behandlung oder Strafe in der ganzen Welt größere Wirksamkeit zu verleihen,

SIND WIE FOLGT ÜBEREINGEKOMMEN:

________________________

*) Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 120 aus 1966, in der Fassung Bundesgesetzblatt Nr. 294 aus 1965,, Bundesgesetzblatt Nr. 258 aus 1968, und Bundesgesetzblatt Nr. 633 aus 1973,

**) Kundgemacht in Bundesgesetzblatt Nr. 591 aus 1978,

Anmerkung

vergleiche Fakultativprotokoll (F), Bundesgesetzblatt Teil 3, Nr. 190 aus 2012,

Schlagworte

e-rk3

Zuletzt aktualisiert am

30.03.2026

Gesetzesnummer

10000888

Dokumentnummer

NOR40276540